Keimgerät (für Sprossen)

Man kann Sprossen mit div. Hilfsgeräten selbst zum Keimen bringen.
Die einfachste und kostengünstigste Methode ist ein normales Einmachglas zu verwenden.
Dazu wird die Öffnung mit einem Stück Gaze oder Fliegengitter (für Fenster…) bedecken und dieses unter dem Rand mit einem Einmachgummi o.ä. befestigen.

Es empfiehlt sich aber, vorher den Samen hinein zu geben 🙂

Man kann sich im Fachhandel aber auch ein „Keimgerät“ kaufen.
Diese gibt es aus Ton oder Acryl. Wir haben uns, wegen der leichteren Pflege, für die Acryl-Variante entschieden.

Generell wird der Samen erst für einige Stunden in Wasser eingeweicht. Die Dauer ist abhängig von der Samensorte.

Egal, ob Einmachglas oder Keimgerät, die Samen müssen – bei normalen klimatischen Verhältnissen – morgens und abends jeweils einmal „gespült werden.
Bei großes Hitze empfiehlt es sich diesen Vorgang 3 bis 4 mal täglich durchzuführen.

Beim Einmachglas: dieses mit Wasser füllen, „schwenken“ und wieder abgießen.
Wichtig ist, dass das Einmachglas so gestellt wird (schräg auf den Kopf“), dass überschüssiges Wasser abfließen kann. Es darf aber nicht die Öffnung „verschlossen“ werden. Luft muss zirkulieren können!

Beim Keimgerät: die oberste Schale mit Wasser füllen; durch die kleine Öffnung (im oberen Bild der weiße Knopf am linken Rand) wird mittels Kapilarwirkung das Wasser langsam in die darunter stehende Schale geleitet. Da jede Eben/Schale eine solche Öffnung hat, wird das Wasser durch alle Ebenen ins untere Sammelbecken geleitet. Dieses Sammelbecken kann, wenn das gesamte Wasser alle Ebenen/Schalen passiert hat (~1 Stunde), entleert werden.

Gärkorb

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Hier gehen die Meinungen etwas auseinander, ob man nun unbedingt Gärkörbe zum Brot backen braucht oder nicht.

Gärkörbe dienen der Stützung des weichen Brotteiges während der Stückgare (geformtes Brot soll „aufgehen“). Ohne „Halt“ würden viele Teige während dieser Zeit „breit laufen“ (flach und breit werden). Außerdem bekommen viele Brote ihr „Muster“ durch den Gärkorb

Durch den Gärkorb wird der Teig „in Form gehalten“ und kann nur nach oben „aufgehen“.

Am Anfang reicht sicher auch eine halbrunde Schüssel o. ä., die man mit einem Tuch auskleidet.

ACHTUNG: zum Auslegen der Schüssel kein Baumwolltuch verwenden! Nur Leinentücher verwenden!
Der Unterschied: wenn Baumwolle feucht wird, richten sich die Fasern der Baumwolle auf („sie stehen ab“). Diese abstehenden Fasern können sich mit dem Brotteig verbinden. Zum einen hat man diese Fasern dann später im Brot und zum anderen geht der Teigling schlechter aus der Form.
Bei Leinen hingegen legen sich feucht werdende Fasern an; also genau das gegenteilige Verhalten wie bei Baumwolle!

Back man aber häufiger Brot, lohnt die Anschaffung von Gärkörben.
Wir glauben, dass die Feuchtigkeitsregulation während der Stückgare in einem Gärkorb besser funktioniert als in einer Schüssel die keine Feuchtigkeit absorbiert.

Gärkörbe gibt es in vielen Größen, Formen und Materialien.

Wir verwenden Gärkörbe aus Holzschliff und aus Peddigrohr.

Peddigrohr-Gärkörbe sind seitlich „steiler“ und Brote werden so etwas höher.

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Gärkörbe aus Holzschliff sind an den Seiten „flacher“. Sie gibt es, was die Muster angeht, in vielen Ausprägungen.

Rillenmuster:

comp_CR_IMG_2802_Gärkorb

Waffelmuster:

comp_CR_IMG_2800_Gärkorb

(Glatte Holzschliff-Gärkörbe sind im obersten Bild ganz links abgebildet)

Hier noch einige Beispiele, wie sich die unterschiedlichen Formen und Muster später darstellen.

Peddigrohr:

comp_CR_IMG_3104_1_Spessart_Bauernbrot

comp_CR_CIMG7770_Zwillingsbrot

Holzschliff glatt, ohne Muster:

comp_CR_CIMG9065_Kasseler_Brotdoc

Holzschliff, Waffelmuster:

comp_CR_CIMG3086_Bauernkruste_Ketex

Holzschliff mit Rillenmuster; hier ist das Rillenmuster nicht so stark ausgeprägt wie bei Peddigrohr:

comp_100_5874_Chaosbrot