Holländische Fischfrikadellen

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Es gibt sicher tausende von Fischfrikadellen-Rezepten. Wir haben ja schon einige in unserem Repertoire, aber als wir dieses gesehen haben, da war klar: das müssen wir ausprobieren.
Eigentlich hätten wir erwartet, dass dies „Fischfrikadellen nach Horst Lichter“ sind. Wer sonst (außer, wie man sieht, den Holländern 🙂 ) kommt auf die Idee, da reichlich Butter mit zu verarbeiten? 🙂
Aber, man kann nicht sagen, dass die Frikadellen schlecht schmecken würden…

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Spitzkohlrouladen mit Fischfüllung

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Für den letzten Spitzkohl aus dem eigenen Garten in diesem Jahr mussten wir uns ja etwas besonderes einfallen lassen.
Wir fanden, dass dies hier durchaus geglückt ist.
Wir dachten zwar, dass der Kohl etwas größer wäre und hatten gehofft, auch noch eine Spitzkohl-Nudelpfanne daraus zubereiten zu können, aber dafür hat es leider nicht mehr gereicht. So müssen wir das in die nächste Gartensaison verschieben.

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Fisch-Mango-Ceviche

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Eigentlich war die Mango für einen Nachtisch gedacht… dann war da noch Fisch im Kühlschrank… Das passt doch auch wunderbar? Dann mal kurz im Netz gestöbert und hier etwas gefunden was uns neugierig gemacht hat. Fisch kalt „garen“, das mussten wir ausprobieren.

„Ceviche“ sind Fischgerichte aus Mittel- und Südamerika, bei denen der rohe, klein geschnittene Fisch mittels Zitronensäure (i. d. R. von Limetten) durch kurzes marinieren „gegart“ (Denaturierung des Fischeiweißes) wird.

Zutaten:

  • 500 g Seelachs (wir: Pollachius pollachius) *)
  • 150 ml Limettensaft
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 Mango
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Avocado
  • 2 Chilischoten, rot
  • 4 Stängel Koriander

*) genau Unterscheidung der einzelnen Fischarten, die in Deutschland unter dem Sammelbegriff „Seelachs“ angeboten werden siehe >> hier <<.

Zubereitung:

Den Seelachs von evtl noch vorhanden Gräten befreien und in feine Würfel schneiden. Fischwürfel mit dem Limettensaft (1 EL vom Saft zurückbehalten), 2 EL Öl, Salz und Pfeffer in einer flachen Schale mischen und abgedeckt für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Mango von Stein scheiden, schälen und fein würfeln. Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Avocado halbieren, den Kern herauslösen, aus der Schale heben und ebenfalls fein würfeln. Chilischoten halbieren, die Kerne entfernen (wer es etwas peppiger mag, kann auch die Kerne dabei lassen) und fein hacken.

Mango, Avocado, Frühlingszwiebeln und Chili in eine Schüssel geben. Korianderblätter zerrupfen. Mit Salz, Pfeffer, restlichem Limettensaft und Olivenöl würzen und abschmecken.

Angerichtet haben wir das ganze auf einem gemischten Salat aus Eisberg-, Lollo-, und Eichblattsalat mit einer Vinaigrette.
Einen Dessertring in die Mitte setzen, von den Mango-Avocado-Würfeln hinein geben, leicht andrücken und anschließend die Fischwürfel darauf geben. Ebenfalls leicht andrücken.

Den Dessertring entfernen…und einfach nur genießen.

Fazit: Absolut lecker; dieses Gericht oder auch ein anderes „Ceviche“ wird es bestimmt öfter bei uns geben, besonders an heißen Tagen stellen wir uns das als köstlich erfrischende Mahlzeit vor.

