Kokos-Süßkartoffel-Suppe mit gebratenen Jakobsmuscheln

Kennt Ihr das auch, da geht man einkaufen, hat eigentlich schon alles was man braucht und dann ertönt da von irgendwo dieses leise Flüstern: „Nimm mich mit…bitte, nimm mich mit…du wirst es auch nicht bereuen“. Man findet die Quelle des Flüsterns und kann dann diesem Bitten nicht widerstehen.
Genau so erging es uns bei diesen Jakobsmuscheln.
Und wisst ihr was, sie hatten absolut Recht! Wir haben es nicht bereut! 🙂

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Spaghetti Vongole – tradizionalmente

Jugenderinnerungen….nein, keine Kindheits-, Jugenderinnerungen.
Bereits als Jugendlicher hatte ich „meinen Lieblings-Italiener“.
So alle 3 bis 4 Wochen habe ich mir mein Lieblingsessen – Spaghetti Vongole – bei meinem Lieblings-Italiener vom Taschengeld „zusammengespart“.
Noch heute eines meiner absoluten Lieblingsgerichte!

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Miesmuscheln „Italienisch“

Als Kombi Nudeln mit Muscheln kannten wir bisher nur „Spaghetti Vongole“ – und die lieben wir!!
Da war doch fast klar, was passieren musste, als wir dieses Rezept mit Miesmuscheln entdeckt haben 🙂
Beim Namen für dieses Gericht haben wir uns lieber für die Version „Miesmuscheln italienisch“ entschieden.
Der italienische Name „Spaghetti con cozze“. klingt irgendwie nicht so appetitlich.

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Miesmuscheln in Tomaten-Weißwein-Sauce

Endlich kam wir mal wieder dazu Miesmuscheln zu machen…es ist gefühlt schon Jahre her, dass wir welche gegessen haben.
Im Urlaub haben wir (fast) jeden Tag einen Blick auf Miesmuscheln bzw. die Pfähle, an denen sie gezüchtet werden, gehabt.
Direkt vor der Küste bei „Cap Griz-Nez“ sind große Muschelzuchten.
Miesmuscheln werden nicht wie Austern in Drahtsäcken auf „Tische“ gelegt, die so im Wasser positioniert sind, dass sie bei Flut überspült werden, bei Ebbe aber „an der Luft sind“, nein, sie wachsen „frei“ an Holzpfählen, welche aber ebenfalls so positioniert sind, dass sie bei Ebbe aus dem Wasser ragen und bei Flut komplett im Wasser verschwinden.
Und wenn wir nicht gerade beim Höchststand der Flut am Strand spazieren gegangen sind, konnte man diese Pfähle sehen.
Im Urlaub mussten wir – in Ermangelung eines großen Topfes – auf die dort überall erhältlichen, frisch geernteten Miesmuscheln verzichten, aber wieder zurück – und bestückt mit reichlich großen Töpfen 🙂 – konnten wir uns diesen Gaumenschmaus mal wieder gönnen.

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Miesmuscheln in Tomaten-Safran-Sauce

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Miesmuschel! Miesmuschel?
Warum um alles in der Welt heißt diese Muschel „Miesmuschel“? Wenn sie so „mies“ ist bzw. wäre, warum mögen wir sie dann so?
Oder gibt es Miesmuscheln bei euch nur, wenn die Schwiegermutter zu Besuch kommt? Das wäre vielleicht eine Erklärung? So oder so ähnlich, wie beim „Schwiegermutterpilz“ (Spitzgebuckelter Raukopf)…aber das ist ein anderes Thema.

Der Name „Miesmuschel“ stammt von dem Mittelhochdeutschen Namen „Moosmuschel“.
Dort, wo sich Miesmuscheln mit ihren Bysussfäden an Felsen „ankleben“, wachsen auch Algen und Moose, daher der Name „Moosmuschel“ und daraus wurde dann im Laufe der Zeit und durch Lautverschiebung „Miesmuschel“.

