Zitronensaft konservieren

Wir setzen ja „ab und zu“ Limoncello an.
Teils von unseren eigenen Zitronen, teils auch von gekauften Amalfi-Zitronen.
Das „Problem“ dabei ist die Verwertung der Reste.
Für Limoncello benötigt man nur die Schale der Zitrone, aber bekanntermaßen bestehen Zitronen nicht nur aus Schale.
Da hat man kiloweise „nackige“ Zitronen, aber was damit machen?
Überlegt mal, gar nicht so einfach, den für fast alles, wo Zitrone in nennenswerten Mengen dran kommt, benötigt man auch die dazugehörige Schale! Aber die…
Also haben wir uns entschlossen, den Saft zu konservieren. So können wir ihn dann, wenn wir gerade keine frische Zitrone zur Hand haben, aber etwas Zitronensaft benötigt wird, aufbrauchen. Weiterlesen

Schwarze Johannisbeer-Pestil

comp_CR_CIMG3132Schwarze Johannisbeer-Pestil

Nachdem wir im Blog Himmlische Süßigkeiten von der Möglichkeit zur Herstellung von „Fruchtleder“ gelesen hatten, mussten wir das unbedingt ausprobieren.

Im Keller hatten wir noch schwarzen Johannisbeersaft, also ran an den Topf…..
(…und wir haben noch ganz viele andere Säfte im Keller…)

Zutaten:

  • 1 l schwarzer Johannisbeersaft
  • 150 g Mehl

Zubereitung:

1/4 l Saft mit dem Mehl glatt rühren. Restlichen Saft in einem Topf zum Kochen bringen, das angerührte Mehl zufügen und unter Rühren aufkochen. Vom Herd nehmen.

Zwei Backbleche mit Backtrennpapier auslegen, die Masse darauf geben und glatt streichen.

Bleche in den Ofen schieben, Umluft 50 Grad einstellen und einen Kochlöffel o.ä. zwischen die Backofentür klemmen, sodass sie einen kleinen Spalt offen bleibt.

Nach ca. 2 Std. sollte die Masse soweit getrocknet sein, dass man sie vom Backtrennpapier abziehen kann.

Die Stücke nun mit der Unterseite nach oben zurück in den Backofen legen. Eine weitere Stunde trocknen lassen.

Danach die Temperatur auf 70 Grad erhöhen, die Stücke gelegentlich wenden, sie trocknen so gleichmäßiger.

Nach einer weiteren Stunde sind die Stücke so stabil, dass man sie auf einen Rost legen kann.

Je nach gewünschter Konsistenz jetzt noch eine halbe bis 1 Stunde trocknen.

Die Stücke fest aufrollen und in 3 – 4 mm schmale „Röllchen“ schneiden.

comp_CR_CIMG3124Schwarze Johannisbeer-Pestil

comp_CR_CIMG3140Schwarze Johannisbeer-Pestil

Apfelweinkuchen

in der kinderfreundlichen Variante (oder für „Süßmäuler) kann man anstelle Apfelwein auch Apfelsaft nehmen.

Zutaten

Teig:

  • 250 g Mehl
  • 200 g Zucker
  • 125 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1/2 Pck. Backpulver

Belag:

  • 1 kg Äpfel (wir haben Boskoop verwendet)
  • 750 ml Apfelwein (oder Apfelsaft)
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 250 g Zucker (bei Zubereitung mit Apfelsaft nur 125 g Zucker verwenden!!)
  • 2 Pck. Vanillepuddingpulver
  • nach Belieben Schlagsahne

Zubereitung:

Mehl. Zucker, Butter, Ei, 1 Pck.Vanillezucker, Backpulver zu einem glatten Teig verkneten.

Springform (28 cm Durchmesser) mit dem Teig auskleiden. Der Teigrand sollte bis Oberkante Springform reichen.