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Pollack (Seelachs) in Champignonsauce

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Noch ein Gericht, das wir im Urlaub gekocht haben.
…also mit nicht so vielen Möglichkeiten was Küchengeräte und Gewürze betrifft
…und schnell sollte es gehen
…und wenig Arbeit machen

Zutaten:

  • 800 g Pollackfilet („der gute Seelachs“ siehe Erläuterungen hierzu unter „Pollack – gebraten“)
  • 400 g Champignons
  • 1 kleine Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Zitronensaft
  • 1 EL Butter
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • etwa 1/2 TL Mehl
  • 1 EL Crème fraîche

Zubereitung:

Champignons putzen (abreiben, nie mit/unter Wasser waschen!), in Scheiben schneiden.

Zwiebel fein würfeln.

Gräten aus dem Fischfilet entfernen. Filet in 4 Portionen teilen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel bei milder Hitze dünsten bis sie glasig aber nicht braun sind.

Champignons dazu geben und anbraten, dazu die Hitze evtl erhöhen. Die Champignons „saugen“ die gesamte Butter auf. Kein Fett mehr zufügen, einfach weiter braten. Wenn die Champignons angebraten sind, die Brühe angießen; mit Salz und Pfeffer würzen. Die Champignons 1 bis 2 Min. köcheln lassen. Das Mehl über den Champignons verteilen (darauf achten, dass es nicht „in Klumpen“ in die Flüssigkeit fällt; wir geben es mit den Fingern so darüber als wäre es Salz) und unterrühren. Das Mehl dient nur dazu, die Sauce etwas anzudicken.

Nun die Fischstücke in die Pfanne geben, dabei nach Möglichkeit darauf achten, dass keine Champignonscheiben darunter liegen. Bei sanfter Hitze die Fischfilets etwa 3 Min. ziehen lassen, dann wenden und weitere 2 bis 3 Min. in der Sauce ziehen lassen.

Crème fraîche vorsichtig in die Sauce rühren und servieren.

Dazu passt Reis oder, wir waren ja schließlich in Frankreich, einfach Baguette.

Pollack – gebacken

Die deutsche Sprache ist teilweise verwirrend – selbst für Deutsche 🙂

In Deutschland wird im Handel „Seelachs“ angeboten. Unter diesem Oberbegriff (der inhaltlich total falsch ist!!), werden angeboten:

  1. Köhler (lat. „Pollachius virens“), dies ist der am häufigsten angebotene „Seelachs“. In aller Regel erkennt man ihn daran, dass sein Fleisch grau ist. Geschmacklich überzeugt er uns nicht. Für diesen Fisch den Namen Seelachs zu verwenden ist Blödsinn, da er zur Gattung der Dorsche und nicht der Lachse gehört!
  2. Pollack (lat. „Pollachius pollachius“), diesen findet man bei uns nur selten im Handel – leider, denn er ist unser absoluter Favorit. Auch hier ist der Name „Seelachs“ falsch, da auch er zu der Gattung der Dorsche und nicht der Lachse gehört.
  3. Alaska Seelachs oder auch pazifischer Pollack (lat. „Theragra chalcogramma“), recht bekannt als gefrorener Fisch, selten frisch zu bekommen. Und auch dieser gehört zur Gattung der Dorsche und nicht der Lachse. Geschmacklich auch nicht schlecht, aber, wie gesagt, kaum frisch zu bekommen.

Übrigens: in anderen Ländern ist man mit der Bezeichnung für diese Fische viel genauer/eindeutiger! Dort hat jeder dieser Fische seinen eigenen Namen und sie werden nicht zu einer Gruppe („Seelachs“) zusammengefasst.

Bei uns gab es gestern natürlich „Pollack“.

Zubereitung:

Beide Seiten salzen, leicht pfeffern, ein Spritzer Zitrone; leicht einreiben.

Erst in Mehl wenden („mehlieren“), überschüssiges Mehl leicht abklopfen, anschließend in verquirltem Ei wenden und bei guter Mittelhitze braten.

Das Wichtigste: nicht zu lange braten. Der Fisch sollte innen noch leicht glasig sein!! Sonst wird er trocken.