Limoncello – Nachschub

Nachdem wir vor einigen Wochen erstmals Limoncello aus eigenen Zitronen hergestellt haben und der Erfolg/das Geschmackserlebnis überwältigend war (klingt besser als „der Likör nach wenigen Tage getrunken war“), musste wir natürlich für Nachschub sorgen. Problem: wir haben nur zwei Zitronenbäumchen und meist reifen die Zitronen „nach und nach“, zum Ansetzten von Limoncello benötigt man sie aber „auf einen Schlag“.
Was tun? Natürlich sollten es „gute“, aromatische Zitronen sein…klar, Amalfi-Zitronen! Ja, es war Ende September, also nicht sie optimale Zeit um Amalfi-Zitronen zu kaufen, aber bis nächstes Jahr März/April wollten wir auch nicht warten.
Glücklicherweise ist das „Frische Zentrum Frankfurt“ (früher „Obst- und Gemüsegroßmarkt“) nicht weit von uns entfernt 🙂
Aber auch da war es nicht einfach eine Kiste Amalfi-Zitronen zu bekommen. Beim dritten Versuch/Besuch hat es dann geklappt. Eine Kiste mit fünf Kilo Amalfi-Zitronen.

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Die Menge des letzten Versuches haben wir vervielfacht, das Rezept leicht abgewandelt, wir haben die Zuckermenge um 8 bis 10% reduziert.

Zutaten:

  • 32 Zitronen, unbedingt Bio-Ware verwenden; wir: Amalfi-Zitronen,
  • 3.350 ml Weingeist 96%
  • 4.715 ml Wasser
  • 1.960 g Zucker

Zubereitung:

Die Schale der Zitronen sehr dünn abschälen. Von den 32 Zitronen haben wir rund 400 g Zitronenschale erhalten.

Normalerweise darf nichts von „dem Weißen“ („Albedo“) an den Schalen bleiben, bei Amalfi-Zitronen ist das nicht ganz so wichtig, da bei diesen das Albedo nicht bitter ist.

Die Schalen in ein verschließbares Gefäß geben und mit dem Weingeist übergießen.
Für 3 Wochen dunkel stellen.

Nach dieser Zeit abseihen.

Aus 2 l Wasser und dem gesamten Zucker einen leichten Sirup kochen, abkühlen lassen.
Die restlichen 2.715 ml Wasser abkochen und ebenfalls abkühlen lassen.

Das abgekühlte Wasser langsam – in dünnem Strahl – in den Weingeist gießen, anschl. den Sirup ebenso zu dem Weingeist geben.

Diesmal haben wir den Limoncello in einem 10-Liter-Fass „angerührt“.

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Bei der Zubereitung wie hier im Rezept angegeben, hat der Limoncello ca. 34% Alkohol.

In Flaschen abfüllen.

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Eiskalt in gekühlten Gläsern servieren.

Im ersten Post zu Limoncello haben wir geschrieben:

„Der Limoncello schmeckt soooo g***, der wird sicher nicht alt.“

Wir haben recht behalten!
Der neue Limoncello wird dafür hoffentlich bis nächstes Jahr März/April reichen – bis es dann wieder vollreife Amalfi-Zitronen im Handel gibt.

Ach ja, aus den „Resten“, also den Zitronen ohne Schale, haben wir folgendes gemacht:

Buttermilch-Zitronen-Eis

Zitronentarte mit Baiser

Zitronen-Rosmarin-Hähnchen

Zitronenmarmelade und daraus wiederum

Zitronen-Wickeltorte

Limoncello

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Unsere 2 Zitronenbäumchen haben uns auf einen Schlag mit reichlich Zitronen beschenkt. So entschlossen wir uns zu einem Ansatz von Limoncello wie auf der Seite portanapoli.de sehr schön beschrieben. Da wir hierfür nur die Schalen der Zitronen benötigten, haben wir aus dem Fruchtfleisch noch eine leckere Zitronenmarmelade gekocht.

Zutaten:

  • 6 Zitronen; wir: eigene Ernte, ansonsten unbedingt Bio-Ware verwenden
  • 635 ml Weingeist 96%
  • 875 ml Wasser
  • 400 g Zucker

Zubereitung:

Die gelbe Schale der Zitronen sehr dünn abschälen, es darf nichts von der weißen Schicht darunter („Albedo“) an den Schalen bleiben. Die Schalen in ein verschließbares Gefäß geben und mit dem Weingeist übergießen

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und für 3 Wochen dunkel stellen.

