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Archiv der Kategorie: Bratwürste

Kartoffelwurst – DIY

Das Rezept zu dieser „Bratwurst“ stammt aus dem Vogelsberg.
Ursprünglich geht die Verwendung von Kartoffeln in der Wurst auf „Notzeiten“ zurück, in denen man nicht so viel Fleisch hatte und es deshalb „strecken“ musste.
Aber auch aus der Not heraus können sehr leckere Rezepturen entstehen – man denke nur an Baguette, dem in solch bitteren Zeiten in Ermangelung von genügend Weizenmehl, Bohnenmehl zugesetzt wurde, was heute für uns den „typischen Baguette-Geschmack“ ausmacht.

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Wildschwein-Bratwurst (rein aus Wildschweinfleisch) – DIY

 

Wir haben vor „geraumer Zeit“ (2012 war das 🙂 ) schon einmal Wildschwein-Bratwurst gemacht. Diese war sehr lecker. Allerdings mussten wir diese, da das damalige Wildschwein sehr mager war, mit Speck vom normalen Hausschwein zubereitet.
Dieses Mal war das Wildschwein kein „Model“ (sprich: Hungerhaken), nein es hatte „etwas Speck auf den Rippen“ und so haben wir die Bratwurst rein aus Wildschweinfleisch zubereitet.
Ja nee, is klar, dass diese Würste doch etwas intensiver nach Wildschwein schmecken…aber (wild-)saulecker 🙂

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Verfasst von - 22. Dezember 2017 in Bratwürste, Fleischgerichte, Wild, Wurst & Co

 

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Grobe Bratwurst fränkische Art

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Ich weiß schon, was jetzt wieder kommt: die „Fränkische Fraktion“ wird lautstark bemängeln, dass in Bratwurst fränkischer Art unweigerlich Kümmel rein muss.
Jungs und Mädels: ihr könnt ja gerne die Wurst mit Kümmel „verschandeln“, aber in unsere hessische „fränkische Bratwurst“ kommt mir kein Kümmel rein!!!
Im Ernst: „fränkisch“ bedeutet in der Regel schon, dass Kümmel in das entsprechende Gericht hinein kommt, da wir aber Kümmel absolut nicht mögen, lassen wir ihn weg. Wer in mag, kann in ja gerne zur Wurst geben, aber wie viel dann hinein muss, dazu können wir nichts sagen, da wir ihn nicht verwenden.
Aber „Fränkische Art“ bedeutet nicht nur Kümmel, es bedeutet für uns vor allem, dass die Bratwurst nicht frisch, sprich: roh, auf den Grill bzw. in die Pfanne kommt, sondern dass sie direkt nach der Herstellung „gebrüht“ wird.
Dieses Brühen geschieht in 75 Grad warmen Wasser (Wurst kann direkt ins heiße Wasser gegeben werden); je Millimeter Darmdurchmesser („Kaliber“) werden die Würste 1 Minuten gebrüht. Also Darm Kaliber 15 = 15 Minuten, Kaliber 25 = 25 Minuten usw.
Wir verwenden Schweinedarm Kaliber 28/32 (Darmdurchmesser mind. 28 und höchstens 32 mm), also haben wir die Wurst 30 Minuten gebrüht.

So, nun aber zu der Wurst: es ist genau das eingetreten, was wir uns von der Wurst versprochen hatten; sie ist unglaublich zart und super saftig.

Zutaten

Fleisch:

  • 45% Schweineschulter, mager
  • 38% Schweinehals, durchwachsen
  • 17% Rückenspeck

Gewürze je kg Fleischmasse:

  • 14 g Salz
  • 4 g Pfeffer
  • 4 g Röstzwiebeln, trocken geröstet
  • 0,7 g Majoran
  • 2,75 g Knoblauch (1 Zehe)
  • 0,3 g gemahlenen Koriander
  • 0,5 g Traubenzucker
  • 80 ml eiskaltes Mineralwasser mit Kohlensäure

Wer Kümmel mag, kann natürlich auch Kümmel dazu geben. Eigentlich gehört er an die Bratwurst „Fränkische Art“, aber wir mögen Kümmel nicht, weshalb wir darauf verzichtet haben.

Zubereitung:

Etwa 2/3 des Fleisches und Specks durch die 4,5 mm-Scheibe, das restliche Drittel durch 3 mm-Scheibe des Fleischwolfes mahlen.

