Zwetschgen-Buttermilch-Torte

comp_CR_CIMG1494Zwetschgen-Buttermilch-Torte

So, nun der dritte Streich 🙂
Wie gut uns diese Buttermilch-Creme auf Torten schmeckt, lässt sich schon alleine daran erkennen, dass wir jetzt zum dritten Mal binnen kurzer Zeit eine Torte mit ihr machen.
Angefangen hat alles mit der Erdbeer-Buttermilch-Torte (Danke nochmals, liebe Petra).
Gleich darauf dann die Aprikosen-Buttermilch-Torte.
Und nun die Kombination der Buttermilch-Creme mit unseren eingekochten Zwetschgen.

Was sollen wir sagen…auch in dieser Kombination einfach gut!

@ Petra: da hast du was angerichtet… 🙂

Zutaten für eine Torte mit 26 cm Durchmesser

Keksboden:

  • 140 g Butter
  • 25 g Puderzucker
  • 100 g Löffelbiskuits
  • 100 g Butterkekse

Buttermilch-Creme:

  • 500 ml Buttermilch
  • 200 ml Sahne
  • 100 g Puderzucker
  • 8 Blatt weiße Gelatine
  • 1 Bio-Zitrone, 4 – 5 EL Saft und Schalenabrieb von 1/2 Zitrone

Zwetschgen-Masse:

  • 750 g Zwetschgen (Konserve), wir haben die Zwetschgen einschl. dem Saft verwendet
  • 10 g Vanillezucker
  • 20 g Puderzucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 7 Blatt weiße Gelatine

Zubereitung

Keksboden:

Über den Boden der Springform (26 cm Durchmesser) ein Blatt Backpapier legen und dieses faltenfrei mittels des äußeren “Spannrahmens” einklemmen.
Für den Keksboden Butterkekse und Löffelbiskuits fein zerbröseln. Dazu Kekse und Löffelbiskuits (am besten nacheinander) in einen Gefrierbeutel (3 Liter oder größer) füllen und mit einem Nudelholz darüber rollen oder „stampfen“ bis ganz feine Brösel entstanden sind.
Die „Krümel“ in eine Schüssel geben und mit dem Puderzucker mischen.
Butter schmelzen (Mikrowelle) und über den Krümeln verteilen; alles gut durchrühren.
Nun die Keksmasse in die Springform füllen, gleichmäßig verteilen und gut andrücken (wir: Griffe vom Nudelholz entfernen und mit der flachen Seiten die Keksmasse andrücken).

Die Form für 1 bis 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Man kann auch einen Tortenring direkt auf einen Kuchenteller stellen, die Keksmasse einfüllen, festdrücken und kühlen, dann klebt aber der Keksboden an der Tortenplatte an!

Die Springform aus dem Kühlschrank holen, den Rand vorsichtig lösen; eine Tortenplatte (kopfüber) auf den Keksboden legen; umdrehen; Boden der Springform und das Backpapier entfernen.
Nun einen Tortenring fest um den Keksboden stellen.

Zitronen-Buttermilch-Creme:

8 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen (> 5 Minuten).
Buttermilch, Puderzucker, Vanillezucker, den Saft der Zitrone (waren bei uns 4 EL) und den Abrieb der halben Zitrone verrühren. Die Gelatine aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen; in ein Glas oder Becher geben und in der Mikrowelle bei 600 Watt in ca. 15 Sekunden auflösen.
Drei bis vier EL der Buttermilch in die gelöste Gelatine rühren, die Gelatine dann in die Buttermilch rühren.
Kalt stellen bis die Masse beginnt zu gelieren.

Da die Buttermilch kalt war, dauerte dies bei uns nur ca. 4 bis 5 Min.!

Die Sahne steif schlagen und vorsichtig unter die Buttermilchmasse heben.
Die Creme auf dem Tortenboden verteilen, glatt streichen.
Wieder in den Kühlschrank stellen bis die Buttermilchcreme fest geworden ist.

