Tassenknödel

Eigentlich…wollten wir ganz etwas anderes machen. Na ja, so ganz anders auch nicht, aber wir haben gehört/gelesen, dass das „in Wasser Kochen/Garen“ die Klöße „auslaugt“.
Nun wollten wir probieren, die Klöße im Bambus-Dämpfer über Wasserdampf zu garen…wollten wir…aber wo sind die Bambus-Dämpfer?
Da war doch mal was…die haben wir doch mal verliehen…
In Ermangelung von Bambus-Dämpfern haben wir die Klöße dann kurzerhand in Tassen im Backofen gegart.
Ergebnis: man muss schon sagen, dass die Klöße intensiver/aromatischer sind als wenn sie in Wasser gekocht werden!

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Zwetschgen-Knödel aus Quark-Kartoffelteig mit Marzipanfüllung

Diese Zwetschgen-Knödel kann man sowohl als Hauptgericht als auch als Dessert verwenden.
Bei uns gibt es sie in aller Regel, sehr zum Leidwesen unseres Hundes 😦 , als Hauptgericht.
Zwetschgen-Knödel sind bei uns so beliebt, dass wir im Spätsommer jede Woche mindestens 1x bei unserem Zwetschgenbaum vorbeischauen um zu sehen, ob endlich die ersten Früchte reif sind 🙂

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Sauerkraut-Knödel mit Specksauce

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Wie jedes Jahr, so haben wir auch letztes Jahr wieder unser eigenes Sauerkraut „eingeschnitten“.
Und wie (fast) jedes Jahr, offenbar wieder zu viel, es ist immer noch reichlich davon im „Fass“ (Topf). Warum wir bisher nicht dazu kamen all die Köstlichkeiten mit Sauerkraut zu kochen? Wir wissen es nicht. Es muss wohl daran liegen, dass es auch ganz viele leckere Sachen ohne Sauerkraut gibt!?!? 🙂
Egal, wir wollen das gute Kraut ja nicht verderben lassen, also suchten wir nach neuen Verwendungsarten. Eine haben wir hier gefunden.

Gesehen haben wir dieses Rezept bei CK – Sauerkraut – Speck Knödel von Autor Eiswürfelchen.
Hier unsere Variante.

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Gänsebraten

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Leider mit etwas Verspätung, ich kam aber leider erst jetzt dazu, das Rezept in „normaler“ Form aufzuschreiben…

Warum soll man immer alles so machen, wie es alle machen?
Alle – oder zumindest sehr viele – machen zu Weihnachten Gans…
…und an Ostern dann Lamm.

Wir hatten zwar Weihnachten kein Lamm, aber wir haben an Ostern Gans zubereitet.

Das kommt aber nur daher, dass wir die Gans nach Weihnachten geschenkt bekommen haben. Und so eine fast 5 kg schwere Gans ist für einen 2-Personen-Haushalt doch etwas viel. Also haben wir sie für das nächste „große Familienessen“ aufgehoben und das war nun eben das „Oster-Essen“.

Zutaten

Gänsebraten:

  • 1 Gans, 4,8 kg
  • 6 Äpfel
  • 4 Zwiebeln
  • 6 Stangen Staudensellerie (auch Bleichsellerie, Stangensellerie oder Stielsellerie genannt)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 TL Beifuß
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 2 EL Öl, wir: Sonnenblumenöl
  • ca. 6 Holzspieße/Zahnstocher
  • ca. 80 cm Schinkenkordel/Wurstgarn (beim Metzger erhältlich)

Sauce:

  • „Innereien“ der Gans: Leber, Herz, Magen
  • Hals der Gans
  • „überschüssige“ Haut der Gans (Halsansatz)
  • Gänsefett
  • 1 Zwiebel
  • 1 Apfel
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 EL Mehl
  • 1,2 l Gänsefond
  • 250 g Wurzelgemüse
  • 1 TL Beifuß
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung

Gänsebraten:

Äpfel vierteln, Kerngehäuse entfernen, grob würfeln.
Zwiebel ebenfalls grob würfeln.
Den Staudensellerie in ca. 1 cm Stücke schneiden.

Äpfel, Zwiebel, Sellerie und Beifuß zusammen in eine Schüssel geben und gut mischen.

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Am Hals der Gans war sehr viel Haut. Diese haben wir so weit abgeschnitten, dass die verbleibende Haut reichte um die vordere Öffnung der Gans zu verschließen (mit Holzspieß/Zahnstocher festgesteckt). Die überschüssige Haut haben wir zur Zubereitung der Sauce verwendet.

Die Gans innen mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Nun den „Hohlraum“ der Gans mit der Apfel-Zwiebel-Sellerie-Mischung locker füllen; nicht „stopfen“, nur locker einfüllen; dabei die beiden Lorbeerblätter im Inneren verteilen.
Bei uns reichte gut die Hälfte der Mischung um die Gans zu füllen.
Die restliche Mischung auf einem tiefen Backblech verteilen.

Die hintere Öffnung mit Holzstäbchen (Zahnstocher) verschließen.

Mit der Schinkenkordel/Wurstgarn die Flügel und die Schenkel am Körper fixieren.