Alle Zutaten zur Fleischmasse geben und gründlich mischen – so lange, bis die Masse eine gute Bindung hat.

In Därme – wir: Bratwurstdarm Kaliber 28/32 – abfüllen; auf die gewünschte Länge abdrehen.

Die Würste nun in heißes Wasser geben und je mm Darmdurchmesser 1 Minute bei 75 Grad brühen.

Wir haben die Würste 30 Minuten bei 75 Grad gebrüht.

Danach die Würste in möglichst kaltes Wasser geben – dieses, falls erforderlich/wenn es warm wird, wechseln.
Die Würste bis sie handwarm sind im kalten Wasser lassen.

Der Anschnitt (in kaltem Zustand):

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So, nun ist unser Trio komplett:
links Salsicce, in der Mitte die „Fränkischen“ und rechts die Apfel-Thymian-Bratwurst.

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Verfasst von - 21. September 2016 in Bratwürste, Wurst & Co

 

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Salsicce

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Gestern haben wir euch die erste der drei neuen Bratwurstsorten – Apfel-Thymian-Bratwurst – vorgestellt, heute folgt die zweite.

Seit geraumer Zeit gibt es im Netz ja keine „Bratwurst“ mehr, es gibt nur noch Salsicce oder im Singular „Salsiccia“.
Alles was an Fleisch gemahlen und in Därme abgefüllt wird, heißt jetzt neudeutsch Salsicce…
Und, was soll ich sagen: „…da simmer dabei dat ist prima – Viva Salsiccia“ :)… aber nicht mit einer normalen Bratwurst, die wir Salsicce nennen, nein, wir haben versucht herauszufinden, was eine richtige Salsiccia ausmacht.
Natürlich gibt es, je nach Region, andere, abgewandelte Rezepte für diese italienische Wurstspezialität, aber das Wesentliche ist, dass:

  • sie etwas gröber gemahlen wird als eine deutsche Bratwurst
  • sie sowohl sehr mageres, wie auch sehr fettes Fleisch enthält
  • sie pikant abgeschmeckt sein sollte
  • das Fleisch vor der Verarbeitung mit Wein (meist Rotwein, seltener auch Weißwein) mariniert wird
  • sie, nebst anderen Gewürzen, mit Fenchelsamen gewürzt wird.

Unter diesen Voraussetzungen haben wir nun versucht „unsere“ Salsicce zu kreieren.

Unseren Testessern (und uns auch) hat das Ergebnis sehr gut geschmeckt.

Zutaten

Fleisch:

  • 66% Schweineschulter, mager
  • 17% Schweinehals, durchwachsen
  • 17% Rückenspeck

Gewürze je kg Fleischmasse::

  • 15 g Salz
  • 4 g Pfeffer
  • 2,5 g Knoblauch (1 Zehe)
  • 4,65 g Fenchelsamen
  • 0,3 g gemahlenen Koriander
  • 0,8 g Paprikapulver, edelsüß
  • 0,3 g Paprikapulver, rosenscharf
  • Chili – nach Belieben; wir haben im ersten Versuch darauf verzichtet
  • 1 g Traubenzucker
  • 60 ml Rotwein, trocken; wir: Primitivo

Zubereitung:

Fleisch und Speck in Würfel schneiden, Kantenlänge 1,5 bis 2 cm.

Fenchelsamen im Mörser grob zerkleinern – den Fenchel nicht „pulverisieren“, nur etwas zerkleinern.
Knoblauch würfeln und mit etwas vom Salz zu einer feinen Paste zerdrücken.

Fleisch mit Fenchelsamen, Knoblauchpaste und den restlichen Gewürzen – samt Wein – gründlich mischen.

In einer abgedeckten Schüssel oder, so wie wir es gemacht haben, in einem Gefrierbeutel für mind. 3 Stunden in den Kühlschrank geben.

Das Fleisch durch die 4,5 mm-Scheibe des Fleischwolfes mahlen.

Nochmals gründlich mischen/kneten – so lange, bis das Fleisch „Bindung“ bekommt.

In Därme – wir: Bratwurstdarm Kaliber 28/32 – abfüllen; auf die gewünschte Länge abdrehen.

Am besten schmecken die Würste, wenn sie eine Nacht im Kühlschrank geruht haben.