Tipp: den Teigrand kann man ganz einfach gleichmäßig „hochziehen“, wenn man dafür ein „gerades“ Wasserglas verwendet. Den Teig dazu nur „grob“ an den Rand drücken und dann das Wasserglas ähnlich einem Nudelholz, in der Senkrechten verwenden.

Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen, achteln und in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden; in die Springform füllen und gleichmäßig verteilen.

Apfelwein in einen Topf geben; davon 4 EL abnehmen und in einem Becher mit dem Vanillepuddingpulver glatt rühren.

Restlichen Apfelwein mit Zucker und Vanillezucker aufkochen; aufgelöste Puddingpulver einrühren; 1x aufkochen lassen und sofort über die Äpfel gießen. Wartet man zu lange, wird die Apfelweinglasur so fest, dass sie nicht mehr fließt und somit nicht mehr in die Zwischenräume zwischen den Apfelscheiben läuft.

Bei 160 Grad Umluft ca. 90 Min. backen.

Der Kuchen ist fertig gebacken, wenn er in der Mitte anfängt zu „blubbern“. Während des Backens fängt es am Rand an, dass kleinere Bläschen hochsteigen (ähnlich siedendem Wasser). Wenn diese Blasenbildung die Mitte des Kuchens erreicht hat, ist er fertig gebacken.

Den Kuchen in der Form auskühlen lassen, möglichst über Nacht.

Ganz wichtig: richtig gut schmeckt er nur MIT SCHLAGSAHNE

Soll der Kuchen auf einer Kaffeetafel präsentiert werden, empfielt es sich, die Sahne zu schlagen und dekorativ auf dem Kuchen zu verteilen.

The next generation

Keine Sorge, ich fange jetzt hier nicht mit irgend einer Castingshow o.ä. an…

Es geht auch nicht um irgend eine neue Boygroup…

Nein, es geht schlicht und ergreifend um die „nächste Generation Apfelwein„.

Nach knapp einer Woche harter Arbeit:

  • drei Tage mit bis zu 8 Personen auf den Streuobstwiesen in und um Frankfurt Äpfel von den Bäumen geschüttelt, die restlichen, widerspenstigen (oder soll ich sagen „anhänglichen“) Äpfel mit einer langen Stange von den Bäumen „gestoppelt“ (ab geschlagen) eingesammelt, eingesackt und nach Hause gebracht
  • ein Tag zur Vorbereitung des gesamten Equipments: Fässer spülen, Gärkappen reinigen, Fässer schwefeln…
  • ein Tag keltern: Äpfel mahlen, pressen, Süßen (frisch gepresster Apfelsaft) nach Hause fahren, in die Fässer füllen
  • ein Tag um den gekelterten Süßen fertig für die Vergärung zu machen (schwefeln, Hefenährsalz und Reinzuchthefe zufügen, gut verrühren, Fässer verschließen, Gärkappen aufsetzten, Schwefelwasser einfüllen…) und natürlich das allseits „beliebte“ Aufräumen, sauber machen. weg räumen…

ist nun der nächste Jahrgang im Keller und fängt gerade an zu gären.

Dies bedeutet, dass wir jetzt die Kellertür „luft-“ bzw. „kohlensäuredicht“ abdichten müssen, ansonsten riecht spätestens morgen das gesamte Haus nach vergärendem Apfel/-saft.

Außerdem bedeutet dies, dass wir diesen Keller nun für mind. 2 Wochen nicht mehr betreten können. Die hohe Kohlensäurekonzentration nimmt einem die Luft. Der Keller ist zwar gut durchlüftet, aber es ist ein Keller und Kohlensäure ist nun man schwerer als Luft. Es ist also nicht so einfach diese aus dem Keller zu bekommen.

Nun können wir nur noch warten und hoffen, dass es ein guter „Schoppen“ (Apfelwein) wird…aber das merken wir frühestens Anfang bis Mitte Dezember, wenn der Gärprozess beendet ist.