Puten-Kräuter-Rollbraten, gegrillt

Die philosophische Frage: schmeckt Fleisch vom Vertikal-Holzkohlegrill besser als aus dem Elektrogrill?
Mag sie jeder für sich selbst beantworten, wir jedenfalls finden „JA“.
Deshalb grillen wir, wann immer es die Zeit (und das Wetter 🙂 ) zulässt, geeignete Fleischstücke auf bzw. vor Holzkohle!
So auch diese ausgelöste und mit Kräutern gefüllte Putenoberkeule.

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Spanferkelrollbraten – reloaded

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Vor mittlerweile schon fast 2 Jahren haben wir das erste Mal einen fertig gekauften Spanferkelrollbraten gegrillt, damals „aus der Not heraus“, da wir wegen Renovierungsarbeiten keine Zeit hatten, ihn selbst „zu rollen“, sprich: ihn selbst zu binden.

Na ja, was soll ich sagen, es hatte damals so gut geschmeckt, dass ich jetzt wieder mal einen gekauft habe.

Allerdings haben wir ihn dieses Mal nicht gepökelt, sondern in „im eigenen Saft“ schmoren lassen.

Ich hatte zwar die Schwarte leicht gewürzt, aber damit sie schön knusprig wird, habe ich sie beim Grillen von Zeit zu Zeit mit etwas Olivenöl eingepinselt – mit dem Erfolg, dass mit dem Öl auch die Gewürze in die Fettschale tropften.

Wichtig ist, dass man zu Beginn des Grillens große Hitze hat, damit die Schwarte gleich knusprig wird und somit den gesamten Fleischsaft „einschließt“. Ist dies geschehen, Den Rollbraten weiter von der Hitze weg hängen und langsam „schmoren“ lassen.

Ich habe den Rollbraten insgesamt 2 1/4 Stunden gegrillt.

Wir hatten, da das Fleisch ja praktisch nicht gewürzt war, sowohl Salz und Pfeffer, wie auch div. Grillsaucen zum Essen gereicht. Das Fleisch hatte einen so tollen Eigengeschmack, dass keiner Gebrauch von den Saucen/Gewürzen machte!!

Zutaten für 6 – 8 Personen:

  • Spanferkelrollbraten (Rücken mit Bauch) von ca. 2,5 kg.
  • Olivenöl

Zubereitung:

Das Fleisch außen trocken tupfen!!
Mit etwas Olivenöl einreiben.
Aufspießen und bei großer Hitze und nah an der Glut ca. 20 bis 25 Min angrillen. Danach Abstand zur Holzkohle vergrößern und diese bis auf ca. 40% abbrennen lassen.

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Je weiter die Holzkohle abgebrannt ist, desto näher kann man den Rollbraten wieder zur Glut hängen. Holzkohle nur sehr sparsam nachlegen.

Wir haben den Braten so 2 1/4 Stunden gegrillt.

Zum Aufschneiden des Fleisches möglichst ein sehr scharfes Messer mit Wellenschliff verwenden.

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Bei uns gab es dazu „gebackene Kräuterkartoffeln“ und „Spargel an Spargelsauce“.

Rollbraten vom gefüllten Schweinebauch – gegrillt

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Darauf hatte ich mich schon so lange gefreut…

…aber dann musste das Wetter komplett verrückt spielen. Der Rollbraten sollte eigentlich vom Holzkohlegrill kommen, aber bei schwül-heißen 36 Grad habe ich es mir letztendlich doch anders überlegt. So wurde unser „alter“ Backofen im Keller wieder reaktiviert (in der Küche wollte ich keine zusätzliche Hitzequelle in Betrieb nehmen).

Zutaten:

  • 1,5 kg Schweinebauch, mager, mit Schwarte
  • 2 große Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 – 3 EL Senf, mittelscharf
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 3/4 TL Kräuterbuttergewürz
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 m Schinkenkordel

Zubereitung:

Schweinebauch „putzen“: evtl. vorhandene Borsten abschaben, Knorpel/Knochen entfernen.

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Die Schwarte mit einem scharfen Messer (ich habe dafür ein Cutter-/Teppichbodenmesser, welches ich nur dafür verwende) rautenförmig einschneiden. Die Schwarte muss komplett durchschnitten sein. Das Fleisch bzw. Fett darunter sollte nicht eingeschnitten werden. Der Vorteil bei meinem Cuttermesser ist, dass ich die Schnitttiefe einstellen kann!

Den Schweinebauch wenden und aufschneiden – „Schmetterlingsschnitt“

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Wer sich das nicht zutraut, sollte das von seinem Metzger machen lassen.
Mit Salz und Pfeffer würzen; den Senf darauf geben und gleichmäßig verteilen.
Zwiebel halbieren und in dünne Scheiben schneiden, Knoblauch fein würfeln; beides gleichmäßig auf dem Fleisch verteilen; an dem Ende mit Schwarte einen 4 bis 5 cm breiten Streifen freilassen.

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Das Kräuterbuttergewürz über den Zwiebeln verteilen.

Nun von dem Ende ohne Schwarte her fest aufrollen.
Mit der Schinkenkordel mehrmals binden. Die Kordel sollte fest anliegen, aber nicht „einschneiden“.