Im Bild links sind die Salsicce, rechts die Apfel-Thymian-Bratwurst (und die Mitte wird morgen verraten 🙂 )

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Und der Anschnitt

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Verfasst von - 20. September 2016 in Bratwürste, Wurst & Co

 

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Apfel-Thymian-Bratwurst

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Im Bild rechts sind die gegrillten Apfel-Thymian-Bratwürste zu sehen.

Schon seit Langem geistern uns einige Rezeptideen für neue Bratwurstsorten durch die Sinne.
Nun kamen zwei glückliche Umstände zusammen – es stand wieder mal ein Familientreffen an und wir hatten etwas Zeit – und so haben wir einige dieser Ideen in die Tat umgesetzt.
Zunächst haben wir mal all die Ideen, die wir da hatten, zu Papier gebracht. Letztendlich standen 14 Zeilen auf dem Zettel. Daraus haben wir dann drei ausgesucht.
Heute stellen wir euch die erste davon vor: eine grobe Apfel-Thymian-Bratwurst.
Die beiden anderen Sorten folgen in den nächsten Tagen.

Die Testesser waren übrigens von allen drei Sorten angetan!

PS: den Zettel mit den restlichen 11 Ideen haben wir aufgehoben! Die werden irgendwann auch noch ausprobiert.

Zutaten

Fleisch:

  • 63% Schweineschulter, mager
  • 20% Schweinehals, durchwachsen
  • 17% Rückenspeck

Gewürze je kg Fleischmasse:

  • 14 g Salz
  • 4 g Pfeffer
  • 100 g geraspelter Apfel ohne Schale, wir: Idared *)
  • 1,3 g abgezupfte Blättchen vom frischen Thymian

*) es sollte auf jeden Fall ein Apfel mit säuerlichem und festem Fruchtfleisch verwendet werden!

Zubereitung:

Etwa 2/3 des Fleisches und Specks durch die 4,5 mm-Scheibe, das restliche Drittel durch 3 mm-Scheibe des Fleischwolfes mahlen.

Apfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in ca. 2 mm Stifte raspeln.
Blättchen vom Thymian abzupfen und fein hacken.

Alle Zutaten zur Fleischmasse geben und gründlich mischen – so lange, bis die Masse eine gute Bindung hat.

In Därme – wir: Bratwurstdarm Kaliber 28/32 – abfüllen; auf die gewünschte Länge abdrehen.

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Am besten schmecken die Würste, wenn sie eine Nacht im Kühlschrank geruht haben.

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Das Bild von Anschnitt ist nicht so berauschend, aber wir haben leider kein besseres 😦

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Wie oben schon geschrieben, waren die Testesser von den Bratwürsten sehr angetan und wir waren auch damit zufrieden.

 
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Verfasst von - 19. September 2016 in Bratwürste, Wurst & Co

 

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Grobe Entenbratwurst

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Durch die Gewürze (…Zimt, Kardamom, Macis…) passt diese Wurst hervorragend in die Weihnachtszeit, was aber nicht heißen soll, dass man sie im restlichen Jahr nicht essen kann.
Eine super zarte und super saftige Bratwurst!

Zutaten

Fleisch:

  • 78% Entenfleisch, reines Muskelfleisch, ohne Fett, Haut
  • 22% Schweine-Rückenspeck

Gewürze je kg Fleisch:

  • 7 g Speisesalz; wir Meersalz
  • 7 g Pökelsalz
  • 3,6 g Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 g Traubenzucker
  • 0,6 g Zimt, gemahlen
  • 0,4 g Kardamom-Samen
  • 0,3 g Macis
  • 0,5 g Majoran

Zubereitung:

Fleisch und Speck durch den Fleischwolf drehen (3 mm-Scheibe).

Kardamom-Samen, Macis und Majoran zusammen mit etwas Salz in den Mörser geben und fein mörsern.

Wir verwenden, wann immer möglich, Gewürze im „Ganzen“ und mahlen/mörsern sie bei Bedarf.
Gemahlene Gewürze verlieren viel schneller an Geschmack.
Die Ausnahme bildet derzeit bei uns der Zimt. Gerade in der Weihnachtszeit benötigen wir viel gemahlenen Zimt, deshalb haben wir hier fertig gemahlenen gekauft. Spätestens bis Weihnachten ist dieser aber verbraucht.

Die Gewürze zum Fleisch geben und gründlich vermischen/kneten.

Das Brät in Därme abfüllen.
Wir verwenden Schweinedarm Kaliber 28/30.

