Gefüllte Zucchini-Tortillas

Nicht wundern (nur staunen 🙂 ), dass hier die Mengen- und Größenangaben/-beschreibungen nicht mit den Bildern übereinstimmen!
Im Originalrezept von „Essen&Trinken“ werden die Zucchini-Tortillas in einer Größe vom 12 cm gebacken. Bei dieser Größe passen aber die Zutaten nicht in die Tortillas!
Deshalb haben wir hier die Mengen- und Größenangaben so angepasst, „damit es passt“ 🙂
Aber abgesehen von der „Unpässlichkeit“, waren die Tortillas sehr lecker!

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Burritos

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Nach längerer Zeit gelüstete es uns mal wieder nach etwas aus der „Tex-Mex-Ecke“.
Es mussten also mal wieder ein paar  Burritos *) gemacht werden.

*) siehe dazu separaten Post „Tortilla, Burrito, Fajita und Co. – Was ist was?“

Zutaten für 6 Wraps:

  • 6 Weizentortillas, Fertigprodukt
  • 250 g Rinderhackfleisch
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel, mittelgroß
  • 2 Knoblauchzehen
  • 400 g gehackte Tomaten (Dose)
  • 400 g Mais (Dose)
  • 255 g Kidneybohnen (Dose)
  • 2 EL Tomatenmark
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Paprikapulver, edelsüß
  • Cumin (Kreuzkümmel), gemahlen
  • Chili, nach Belieben
  • einige Blätter Eissalat
  • 2 – 3 Tomaten
  • 1 EL Butter

Zubereitung:

Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.

Olivenöl in einem Topf erhitzen.

Tomaten in dünne Scheiben schneiden.

Das Rinderhackfleisch bei großer Hitze krümelig anbraten.

In den letzten 2 – 3 Minuten Zwiebel und Knoblauch zufügen.

Die gehackten Tomaten in den Topf geben.

Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Cumin und Chili würzen.

Die Flüssigkeit vom Mais abgießen; den Mais in die Tomatensauce geben.

Bei mittlerer Hitze kochen bis fast keine Flüssigkeit mehr im Topf ist – dabei öfter umrühren. Wir haben immer mal wieder einen Schuss Wasser dazu gegeben. Insgesamt hat es bei uns ca. 15 Min. gekocht.

Etwa 5 Min. vor Ende der Kochzeit die Kidneybohnen unter fließendem Wasser abwaschen und in den Topf geben.

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Die Butter schmelzen, nacheinander die Tortillas dünn mit der Butter bestreichen und für 45 Sekunden bei 1000 Watt in der Mikrowelle erhitzen. Alternativ kann man die Tortillas auch bei großer Hitze kurz in einer Pfanne erhitzen.

Wer mag, kann die Tortillas als erstes mit etwas saurer Sahne oder Schmand bestreichen, haben wir nicht gemacht.
Etwas Salat auf die Tortillas geben; darauf einige Tomatenscheiben verteilen. Als Letztes von der Hackfleisch-Gemüsemasse darauf geben.

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Die beiden Seiten der Tortilla etwas einschlagen und die untere Hälfte über die obere schlagen.

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Oder aber die Burritos „aufrollen“ – dazu sollte man den Salat aber in Streifen schneiden und nicht zu viel „Füllung“ hinein geben:

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Tortilla, Burrito, Fajita und Co. – Was ist was?

Ich weiß nicht, wie es euch geht, bei uns ist es so, man hört Burrito, Enchilada, Tortilla usw. und weiß doch nicht genau was ist was.

Versuchen wir mal Licht in das Dunkel zu bringen…

Tortilla:

  1. das Wort „Tortilla“ stammt zum einen aus der Sprache der Azteken und bedeutet soviel wie „Fladenbrot“ bzw. „Brotfladen“
  2. zum anderen gibt es das Wort „Tortilla“ aber auch im Spanischen; dort bedeutet es „(spanisches) Omelett“; Im Gegensatz zu einem „normalen Omelett“ wird das „spanische Omelett“ neben Eiern immer auch mit Kartoffeln und Zwiebeln zubereitet. Siehe Tortilla de patatas.

Hier geht es aber nicht um das „spanische Omelett“, sondern um das „mexikanische Fladenbrot“.

Von diesen Tortillas gibt es zwei Arten:

  • Maistortillas (Tortillas de Maiz), verbreitet in Mittel- und Südmexiko sowie in den ländlichen Gegenden Nordmexikos; die Herstellung dieser Maistortillas ist sehr aufwändig. Bei uns bekannt „vom Mexikaner“, hauptsächlich aber von „Knabberartikeln“ wie Nachos, Tortilla-Chips usw.
  • Weizentortillas (Tortillas de Harine), diese sind in den USA und in dicht besiedelten Gebieten Nordmexikos verbreitet; Weizentortillas sind nicht knusprig, sie sind weich und biegsam.

Was macht man mit diesen Tortillas?