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Muscheln im Gemüsesud

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Früher sagte man immer „Muscheln gibt es nur in Monaten, die ein „R“ enthalten“.
War eine doofe Sache…nur wegen dieser alten Weisheit wurde dann aus „Mai“ der „Mari“, aus „Juni“ der „Jurni“, aus „Juli“ der „Jurli“ und aus „August“ der „Augrust“ 🙂
Im Ernst, diese alte Weisheit machte früher, als die Kühl- und Transportmöglichkeiten nicht in der Art und Weise wie heute zur Verfügung standen, absolut Sinn.
Den Muscheln ist es doch eigentlich gleichgültig, wann sie verzehrt werden, aber sie verderben eben sehr schnell, vor allem, wenn sie nicht durchgängig gekühlt werden und dies kann in den warmen Sommermonaten natürlich schneller geschehen.
Die Weisheit mit den Monaten mit bzw. ohne „R“ ist also obsolet.
Aber dennoch gibt es einige Einschränkungen, was den Verzehr von Miesmuscheln angeht.
Was kaum bekannt ist: in Deutschland haben Miesmuscheln von Mitte April bis Ende Juni Schonzeit! Sie dürfen also nicht gesammelt/geerntet werden! Diese Schonzeit soll den Muscheln die Möglichkeit geben ihre (bis 10.000.000) Eier bzw Spermien abzugeben und so für den Fortbestand der Art zu sorgen.
Außerdem (so sagen Kenner der Materie) schmecken Miesmuscheln in der Zeit von Juli bis Januar am besten. Danach wird ihr Fleisch, bedingt durch die Eier-/Samenproduktion und das Ablaichen, weich.
Also haben wir doch einen guten Zeitpunkt erwischt 🙂

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 kg Miesmuscheln
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 120 g Karotten/Möhren
  • 200 ml Weißwein, trocken; wir: Silvaner
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 2 TL Currypulver
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 – 2 EL Zitronensaft
  • 200 g Crème fraîche

Zubereitung:

Die Miesmuscheln unter fließendem, kalten Wasser abbürsten und die Bartfäden („Byssusfäden“) entfernen.
Muscheln, die nicht fest geschlossen oder beschädigt sind, aussortieren.

Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.
Staudensellerie und Karotten in dünne Scheiben schneiden.

Das Olivenöl in einem ausreichen großen Topf erhitzen.
Zwiebel und Knoblauch darin andünsten.
Sellerie, Karotten und 1 TL Currypulver dazu geben und 3 bis 4 Minuten dünsten/rösten.
Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen und mit Wein und Brühe ablöschen.
Mit geschlossenem Deckel 5 Minuten köcheln lassen.

Die Temperatur erhöhen („Vollgas“) und die Muscheln in den Topf geben. Mit geschlossenem Deckel kochen bis sich die Muscheln geöffnet haben – 5 bis 6 Minuten.

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Es kommt immer wieder mal vor, dass einige Muscheln sich beim Kochen nicht öffnen. Diese Muscheln waren schon vor der Zubereitung abgestorben. Da man nicht sagen kann wie lange vorher, sollte man diese Muscheln auf keinen Fall essen!! Ansonsten droht Vergiftungsgefahr!!
…und mit einer Fischvergiftung ist nicht zu spaßen!!!

Die Muscheln aus dem Sud nehmen, nicht geöffnete Muscheln dabei entsorgen, warm stellen.
Den Sud durch ein Küchensieb abgießen, Flüssigkeit auffangen. Gemüse entsorgen.
Die Flüssigkeit zurück in den Topf geben und unter großer Hitze auf etwa 300 ml einreduzieren.

Zitronensaft, restliches Currypulver und Crème fraîche in den Sud geben und verrühren.
Abschmecken, wieder aufkochen und die Muscheln zurück in den Topf geben.
Deckel schließen und die Muscheln kurz 1 bis 2 Minuten wieder erhitzen.

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Dazu passt ein frisches Baguette und ein gutes Gläschen Wein 🙂

Und wer wissen möchte, wie man das Geschlecht einer Miesmuschel bestimmt bzw. wie „Profis“ Muscheln essen, der kann das >>> hier <<< nachlesen.