Tipp: Diese Bratwurstdärme gibt es im Handel meist nur in größeren Gebinden (91 m). Wer nicht so viel braucht sollte einfach mal beim Metzger seines Vertrauens danach fragen.

Die Würste auf die gewünschte Länge abdrehen.

In einem ausreichend großen Topf Wasser (nur Wasser, ohne Salz o. ä.) auf 65 Grad erhitzen.
Die Würste ins Wasser geben und 30 Minuten bei 65 Grad ziehen lassen.

Hier ist es erforderlich, die Temperatur recht genau bei 65 Grad zu halten. Die Verwendung eines Thermometers zur Kontrolle der Temperatur ist sehr empfehlenswert!

Die Würste nach dem Brühen entweder in (eis-) kaltes Wasser geben und darin vollständig auskühlen lassen oder direkt in eine Pfanne geben und braten.

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Feine Entenbratwurst

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Schon lange hatten wir die Idee mal eine „Feine Bratwurst“ aus Entenfleisch zu machen. Nun endlich hatte sich die Gelegenheit (und vor allem die Zeit) ergeben, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Frei nach Friedrich Schiller:

„…Heute muss die Bratwurst werden!
Frisch, Gesellen, seid zur Hand!
…“

Zutaten

Fleisch:

  • 65% Entenbrustfilet *)
  • 35% Entenkeulen *)

*) Die Haut der Entenbrust wird nicht benötigt, wohl aber das Fett zwischen Haut und Fleisch;
   dto. bei den Entenkeulen!

Gewürze/Hilfsmittel je kg Fleisch:

  • 15 g Salz
  • 4 g Pfeffer
  • 0,1 g Piment, gemahlen
  • 0,25 g Kardamom, gemahlen
  • 1,5 g Traubenzucker
  • 0,15 g Thymian
  • 1 1/2 Eier, Größe „L“
  • 200 ml Sahne
  • 2 g Brätfix (Kutterhilfsmittel)
  • Bratwurstdarm, wir: Schweinedarm, Kal. 28/32, je kg Fleisch ca. 1 m

Zubereitung:

Därme gut spülen.

Das Fleisch muss gut gekühlt sein. Im Zweifel vor dem Kuttern nochmals gut durch kühlen.

Die Entenkeulen ausbeinen, Sehnen entfernen, Haut entfernen. ABER: das Fett unter der Haut zur Weiterverarbeitung von der Haut lösen.
Haut von den Entenbrustfilets entfernen; Fett von der Haut „abschälen“ und weiterverwenden.

Fleisch durch den Fleischwolf drehen (3 mm-Scheibe).

Da es der erste Versuch einer feinen Entenbratwurst war, haben wir nur eine kleine Menge (~1 kg) hergestellt. Für diese Menge lohnt der Einsatz einer Kutters nicht, deshalb haben wir unseren Mixbecher zur Herstellung der Farce verwendet.

Die weiteren Zutaten abwiegen und (portionsweise) zusammen mit dem Fleisch kuttern.

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Die Farce nochmals gut mischen und je nach Menge, mittels einer Wurstfüllmaschine oder, wie wir, wegen der geringen Menge, mittels eines „normalen“ Spritzbeutels (Einmal- oder Konditor-Spritzbeutel) in Därme abfüllen. Die Därme am Anfang und am Ende abbinden und auf die gewünschte Länge abdrehen.

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Reichlich Wasser (kein Salz im Wasser!) zum Kochen bringen, Hitze reduzieren, so dass das Wasser nicht mehr kocht und die Würste hinein geben. 5 Min. ziehen lassen.
Danach die Würste in möglichst kaltes Wasser geben; falls das Wasser warm wird ganz oder zumindest teilweise austauschen. Würste im Wasser erkalten lassen.

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Und dann >>> am besten grillen.
Wir finden: vom Grill schmecken Würstchen einfach am besten.
Allerdings, da das Wetter (mal wieder) nicht mitgespielt hat, mussten wir die Würstchen „griechisch grillen“ (Grillen ohne Kohle >> Gasgrill).

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Das nächste Mal werden wir etwas mehr Fett verwenden! Aber geschmacklich (Gewürze, Fleischzusammenstellung) bleibt das Rezept auf jeden Fall so wie es ist!

 
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Verfasst von - 4. Juni 2015 in Bratwürste, Wurst & Co

 

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