Fasan in Portwein (Römertopf)

Lange lange ist es her…dass es bei uns Fasan gab.
Das liegt sicher nicht daran, dass dieses Fleisch nicht schmeckt, nein, ganz im Gegenteil.
Das Problem bei Fasan ist, dass kein Fahrten- oder Flugschreiber dabei ist, wenn man diesen Vogel kauft 🙂
Beim bisher letzten Versuch hatten wir wohl ein „lange erprobtes Modell“ erwischt 😦
Danach hielt sich die Lust auf neue Erfahrungen lange in Grenzen.
Aber nun haben wir all unseren Mut zusammen genommen und einen neuen Versuch gewagt.
Und, was sollen wir sagen: „es hat sich wirklich gelohnt, war wohl dieses Mal ein jüngeres Baujahr“ 🙂

Zutaten:

  • 1 Fasan, 1 kg
  • 3 Wacholderbeeren
  • 2 Pimentkörner
  • 1 (kleine) Gewürznelke
  • 2 EL Cognac
  • Salz; wenn möglich grobkörniges Salz – besser für’s Mörsern (siehe unten)
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1/3 TL Thymian getrocknet
  • 20 g Butter, zimmerwarm
  • 10 Scheiben geräucherter Schweinespeck
  • 3 Lorbeerblätter; wenn möglich, frische Blätter verwenden
  • 1/8 l Portwein

Zubereitung:

Den Römertopf mind. 30 Minuten – besser länger – vor Gebrauch wässern.

50 ml Wasser erhitzen, 1 schwach gehäuften EL Salz und einen gestrichenen TL Zucker hineingeben, rühren bis sich alles aufgelöst hat. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Wacholderbeeren, Pimentkörner, Gewürznelke, Salz, frisch gemahlenen Pfeffer und Thymian in einen Mörser geben und alles fein zermahlen.
Die gemörserten Gewürze zur Butter geben, den Cognac ebenfalls dazu geben und alles gründlich verrühren.

Den Fasan von innen mit der „Gewürz-Butter“ einstreichen.
Außen mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.
Die Schenkel und Flügel des Fasans an die Brust drücken und die Speckscheiben über Brust, Schenkel und Flügel legen, dabei darauf achten, dass Schenkel und Flügen „anliegen“.
Den Fasan mit der Brust nach oben in den Römertopf legen; die Lorbeerblätter auf den Speckscheiben verteilen – frische Lorbeerblätter vorher einige Male knicken!.

(Nein, das sind keine Bilder einer Mumie aus einer ägyptischen Pyramide 🙂 dahinter bzw. darunter „versteckt“ sich nur der Fasan!)

Portwein seitlich angießen.
Deckel schließen und den Römertopf – in den kalten !! – Backofen schieben.
Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze erhitzen.

Den Fasan für 80 Minuten – gerechnet ab erreichen der 200 Grad! – im Ofen backen.
Danach den Römertopf aus dem Backofen holen, Deckel abnehmen, die (ausgebratenen) Speckscheiben mitsamt Lorbeerblättern entfernen.
Den Fasan mit dem abgekühlten Salz-Zucker-Wasser bepinseln und zurück in den Ofen schieben.
Den Fasan nun nochmals 15 bis 20 Minuten backen, dabei vier- bis fünfmal mit dem Salz-Zucker-Wasser bepinseln.

Bei uns gab es dazu Kartoffelgratin mit Käse und Rotkohl.

5 Gedanken zu “Fasan in Portwein (Römertopf)

  1. Anna C. 6. November 2018 / 13:14

    Vielleicht kriegen wir einen Fasan… vorsichtshalber recherchiere ich schonmal ein wenig. Römertopf klingt gut….

    • cahama 6. November 2018 / 15:02

      Der kluge Mann sorgt vor 🙂
      Wir haben schon einen in der TK!
      Das ist ein Vorteil, wenn man gute Beziehungen zu div. Jägern hat…

      • Anna C. 6. November 2018 / 19:18

        Fasane wachsen hier halt nicht… daher hat bislang noch keiner den Weg zu mir gefunden, trotz örtlicher Jäger. Dafür immer mal ein Frischling, das ist auch was Feines.

      • cahama 7. November 2018 / 7:00

        Oh ja, so einen Frischling würde ich auch nehmen! Muss ich mal mit unseren Jägern reden.

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