Rebknorzen

comp_CR_CIMG4836_Rebknorzen

Ich denke, jeder der schon einmal in der Pfalz war, wird die „Rebknorzen“ kennen – und wer noch nicht dort war, sollte es schnellstens nachholen 🙂

Der Name Rebknorzen leitet sich daraus ab, dass man früher zum Grillen das Holz alter Weinstöcke (Reben) verwendet hat. Diese wurden angezündet. Die dünneren Teile der Rebe verbrannten recht schnell. Dann erlosch das Feuer und nur die dicken Teile (Knorzen) glimmten/glühten weiter. Über diesen glühenden Rebknorzen wurde das Fleisch bei kleiner aber lang anhaltender Hitze gegrillt.

Zutaten:

  • 1200 g mageren Schweinenacken am Stück, ohne Knochen
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 Prise Muskatnuss, frisch gemahlen
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 4 EL Olivenöl
  • 150 ml trockenen Weißwein (Riesling)

Zubereitung:

Zwiebeln vierteln und anschl. in ca. 2 mm dicke Scheiben schneiden.
Knoblauch fein würfeln, etwas Salz darauf geben und mit einem breiten Messerrücken zu einer feinen Paste zerdrücken.

Den Schweinenacken in tennisballgroße Stück schneiden und in eine Schüssel geben.

Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Muskat, Paprikapulver, Lorbeerblätter und Öl dazu geben und alles gut vermischen.

Den gesamten Schüsselinhalt in einen ausreichend großen Gefrierbeutel geben. Den Wein darüber gießen. Möglichst die gesamte Luft aus dem Gefrierbeutel drücken und diesen dann verschließen (ich verknote den Gefrierbeutel).

Den Beutel nun für mind. 1 Tag in den Kühlschrank legen. Ich lasse das Fleisch 3 Tage im Kühlschrank.

Das Fleisch aus dem Beutel nehmen, anhaftende Zwiebeln abstreifen. Fleisch auf Grillspieß stecken. Mit Fleischklammern befestigen und 1 1/2 bis 2 Stunden grillen. Anfangs den Spieß nah an die Glut hängen, nach etwa 30 Minuten, wenn das Fleisch schon etwas gebräunt ist, Abstand zur Glut vergrößern.

comp_CR_Rebknorzen

Wie man in Hintergrund sehen kann, sind es keine echten „Rebknorzen“, denn ich habe mit „normaler“ Holzkohle gegrillt. Liegt daran, dass wir nicht in einem Weinanbaugebiet wohnen und ich somit keine alten Weinstöcke zum Verbrennen hatte.

Geschmeckt haben und die „gefälschten“ Rebknorzen trotzdem!

Wer mag, kann die Zwiebeln aus dem Gefrierbeutel durch ein Sieb abgießen, mit wenig Butter in einer Pfanne auf dem Herd braten und zu den Rebknorzen servieren.

comp_CR_CIMG4840_Rebknorzen