Speckknödel

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Als Anregung dienten die Rezepte Speckknödel mit Sauerkraut und Original Südtiroler Speckknödel.

Ein Grund, und nicht der unwichtigste, solch ein Rezept auszuprobieren war der geräucherte Speck vom Wollschwein, den wir ja irgendwie verarbeiten müssen.
…aber so wie dieser Speck schmeckt, werden wir sicher keine Probleme haben, ihn in Rezepten „unterzubringen“ 🙂

Zutaten:

  • 300 g Brötchen, altbacken (ca. 6 Stück)
  • 200 ml Milch
  • 240 g Speck (wir: Mangalica-Speck)
  • 3 Eier
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 EL Mehl
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Muskat, frisch gerieben

Zubereitung:

Brötchen in ca. 1 cm Würfel schneiden. Milch erhitzen und über die Brötchenwürfel gießen, einmal gründlich umrühren und die Masse 20 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit den Speck und die Zwiebel fein würfeln. Knoblauchzehe halbieren. Eine Pfanne erhitzen, Speckwürfel hinein geben. Sobald das erste Fett aus den Speckwürfeln austritt, den Knoblauch dazu geben und mit braten bis er braun wird, dann entfernen. Den Speck aus der Pfanne nehmen, das Fett in der Pfannen lassen. In dieses Fett die Zwiebeln geben und bei milder Hitze glasig dünsten. 2/3 der Zwiebeln aus der Pfanne nehmen und zu den Brötchenwürfeln geben; ebenso 2/3 der Speckwürfel.

Sollte zu viel Fett in der Pfanne sein, so viel entfernen, dass nur ca. 3 EL zurück bleiben. Dieses (mitsamt den Zwiebeln) mit dem Mehl binden; beiseite stellen.

Nun die Eier zu der Brötchenmasse geben, salzen, pfeffern und etwas Muskat darüber reiben. Masse gut verkneten. Mit nassen Händen Knödel formen.

Die Knödel in kochendes Salzwasser geben, Hitze reduzieren sodass das Wasser nur noch leicht siedet. Die Knödel ca. 20 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Mehlschwitze mit der Gemüsebrühe aufgießen und erhitzen. Die restlichen Speckwürfel wieder dazu geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

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Bei uns gab es, wie man auf dem Bild erkennen kann, Sauerkraut dazu.

Kotelett vom Wollschwein

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Das Mangalica- oder Wollschwein ist eine alte, robuste Schweinerasse, die ursprünglich aus Ungarn stammt. Diese Rasse war früher sehr geschätzt, da sie zum einen ganzjährig im Freien leben konnte, nur einen Unterstand aber keinen richtigen Stall benötigte, und zum anderen sehr viel Fett hatte, was man früher sehr schätzte, da Fett nun mal gleich „Energie“ ist.

Mitte des vorigen Jahrhunderts, nachdem die Kriegsfolgen halbwegs überwunden waren, setzten sich dann mehr und mehr Schweinerassen durch, die mehr Fleisch und weniger Fett bildeten. Der „Abstieg“ der Wollschweine begann.

Erst um die Jahrtausendwende begannen in Deutschland wieder einige wenige Züchter diese Rasse zu züchten. Mittlerweile sind die Bestände auf einem solchen Stand, dass man hie und da Fleisch dieser Rasse zu kaufen bekommt.

Ihren deutschen Namen „Wollschwein“ verdankt die Rasse ihrem dichten Haarkleid, das mehr an ein Schaf denn an ein Schwein erinnert.

Das Fleisch hat einen kräftigen, aromatischen Geschmack.

Meiner Meinung nach ist dieser „kräftige“ Geschmack aber nicht ursächlich eine Rasse-Eigenschaft, sondern rührt eher daher, dass die Schweine „draußen“ gehalten werden, also viel an der frischen Luft sind und viel Auslauf auf Weiden haben.

Da wir ansonsten Schweinefleisch auch nur bei solchen Züchtern kaufen, die ihren Schweinen, zumindest größtenteils, ein „Leben in Freiheit“ gewähren, fand ich den geschmacklichen Unterschied nicht soooo groß. Aber gut geschmeckt hat es auf jeden Fall.

Zutaten:

  • 4 Schweinekotelett vom Wollschwein
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1/2 EL Butterschmalz

Zubereitung:

Da wir uns auf den reinen Geschmack der für uns neuen Fleischsorte konzentrieren wollten, haben wir nur mit Salz und Pfeffer gewürzt und keine weiteren Gewürze verwendet.

Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, Kotelett salzen und pfeffern.

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Bei guter Mittelhitze braten…so lange bis das meiste des Fettes ausgebraten ist.

Die Pfanne ähnelte gegen Ende des Bratens eher einer Fritteuse…

Aber geschmeckt hat das Fleisch!!

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Wie auf dem Bild ganz oben zu sehen ist, gab es bei uns Rösti aus rohen Kartoffeln und Rosenkohl dazu.