Quesadillas

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Nachdem wir hier vor einigen Tagen die Unterschiede zwischen Tortilla, Burrito…Quesadillas versucht haben aufzuzeigen, wollen wir es ja nicht bei der Theorie belassen. Burritos haben wir schon gemacht >> siehe hier oder hier, widmen wir uns also heute mal den Quesadillas.

Zutaten:

  • 8 Weizentortillas (Fertigprodukt)
  • 4 Lauchzwiebeln
  • 4 Tomaten
  • 4 Scheiben gekochter Schinken
  • 200 g Käse; wir: mittelalter Gouda (ich weiß, nicht stilecht; wir mussten aber mit dem auskommen, was der Kühlschrank hergab)
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 1 EL Butter

Zubereitung:

Den Strunk der Tomaten entfernen und diese in dünne Scheiben oder Spalten schneiden.
Lauchzwiebeln in dünne Ringe schneiden.
Gekochten Schinken in Streifen schneiden.
Käse raspeln.

Die Hälfte des Käses auf 4 Weizentortillas verteilen; darauf den Schinken, die Tomaten, Lauchzwiebeln und Petersilie verteilen.

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Nun den restlichen Käse darüber streuen

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und die restlichen 4 Weizentortillas darauf legen.

Ein Pfanne erhitzen – mittlere Hitze; mit ganz wenig Butter auspinseln und jeweils einen Quesadilla hinein legen; etwa 3 Minuten braten, bis er leicht braun wird.

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Dann heraus nehmen/hoch heben, die Pfanne wieder leicht einfetten, Quesadilla wenden und von der zweiten Seite ebenfalls ca. 3 Min. braten.

Quesadillas vierteln und servieren.

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Tortilla, Burrito, Fajita und Co. – Was ist was?

Ich weiß nicht, wie es euch geht, bei uns ist es so, man hört Burrito, Enchilada, Tortilla usw. und weiß doch nicht genau was ist was.

Versuchen wir mal Licht in das Dunkel zu bringen…

Tortilla:

  1. das Wort „Tortilla“ stammt zum einen aus der Sprache der Azteken und bedeutet soviel wie „Fladenbrot“ bzw. „Brotfladen“
  2. zum anderen gibt es das Wort „Tortilla“ aber auch im Spanischen; dort bedeutet es „(spanisches) Omelett“; Im Gegensatz zu einem „normalen Omelett“ wird das „spanische Omelett“ neben Eiern immer auch mit Kartoffeln und Zwiebeln zubereitet. Siehe Tortilla de patatas.

Hier geht es aber nicht um das „spanische Omelett“, sondern um das „mexikanische Fladenbrot“.

Von diesen Tortillas gibt es zwei Arten:

  • Maistortillas (Tortillas de Maiz), verbreitet in Mittel- und Südmexiko sowie in den ländlichen Gegenden Nordmexikos; die Herstellung dieser Maistortillas ist sehr aufwändig. Bei uns bekannt „vom Mexikaner“, hauptsächlich aber von „Knabberartikeln“ wie Nachos, Tortilla-Chips usw.
  • Weizentortillas (Tortillas de Harine), diese sind in den USA und in dicht besiedelten Gebieten Nordmexikos verbreitet; Weizentortillas sind nicht knusprig, sie sind weich und biegsam.

Was macht man mit diesen Tortillas?

Burritos: aus Weizentortillas; teils dünn mit saurer Sahne bestrichen, belegt mit Hackfleisch, Bohnen, Salat, Tomaten, Avocado; eine Seite der Tortilla wird eingeschlagen, dann wird  sie aufgerollt oder gefaltet; der Burrito wird immer fertig belegt und aufgerollt/gefaltet serviert!

Fajitas: eigentlich genau das gleiche wie „Burritos“, ABER: die einzelnen „Bestandteile“ werden „lose“ serviert und man belegt sich seine Fajita selbst!

Chimichangas: ist im Prinzip ein Burrito, wir aber immer frittiert!

Enchiladas: im Gegensatz zum Burrito wird bei der Enchilada als Basis eine Maistortilla verwendet! Ansonsten wie Burritos.

Quesadillas: Tortilla mit Käse; in die Mitte einer Tortilla kommt Käse, die Tortilla wir zusammengeklappt und gebraten oder frittiert.

Tacos oder auch Taco-Shells: Ist eine zu einem „U“ gebogene Tortilla; es gibt sie sowohl aus Mais- wie auch aus Weizentortillas; Sie wird meist mit Fleisch und Gemüse, teils aber auch mit Fisch und Meeresfrüchten gefüllt.

Flautas: ähnlich den Burritos, ABER nur dünn belegt, beide Seiten offen, zu einer dünnen Rolle (Flautas = Flöte) zusammengerollt, kurz in der Pfanne gebraten.

Chalupas: aus Weizentortillas; wird von beiden Seiten braun gebraten, zusammengefaltet, die beiden Enden fest zusammen gedrückt und die Mitte wieder auseinander gezogen, so dass ein „Boot“ entsteht. Ich weiß, schwer verständlich…versuchen wir es so. wenn die Tortilla eine Uhr wäre, faltet man sie so zusammen, dass 6 Uhr auf 12 Uhr liegt; die Ecken (2 bis 4 Uhr und 8 bis 10 Uhr) fest zusammendrücken und dann 6 Uhr und 12 Uhr wieder auseinander ziehen 🙂

Tamales: hierbei wird der (rohe) Maismehlteig (Grundteig der Maistortillas) nach Belieben mit Fleisch. Käse und oder Gemüse gefüllt, dieser Teig wird dann in Mais- oder Bananenblätter eingewickelt und über Wasserdampf gegart.

Wraps: der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet (ein-)gewickelt/eingehüllt; der Wrap entspricht etwa dem Burrito, ABER als Hülle kann man jeden beliebigen „Mantel“ verwenden, also nicht nur Tortillas, sondern auch Crêpes, Omelett, Pfannkuchen…

Diese Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Wer weitere Varianten kennt, darf sie uns gerne (bitte mit genauer Beschreibung!) mitteilen, wir werden die Auflistung dann ergänzen.