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Der Weingeist mit den Zitronenschalen ist nach der 3-wöchigen „Reife“ noch durchsichtig.
Das „Trübe“ entsteht erst wenn man das abgekochte Wasser zufügt.

Anschließend abseihen.

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Erstaunlich fanden wir, dass die Schalen das Meiste der Farbe abgegeben hatten und vor allem, dass sie richtig „knackig“ – wie Chips – waren.

Aus 400 ml Wasser und dem Zucker einen leichten Sirup kochen, Abkühlen lassen.
Die restlichen 475 ml Wasser abkochen und ebenfalls abkühlen lassen.

Das abgekühlte Wasser langsam – in dünnem Strahl – in den Weingeist gießen, anschl. den Sirup ebenso zu dem Weingeist geben.

Man kann natürlich auch das gesamte Wasser mit dem Zucker zu einem Sirup kochen, gibt man aber einen Teil „pures“ Wasser dazu, erhält man mehr Trübung im Limoncello!

Bei der Zubereitung wie hier im Rezept angegeben, hat der Limoncello ca. 35% Alkohol.

In Flaschen abfüllen.

Eiskalt in gekühlten Gläsern servieren.

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Der Limoncello schmeckt soooo g***, der wird sicher nicht alt.
Erste Konsequenz aus diesem Versuch: wir haben uns ein weiteres Zitronenbäumchen gekauft 🙂

Rhabarber-Vanille-Likör II

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Wir haben als letzte „Amtshandlung“, bevor die Rhabarbersaison endet ca. 1,5 kg davon geerntet um daraus leckere Liköre herzustellen.
Die erste Version steht noch in Keller und muss reifen. Mehr dazu sobald er abgefüllt ist.

Hier die zweite Version des Rhabarber-Vanille-Likörs, die wir auf der Seite daskochrezept.de gefunden haben.

Zutaten für ein Glas mit 2 l Inhalt:

  • 300 g Kandis, weiß
  • 500 g Kandis, braun
  • 3 Vanilleschote
  • 700 g Rhabarber
  • 800 ml Wodka (im Original-Rezept 2250 g, bei uns ging in das Glas aber partout nicht mehr rein)

Zubereitung:

Rhabarber waschen, putzen und in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.
Vanilleschote halbieren und in 3 – 4 cm Stücke schneiden.
Kandis in das Glas geben, Rhabarberstücke und Vanilleschote zufügen. Mit Wodka auffüllen.

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Das Glas verschließen und an einem warmen Ort (wir: in der Küche) solange stehen lassen, bis sich der Kandis aufgelöst hat. Während dieser Zeit das Glas einmal täglich kräftig schütteln.

Den Rhabarber über ein Sieb abgießen, den Likör auffangen und nochmals durch ein feines Tuch filtern.

Bei uns ergab das 1,5 l Likör.

In Flaschen abfüllen und reifen lassen.

Bei der ersten, vorläufigen Verkostung beim Filtern/Abfüllen schmeckte man sehr deutlich den Rhabarber, das Vanillearoma dürfte für unseren Geschmack etwas „dezenter“ sein. Sollte sich dies nicht während des weiteren Reifens ändern, werden wir beim nächsten Mal nur noch 2 Vanilleschoten verwenden.

Heiße Schokolade nach Jamie Oliver

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Gefunden bei foolforfood.de und leicht abgewandelt, hier unsere Version.

Im Original werden 2 EL Stärke verwendet, sobald die Schokolade etwas abkühlt wird sie doch etwas zu puddingähnlich, weshalb wir die Stärkemenge reduziert haben.

Zutaten:

  • 2 EL Horlicks (weißes Malzgetränkepulver)
  • 1 EL Kartoffelmehl
  • 3 EL Puderzucker
  • 4 EL Backkakao
  • 100 g Zartbitterschokolade
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

Zartbitterschokolade fein reiben.

Alle Zutaten in ein Glas geben, Deckel zu schrauben und gut schütteln.

Um die Schokolade zuzubereiten, 1 Liter Milch erhitzen, 5 schwach gehäufte EL der Mischung mit einem Schneebesen einrühren und kurz aufkochen.

Auf Becher/Tassen/Gläser verteilen und genießen 🙂

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