Gebratener Spargel in Estragon-Nussbutter

Es wird höchste Zeit – den Spargel, welchen wir letzte Saison eingefroren haben, aufzubrauchen…der neue Spargel erblickt ja schon bald das Licht der Welt (oder auch nicht, wenn es der Spargelbauer verhindern kann 🙂 ).
Wir frieren jedes Jahr „zwei bis drei Handvoll“ Spargelstücke ein um rund ums Jahr gemischte Salate damit „verfeinern“ zu können.
Und, wie das meist so ist, entweder hat man nicht die Gelegenheit dazu oder – wahrscheinlicher – es geht einfach vergessen.
So auch dieses Jahr wieder…
Also musste schnell noch etwas mit diesen Vorräten gemacht werden.
Gut, das wir gerade dann wieder an die Spargel gedacht haben, als es darum ging ein Rehfilet zuzubereiten.
Wo könnte dieses edle Gemüse besser dazu passen als zu einem der edelsten Stücke vom Wild?

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Fiorelli in Salbeibutter

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Ich muss gestehen, ich bin untreu gewesen. Ich habe unser Motto „besser:selbstgemacht“ hintergangen.
Ich bin hin und her gerissen: soll ich mich schämen? oder soll ich mich freuen?
Schämen eben weil ich untreu war oder aber freuen, weil die fertig gekauften Fiorelli zusammen mit der Salbeibutter einfach traumhaft gut geschmeckt haben?

Das Ganze kam so: ich war bei „unserem“ Fischhändler. Eigentlich führt er ja einen Großhandel für italienische Feinkost/Spezialitäten, aber so ganz nebenbei hat er die, nicht nur meiner Meinung nach, beste Fischabteilung in Frankfurt.

Ich gehe so gut wie nie Fisch einkaufen nach dem Motto „heute muss es xxx“ sein. Nein, ich schaue, was angeboten wird, was gut und frisch aussieht…und so ein „ganz kleines bisschen“ danach, worauf ich am meisten Lust hätte. Dieses Mal fiel mein Blick auch den Thunfisch in „Super Sashimi-Qualität“. Das Filet war nicht besonders groß, zwei Stück pro Person erschien mir zu viel.
Ich dachte mir, „schaust du mal, was die an italienischem Landbrot haben“ >> das in dünne Scheiben geschnitten, im Backofen geröstet oder einfach im Toaster getoastet, mit Knoblauch abgerieben und dann ein paar Tropfen bestes Oliven-Steinpilzöl darauf…

Da ich auch noch nach frischem Knoblauch schauen wollte und der kürzeste Weg aus der Fisch- in die Gemüseabteilung durch die Abteilung mit den Kühlregalen führt, entdeckte ich diese fischen Fiorelli. Irgendwie lachten sie mich an…und bei genauem Hinhören glaubte ich so etwas wie „nimm uns mit…nimm uns mit…“ zu hören.
Wie kann man solch einer Bitte widerstehen?

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Also gab es keine Crostini, sondern Fiorelli, diese aber natürlich mit Käsefüllung (ich würde nie etwas mit Fleischfüllung kaufen).
Und da es „nur“ eine kleine Vorspeise sein sollte, gab es sie auch „nur“ in etwas gebräunter Butter (Nussbutter) mit einigen wenigen Salbeiblättern.

Das Fazit: hoffentlich ist bei meinem nächsten Einkauf die Fischportion wieder nicht sehr groß 🙂

Zutaten:

  • 500 g frische Fiorelli mit Käsefüllung
  • 1 – 2 EL Butter
  • 6 – 7 Salbeiblätter
  • Parmesan, frisch gerieben

Zubereitung:

Reichlich Wasser zum Kochen bringen; reichlich Salz (möglichst Meersalz) dazu geben und die Fiorelli ins Wasser geben. Hitze reduzieren, nur noch leicht sieden lassen. Die frischen Nudeln sollten in etwa 4 bis 5 Min. fertig sein.

In der Zwischenzeit die Butter in der Pfanne erhitzen und etwas braun werden lassen – ich weiß, eigentlich müsste man die Butter jetzt sieben bzw. passieren um die kleinen dunklen „Kernchen“ heraus zu bekommen, aber das sparen wir uns meist.
Die Salbeiblätter in die Butter geben. Kurz mitbraten.

Die Fiorelli mittels eines Seihlöffels aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen und direkt in die Pfanne geben.
Die Fiorelli kurz in der Butter schwenken.
Auf Tellern anrichten und etwas frisch geriebenen Parmesan darauf geben.

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