Zwetschgen-Masse:

7 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen (> 5 Minuten).
Zwetschgen einschl. dem Saft mit dem Zauberstab (Mixstab) o. ä. fein pürieren. Puderzucker, Vanillezucker und Zitrone zufügen und gut verrühren. Die Gelatine aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen; in ein Glas oder Becher geben und in der Mikrowelle bei 600 Watt in 8 – 10 Sekunden auflösen.
Drei bis vier EL des Zwetschgenpürees in die gelöste Gelatine rühren, dann die Gelatine in das Zwetschgenpüree rühren.
Nun das Fruchtpüree auf der Torte verteilen.

Die Torte kalt stellen, bis das Zwetschgenpüree fest geworden ist (> 3 Stunden).

Tortenring entfernen. Fertig.

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Zwetschgen – einkochen

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Der Herbst ist nun mal die Zeit, in der die Vorräte für den Winter angelegt werden, nicht nur bei Maus, Eichhörnchen und Co., nein, auch bei uns 🙂

Zutaten:

  • 5 kg Zwetschgen
  • 1,25 l Wasser
  • 1,25 kg Zucker
  • Einmachtropfen (wir: Eka-Einmachtropfen)

Zubereitung:

Twist-off-Gläser und Deckel vorbereiten und bereit stellen.

Die Zwetschgen waschen, abreiben, halbieren und entsteinen.

Wasser mit Zucker in einem großen Topf zum Kochen bringen, wenn der Zucker sich aufgelöst hat die Hitze etwas reduzieren, sodass es nur noch leicht köchelt.

So viele Zwetschgen in das Zuckerwasser geben wie in ein vorbereitetes Glas passen.

Man kann auch Zwetschgen für zwei Gläser auf einmal kochen, aber nicht mehr, denn entweder werden die in die Gläser eingefüllten Zwetschgen in der Zwischenzeit (bis zum Verschließen) zu kalt oder, füllt man jeweils ein Glas und verschließt es gleich, werden die im Wasser verbliebenen Zwetschgen zu weich.

Zwetschgen 3 Minuten im Zuckerwasser simmern lassen, in das Glas füllen. Mit Zuckerwasser das Glas bis knapp unter den Rand auffüllen. 2 Einmachtropfen auf die Innenseite des Deckels geben, anzünden und sofort das Glas mit dem brennenden Deckel verschließen.

Durch die Verbrennung wird restlicher Sauerstoff im Glas verbrannt und das Einmachgut kann nicht verderben.

Restliche Zwetschgen auf die gleiche Weise verarbeiten.

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Zwetschgenmarmelade

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Dies ist ein Rezept, nach dem schon seit „ewigen Zeiten“ Zwetschgenmarmelade in unserer Familie gekocht wird. Es kommt mit sehr wenig Zucker aus, da man durch das lange kochen den Wassergehalt stark reduziert und somit eine haltbare Marmelade erhält.
Am besten verwendet man für dieses Rezept die sehr späten Zwetschgen mit hohem Zuckergehalt.

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Zwetschgen in Brandy

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Warum immer nur „Zwetschgen in Armagnac“? Warum nicht mal in einem „einfachen“ Weinbrand/Brandy?

Schließlich ist „Armagnac“ auch nichts anderes als ein Weinbrand, nur eben aus einem bestimmten Anbaugebiet in Frankreich – der Gascogne. Die Franzosen verstehen es, ihre Artikel gut zu vermarkten. Aber nur weil es einen „geschützten“ Namen hat, muss es ja nicht zwangsläufig besser sein.

Ein anderes Beispiel für diesen „geschützten Namen“ ist der Cognac – auch „nur“ ein Weinbrand, aber wieder aus einem bestimmten Anbaugebiet…und eben wieder geschützt.

Egal, wir bevorzugen sowieso den spanischen Brandy.

Zutaten:

  • 1.250 g Zwetschgen; alternativ Pflaumen
  • 250 g Kandis
  • 2 Gewürznelken
  • 1 Sternanis
  • 1 Zimtstange (8 cm)
  • ca. 500 ml Brandy/Weinbrand; wir: spanischen Brandy

Zubereitung:

Zwetschgen waschen, den weißen/hellen Belag mit einem Tuch abreiben/abwischen, entsteinen und halbieren.

In einem Glas/Gefäß nun abwechselnd Zwetschgen und Kandis schichten; die Gewürze ebenfalls dazwischen verteilen.