Burritos: aus Weizentortillas; teils dünn mit saurer Sahne bestrichen, belegt mit Hackfleisch, Bohnen, Salat, Tomaten, Avocado; eine Seite der Tortilla wird eingeschlagen, dann wird  sie aufgerollt oder gefaltet; der Burrito wird immer fertig belegt und aufgerollt/gefaltet serviert!

Fajitas: eigentlich genau das gleiche wie „Burritos“, ABER: die einzelnen „Bestandteile“ werden „lose“ serviert und man belegt sich seine Fajita selbst!

Chimichangas: ist im Prinzip ein Burrito, wir aber immer frittiert!

Enchiladas: im Gegensatz zum Burrito wird bei der Enchilada als Basis eine Maistortilla verwendet! Ansonsten wie Burritos.

Quesadillas: Tortilla mit Käse; in die Mitte einer Tortilla kommt Käse, die Tortilla wir zusammengeklappt und gebraten oder frittiert.

Tacos oder auch Taco-Shells: Ist eine zu einem „U“ gebogene Tortilla; es gibt sie sowohl aus Mais- wie auch aus Weizentortillas; Sie wird meist mit Fleisch und Gemüse, teils aber auch mit Fisch und Meeresfrüchten gefüllt.

Flautas: ähnlich den Burritos, ABER nur dünn belegt, beide Seiten offen, zu einer dünnen Rolle (Flautas = Flöte) zusammengerollt, kurz in der Pfanne gebraten.

Chalupas: aus Weizentortillas; wird von beiden Seiten braun gebraten, zusammengefaltet, die beiden Enden fest zusammen gedrückt und die Mitte wieder auseinander gezogen, so dass ein „Boot“ entsteht. Ich weiß, schwer verständlich…versuchen wir es so. wenn die Tortilla eine Uhr wäre, faltet man sie so zusammen, dass 6 Uhr auf 12 Uhr liegt; die Ecken (2 bis 4 Uhr und 8 bis 10 Uhr) fest zusammendrücken und dann 6 Uhr und 12 Uhr wieder auseinander ziehen 🙂

Tamales: hierbei wird der (rohe) Maismehlteig (Grundteig der Maistortillas) nach Belieben mit Fleisch. Käse und oder Gemüse gefüllt, dieser Teig wird dann in Mais- oder Bananenblätter eingewickelt und über Wasserdampf gegart.

Wraps: der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet (ein-)gewickelt/eingehüllt; der Wrap entspricht etwa dem Burrito, ABER als Hülle kann man jeden beliebigen „Mantel“ verwenden, also nicht nur Tortillas, sondern auch Crêpes, Omelett, Pfannkuchen…

Diese Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Wer weitere Varianten kennt, darf sie uns gerne (bitte mit genauer Beschreibung!) mitteilen, wir werden die Auflistung dann ergänzen.

Zucchini-Kartoffel-Tortillas

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Ein schönes leichtes Sommergericht, bestens geeignet für die heißen Tage – wir hatten an dem Tag 35° C.

Zutaten:

  • 450 g Zucchini; wir haben 1/2 und 1/2 gelbe und grüne Zucchini verwendet – wegen der Optik
  • 750 g Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 125 ml Olivenöl, ca.
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 7 Eier

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, in ca. 8 mm dicke Scheiben schneiden; anschl. in ca. 8 mm breite Streifen/Stifte schneiden.
Zucchini waschen, Stiel und Blütenansatz abschneiden und, wie die Kartoffeln, in 8×8 mm breite Stifte schneiden.
Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen; bei großer Hitze die Kartoffelstifte unter häufigem Wenden hellbraun anbraten. Die Kartoffeln müssen schon fast gar sein. Aus der Pfanne nehmen und in eine hitzebeständige Schüssel geben (kein Plastik).
Evlt. etwas Öl in die Pfanne geben und die Zucchinistifte etwa 3-4 Min. andünsten. Aus der Pfanne nehmen und zu den Kartoffeln geben.
Falls erforderlich, etwas Öl nachgießen. Die Zwiebel zusammen mit dem Knoblauch glasig dünsten.

In der Zwischenzeit die Eier aufschlagen, mit Salz und Pfeffer würzen und verquirlen.

Zwiebel und Knoblauch aus der Pfanne nehmen und zu den Kartoffeln/Zucchini in die Schüssel geben. Mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.
Wer mag, kann auch Kräuter zugeben! Z. B. Schnittlauch, Basilikum, Oregano, Petersilie…

Die verquirlten Eier in die Schüssel zu den Kartoffeln/Zucchini geben und vorsichtig unterheben/mischen.

Wir haben diese Menge anschl in zwei Pfannen gebacken!

Pfanne(n) erhitzen – mittlere Hitze, nicht zu heiß!
Etwas (wirklich nur wenig!) Öl in die Pfanne(n) geben und die Kartoffel-Zucchini-Masse einfüllen.
Die Eier sollten nicht „braten“, nur „stocken“.