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Die Außenseite mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Olivenöl einreiben (damit Salz und Pfeffer besser haften).
Im vorgeheizten Backofen auf dem Drehspieß nun 3 Stunden bei 175 Grad (Unter-/Oberhitze) braten.
Wer keinen Drehspieß hat, kann den Rollbraten auch auf den Backrost legen; man sollte ihn dann etwa alle 30 Min. drehen.

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Wer die Schwarte schön knusprig („krachend“) mag, kann in den letzten ca. 15 Min. der Grill zuschalten.

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Dazu passen z. B. Pommes Frites, Rohgeröstete Bratkartoffeln, Kartoffelsalat – American Style oder Sommerlicher Gemüse-Kartoffelsalat (mein Favorit)

Putenrollbraten – gegrillt

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Auch hier gilt unser Leitspruch „Besser : Selbstgemacht“. Ich kaufe keinen fertigen Rollbraten, egal ob Schwein, Pute, Kalb… Ich möchte gerne wissen, was da im Netz drinnen steckt.
Rollbratennetz gibt es in unterschiedlichen Durchmessern im Fachhandel.
Und einen ganzen Putenoberschenkel zu bekommen dürfte kein Problem darstellen.
Dann weiß man sicher. was da alles drinnen steckt.

Zutaten:

  • 1 Putenoberkeule, 1,5 kg
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Rosmarinzweig

Zubereitung:

Von der Innenseite des Putenschenkels aus den Knochen auslösen; mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen; den Rosmarinzweig hinein legen; zusammenklappen und in das Netz stecken.

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Anstelle eines Rollbratennetzes kann man natürlich den Braten auch mit Schinkenkordel zusammen binden.

Das Fleisch auf den Grillspieß stecken, mit Fleischklammern befestigen.

Von allen Seiten mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen und mit dem Öl einreiben. Ich finde, das geht am besten, wenn man sich etwas Öl in die Hand gießt und das Fleisch dann einreibt.

Den Rollbraten nun nahe an die Grillkohle hängen. Austretendes Fett auffangen und den Braten von Zeit zu Zeit damit einpinseln. Nach etwa 10 bis 15 Min., der Rollbraten sollte schon etwas Farbe angenommen haben, den Abstand zur Grillkohle vergrößern (~20 cm). In dieser Entfernung, bei mittlerer Hitze, der Braten nun etwa 70 Min. grillen. Von Zeit zu Zeit immer man wieder einpinseln. Nicht vergessen hin und wieder ein paar Grillkohlen nachzulegen.

Die letzten 10 bis 15 Min. den Braten wieder nahe an die Kohle hängen, damit er seine endgültige Farbe bekommt.

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Bei uns gab es dazu Pommes Frites und Griechischen Spitzkohlsalat.

Spanferkelrollbraten – gegrillt

Da wir zur Zeit arbeitstechnisch sehr in die Renovierungsarbeiten der Wohnung unserer Tochter eingebunden sind und somit wenig Zeit haben, habe ich etwas getan, was ich sonst  nicht tun würde: ich habe den Spanferkelrollbraten fertig gekauft…

Geschmeckt hat er trotzdem.

Zutaten

Pökellake:

  • 500 ml Wasser
  • 50 g Pökelsalz
  • 6 g Zucker
  • 1 Lorbeerblatt (möglichst ein frisches)
  • 1-2 Nelken
  • 2 Pimentkörner
  • 2 Wacholderbeeren

Alle Zutaten in einen Topf geben uns einmal kräftig aufkochen; abdecken, erkalten lassen.

Zum Pökeln des Rollbratens kann man sich entweder bei seinem Arzt eine Spritze besorgen oder eine handelsübliche Gewürz-/Pökelspitze verwenden.

Wir haben für einen Rollbraten von ca. 1,5 kg ca. 170 ml der Pökellake in den Rollbraten gespritzt (der Rest der Lake war übrig). Darauf achten, dass die Pökellake etwa gleichmäßig im Fleisch verteilt wird.

Den Rollbraten in einen Gefrierbeutel geben und für mind. 12 Stunden (besser 24) in den Kühlschrank geben.

Fleisch:

  • Spanferkelrollbraten (Rücken mit Bauch) von ca. 1,5 kg.
  • Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung:

Das gepökelt Fleisch außen trocken tupfen und pfeffern; nicht salzen!!
Mit etwas Olivenöl einreiben.
Aufspießen und bei hoher Hitze ca. 20 bis 25 Min angrillen. Danach Abstand zur Holzkohle vergrößern und diese bis auf ca. 40% abbrennen lassen. Je weiter die Holzkohle abgebrannt ist, desto näher kann man den Rollbraten wieder zur Glut hängen. Holzkohle nur sehr sparsam nachlegen.

Wir haben den Braten so ca. 1 1/2 Stunden gegrillt.
Danach den Braten nochmals recht dicht an die Holzkohle hängen, damit die Schwarte schön ausbrät und später beim Essen „kracht“.

Zum Aufschneiden des Fleisches möglichst ein sehr scharfes Messer mit Wellenschliff verwenden.

Dazu gab es – die für uns „geschmacklich beste Kartoffel“ – Rosa Tannenzapfen als Pfannenkartoffeln
und gebratene Spalten vom Hokkaidokürbis mit Tomaten-Sugo