Mit Brandy/Weinbrand so weit auffüllen, dass alle Zwetschgen bedeckt sind.

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Glas verschließen und an einem kühlen, dunklen Ort mind. 10 Wochen „reifen“ lassen.

Schmeckt pur, zu Eis, zu Pudding oder man kocht z. B. mal zwei oder drei davon bei einem Wildbraten (Wildschwein, Hirsch) in der Sauce mit.

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…und mittlerweile haben wir diese super leckeren Zwetschgen nicht nur verschenkt, wir haben auch ein paar für uns „gerettet“ und auch verkostet

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Eines ist sicher: bald ist das große Gefäß, in dem die Zwetschgen eingelegt sind, wieder leer und frei für andere Verwendungen 🙂

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Zwetschgen-Knödel

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Als Kind habe ich mit meinen Eltern öfters in Österreich „Urlaub auf dem Bauernhof“ gemacht.

Immer auf dem gleichen Bauernhof. Das lag zum einen daran, dass die Landwirtsfamilie einen Sohn in meinem Alter hatte, mit dem ich mich sehr gut verstanden habe und wir den ganzen Tag „etwas zu tun hatten“ – heute würde man sagen „Blödsinn im Kopf hatten“ 🙂
zum anderen lag es daran, dass dadurch meine Eltern auch, mehr oder weniger, Urlaub vor mir hatten, also den ganzen Tag zur ihrer freien Verfügung hatten.

Kleine Geschichte am Rande: es fing jeden Morgen gegen 6.30 Uhr damit an, dass der Sohn des Hofes auf der Kuhweide unter meinem Zimmer stand und mit mehr oder weniger kleinen Steinchen versuchte die Fensterscheiben meines Zimmers zu treffen. Wenn ich dann aus dem Fenster schaute, kam jeden Morgen ein vertrautes „kommschst obi“ von unten…

Ich habe dann auch oft bei der Landwirtsfamilie mit am Tisch gesessen und mit gegessen. Dort habe ich das erste Mal diese Zwetschgen-Knödel gegessen. Sie haben mir so gut geschmeckt, dass ich meiner Mutter keine Ruhe gelassen habe, bis sie sich das Rezept hat geben lassen.

Zutaten für 10 Klöße:

  • Kloßteig für gekochte Klöße >> Rezept siehe Klöße aus gekochten Kartoffeln II
  • 750 g Zwetschgen
  • 10 Stück Würfelzucker
  • 2 – 3 EL Zucker
  • 3 EL Butter
  • 3 EL Paniermehl/Semmelbrösel

Zubereitung:

Kloßteig – siehe Rezept  Klöße aus gekochten Kartoffeln II

Zwetschgen waschen, den weißen Belag mit einen Geschirrtuch o. ä. gründlich abreiben; entsteinen.

In 10 Zwetschgen je ein Stück Würfelzucker geben und zusammenklappen.
Den Kloßteig in 10 gleichgroße Portionen teilen. Aus jeder Portion einen Kloß formen, dazu den Kloßteig auf die Handfläche legen, mit der anderen Hand flach drücken (etwa so groß wie eine Unterttasse), jeweils eine Zwetschge in die Mitte geben und den Teig darüber wieder zusammen drücken. Darauf achten, dass der Teig fest um die Zwetschge anliegt und die „Nahtstelle“ des Teiges gut verschlossen ist.

Die Klöße in reichlich kochendes Salzwasser geben, Hitze reduzieren, so dass das Wasser nur noch leicht siedet; 20 Min. ziehen lassen.

In der Zwischenzeit aus den restlichen Zwetschgen zusammen mit 2 – 3 EL Zucker (und nach Belieben auch Zimt und/oder gemahlene Nelken) einen Kompott kochen.

Butter in einer Pfanne erhitzen, Paniermehl/Semmelbrösel zufügen und bei mittlerer Hitze goldbraun rösten; dabei öfter umrühren.

Die Klöße zusammen mit dem Kompott und den gerösteten Semmelbröseln servieren.

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Die oben angegebene Menge ist als Hauptspeise gedacht. Man kann die Zwetschgen-Knödel auch als Dessert servieren, dann die Menge entspr. reduzieren.