Die erste Seite ca. 10 Min. backen. Teller passender Größe darauf legen und mitsamt der Pfanne schnell drehen.
Verwendet man zum Braten zu viel Öl, ist die Gefahr groß, das dieses einem jetzt über Finger und Arme läuft!
Nochmals etwas Öl in die Pfanne geben und die Tortilla vom Teller vorsichtig in die Pfanne gleiten lassen.
Von der zweiten Seite ca. 6-7 Min. backen.

Für das Bild oben habe ich die Tortilla nach dem Backen nochmals gewendet, weil dummerweise die „schönere“ Seite am Ende des Backens unten ist.

Tortilla de patatas

Ich habe mich hier bewußt für den spanischen Namen des Gerichts entschieden, denn auf deutsch würde es Kartoffel-Omelett heißen…und dass wäre meiner Meinung nach falsch!

Denn ein Omelett wird nur von einer Seite gebacken und nie gewendet und von der zweiten Seite gebacken.

Lt. Rezept soll es aber gewendet werden, also nennen wir es „Tortilla“, denn da weiß ich nicht, ob die ein- oder beidseitig gebacken werden 🙂

Da meine Frau und ich uns auch nicht einigen konnten, hat sie ein Tortilla des Patatas bekommen:

und ich ein Kartoffel-Omelett – Bild siehe oben.

Die Zubereitung ist recht einfach, dauert aber ca. 30 Min.

Zutaten:

  • 700 g Kartoffeln
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 6 Eier
  • Tomate und Petersilie (wer mag)
  • Salz

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und in ca. 2 mm dicke Scheiben schneiden – geht am besten auf dem Hobel.
Einen guten Schuss Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffeln bei großer Hitze ca. 15 Min. braten.

In der Zwischenzeit die Zwiebel fein würfeln; zu den Kartoffeln geben und ca. 4-5 MIn. mit braten. Pfanne vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen

Die Eier und Salz verquirlen und die Kartoffeln untermischen.

In einer zweiten Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und jeweils ca. 1/4 der Kartoffel-Ei-Masse in die Pfanne geben. Die Kartoffeln mit einer Gabel verteilen; bei mittlerer Hitze backen.

Und unbedingt beachten:
einseitig so lange backen, bis die Oberfläche fest, aber noch glänzend ist = Omelett
beidseitig goldbraun backen = Tortilla 😉 😉

Hühnchen-Enchiladas

Zur Abwechslung mal was aus der Tex-Mex-Küche.

Zutaten:

  • 600 g Hähnchenbrustfilet
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 1 rote Paprika
  • 1/2 grüne Paprika
  • 400 g geschälte, gehackte Tomaten (Dose)
  • 1 Dose Mais (~ 300 g Abtropfgewicht)
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 TL Chilipulver
  • 1 EL Paprikapulver
  • 1 1/2 TL Cuminpulver (Kreuzkümmel)
  • 1 Dose Kidneybohnen (~ 400 g)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 400 g Crème fraîche
  • 200 g geriebener Käse (Edamer, Emmentaler oder Gouda)
  • 10 Weizentortillas

Zubereitung:

Hähnchenbrust in ca. 1 1/2 cm große Wüfel schneiden.
Paprika waschen, halbieren, weißen Häutchen und Kerne entfernen; in ca. 1 cm große Würfel schneiden.
Mais abtropfen lassen.
Bohnen in ein Haarsieb geben und unter fließendem Wasser gut abspülen; abtropefen lassen.
Frühlingszwiebeln waschen, putzen; in Ringe schneiden.

Öl im Topf oder Pfanne erhitzen. Hähnchenfleisch darin kurz bei großer Hitze anbraten. Herausnehmen und warm stellen.

Nun Paprika und Frühlingszwiebeln kurz anbraten.
Chilipulver, Paparikapulver und Cumin dazugeben und kurz anrösten.
Tomaten, Mais und Kidneybohnen unterrühren.
Salzen, pfeffern.
Bei mittlerer Hitze ca. 15 Min. köcheln lassen; ab und zu umrühren.

In der Zwischenzeit die Weizentortillas mit je 1 EL Crème fraîche bestreichen.

Das Hähnchenfleisch unter die Sauce rühren und 2 Min mitköcheln lassen.
3-4 EL der Crème fraîche zurückhalten, den Rest unter die Sauce rühren.
Sauce abschmecken und vom Herd nehmen.

Auf jeden Weizentortilla nun 3 – 4 EL der Sauce geben

darauf 1 EL geriebenen Käse verteilen; aufrollen.

In einer gefetten Auflaufform die Tortillas nebeneinander legen.
Mit der restlichen Crème fraîche bestreichen.
Falls Sauce übrig ist, diese ebenfalls darauf verteilen.
Mit dem restlichen Käse bestreuen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Unter-/Oberhitze ca. 10-15 Min überbacken bis der Käse zerlaufen ist.