Kotelett vom Stauferico-Schwein – mariniert mit Sojasauce

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Wir hatten vor geraumer Zeit hier schon einmal darüber geschrieben, dass wir Kotelett des Stauferico-Schweines probiert hatten.
Ein lieber Leser hatte uns daraufhin angeschrieben und uns geraten das Fleisch vor dem Braten mit Sojasauce zu marinieren.
Früher wären wir da wahrscheinlich etwas skeptischer gewesen, aber da wir nun schon öfter Fleisch mit Sojasauce mariniert haben (z. B. Kräutermarinierte Rinderkoteletts – Côte à l’os) und immer von dem Geschmack angetan waren, haben wir es dieses Mal natürlich getestet.

Aber, wie schon beim ersten Mal galt: wenn wir schon mal in den Genuss eines solchen Fleisches kommen, dann wollen wir natürlich auch vornehmlich das Fleisch schmecken und nicht irgendwelche Gewürze, deshalb die absolut spartanische Zutatenliste.

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 Kotelett vom Stauferico-Schwein
  • 2 EL helle Sojasauce
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung:

Die Kotelett von beiden Seiten mit der Sojasauce einreiben und 20 bis 30 Minuten ruhen lassen.

Der Metzger hatte die äußere Fettschicht schon schön quer im Zentimeterabstand angeschnitten.

Die Pfanne erhitzen – Fett ist keines erforderlich, da beim Braten genügend aus der Speckschicht austritt.

Wichtig: die Kotelett erst „stehend“ braten, so dass der seitliche Fettrand gut gebraten wird. Darauf achten, dass der komplette Rand gebraten ist. Wir haben dazu die Kotelett mit den Fingern entsprechend gehalten. Das seitliche Braten dauerte insgesamt rund 10 Minuten.

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(Archivbild; die marinierten Koteletts waren etwas dunkler; vom Anbraten haben wir aber leider keine erneuten Bilder gemacht)

Dann die Kotelett von beiden Seiten bei größerer Hitze 3 bis 4 Minuten anbraten.
Hitze reduzieren und bei schwacher Mittelhitze fertig braten.

Die Kotelett auf Teller geben und nun erst mit wenig Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

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Unser uneingeschränktes Fazit: das nächste Mal werden sie wieder mit Sojasauce mariniert!

Kotelett vom Stauferico-Schwein

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Stauferico-Schwein??
Noch nicht gehört??
Wir bis vor wenigen Wochen auch noch nicht.
In einem Kommentar zu einem Post hat uns eine nette Leserin auf Stauferico-Schweine aufmerksam gemacht.
Klar, dass wir sie hier nicht kennen. Stauferico.-Schweine werden ausschließlich im Großraum Göppingen/Stuttgart gezüchtet, und auch (fast) ausschließlich dort vermarktet.
Nun aber einmal darauf aufmerksam gemacht, wollten wir doch mehr darüber wissen.
Das Stauferico-Schwein ist eine Kreuzung zwischen dem Iberischen Schwein (Spanisch: Cerdo Ibérico bzw. Portugieisch: Porco ibérico), einer im Freien lebenden, halbwilden, unserem Wildschwein ähnlichen, Schweinerasse und dem Deutschen Landschwein. Dabei ist der Eber immer ein Iberisches Schwein und das Mutterschwein ein Deutsches Landschwein.
Das Produkt aus dieser Kreuzung zeichnet sich dadurch aus, dass das Fleisch mit feinen „Fettadern“ durchzogen ist und kräftig/würzig, leicht nussig, schmeckt. Das Fleisch ist aber nicht nur von feinen Fettadern durchzogen, es hat auch eine „sehr ordentliche“ Speckschicht.
U. a. wird dieses Fleisch wegen seiner hohen Qualität und des guten Geschmacks auch sehr von dem Sternekoch Nelson Müller gelobt

So weit, so gut. Problem nur, dass man dieses Fleisch hier im Raum Frankfurt nicht bekommt.
Aber, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Nach längerer Suche haben wir eine Metzgerei südlich von Frankfurt aufgetan, die, auf Bestellung, Kotelett vom Stauferico-Schwein besorgen kann.
Was dann folgte könnt ihr euch ja sicher denken…

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