Die Gans auf der Brustseite mit 1 EL Öl einreiben (damit die Gewürze besser anhaften); mit Salz und Paprikapulver würzen; die Gewürze leicht „einreiben“.
Mit der Brustseite nach unten auf die Apfel-Zwiebel-Sellerie-Mischung im Backblech setzen:
Den Rücken und die Seiten der Gans nun ebenfalls mit Öl einreiben, würzen, verreiben.

In das Backblech ca. 200 ml Wasser füllen; die Gans sollte nicht im Wasser sitzen/liegen.

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Die Gans in den auf 180 Grad Unter-/Oberhitze vorgeheizten Backofen in die unterste Schiene schieben.

Nach 45 Minuten die Gans wenden, so dass die Brustseite oben ist.

Weitere 2 3/4 bis 3 Stunden backen, dabei alle 30 Minuten die Gans mit dem im Backblech aufgefangenen Fett übergießen.

Nach dieser Zeit Backblech mit Gans aus dem Ofen nehmen.
Die Backofentemperatur auf 220 Grad Unter-/Oberhitze erhöhen.
Die Gans mit der Brustseite nach oben auf den Backrost legen.
Rost (und Backblech darunter) zurück in den Backofen schieben.

In 15 bis 20 Minuten die Gans schön knusprig backen.

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Sauce:

Zwiebel und Wurzelgemüse mittelfein würfeln.

Das Gänsefett in einem Topf bei mittlerer Hitze auslassen. Wir haben nur ca. 3 bis 4 EL Fett verwendet.
In dem Fett Hals und „überschüssige Haut“ kräftig anbraten.
Zwiebel und Wurzelgemüse dazu geben und braten bis die Zwiebeln beginnen braun zu werden.
Mehl darüber stäuben und rösten bis es braun wird.
Mit dem Gänsefond ablöschen; wieder zum Kochen bringen.
Äpfel würfeln, Sellerie in ca. 1 cm Stücke schneiden, beides zusammen mit Gänsemagen und -herz in die Sauce geben.
Lorbeerblatt und Beifuß zufügen.
Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Mit geschlossenem Deckel 1 Stunde (länger schadet nicht 🙂 ) kochen.

Die Sauce durch ein Sieb abgießen.
Herz, Magen beiseite legen.
Hals und Haut entfernen (Haut und Fleisch vom Hals bekam unser Hund – hat sich sehr darüber gefreut)Lorbeerblatt ebenfalls entfernen; das restliche/verbliebene Gemüse durch das Sieb passieren und in die Sauce geben.
Die Sauce kurz ruhen lassen, damit sich das Fett an der Oberfläche absetzt. Dieses vorsichtig abschöpfen.
Die Sauce wieder erhitzen, abschmecken und zur Gans servieren.

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Bei uns gab es dazu (ganz klassisch): Rotkohl und Kartoffelklöße

Hefeklöße auf Dörrobst

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Kindheitserinnerungen…
Meine Oma hat diese Hefeklöße früher oft gemacht. Oft? Ja, zumindest wenn ich dort zum Essen war 🙂
Wie das halt so bei Omas ist, wenn die Enkel zu Besuch kommen, dann wird gekocht, was diese gerne mögen.
Anfangs hat sie meist gefragt was ich essen möchte. Das waren in einem ziemlich steten Wechsel Hefeklöße auf Dörrobst und Spaghetti (sehr zum Leidwesen meines Opas, er mochte keine „Mafiakordel“ 🙂 ).
Später dann hat sie nicht mehr gefragt…war ja klar, was ich möchte…

Tja, und da meine Oma heute nur noch in Gedanken bei uns ist, müssen wir die Hefeklöße auf Dörrobst eben selbst kochen…

Zutaten für 12 Hefeklöße:

  • 800 g Dörrobst; gemischt: Apfel, Birne, Pflaume, Aprikose
  • 500 g Mehl
  • 12 g Hefe (~1/4 Würfel)
  • 220 ml Vollmilch, handwarm
  • 80 g Zucker; wir verwenden braunen Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Butter
  • 2 Eier, Größe „L“

Zubereitung:

Das Dörrobst in einen Messbecher o.ä. geben, mit Wasser übergießen, so dass gerade das gesamte Obst bedeckt ist.
12 Stunden einweichen lassen.

Das Mehl in eine Schüssel sieben; eine Mulde in der Mitte formen.
Die Hefe in diese Mulde bröckeln; 1 TL vom Zucker zur Hefe geben; Die Hefe mit etwas Milch zu einem glatten Vorteig verrühren; mit etwas Mehl bestäuben und abgedeckt zu 10 Min. stehen lassen.
In der Mehlschicht sollten nun deutliche Risse sichtbar sein.

Nun die restlichen Zutaten in die Schüssel geben und zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten, der sich komplett von der Schüssel löst. Das kneten dauert mit der Maschine ca. 10 Min., von Hand 15 Min.

Den Teig in der Schüssel lassen, abdecken und 20 Minuten gehen lassen.

Nach etwa 15 Minuten das Dörrobst, samt Einweichwasser, in einen großen, möglichst breiten Topf (oder auch 2 Töpfe! Die 12 Hefeklöße müssen später nebeneinander in den Topf/die Töpfe passen!) geben und zum Kochen bringen. Bei kleiner Hitze abgedeckt köcheln lassen.

Idealerweise bedeckt das Dörrobst den gesamten Boden, so dass später die Hefeklöße auf dem Obst (und nicht im Wasser) sitzen.

Wenn die 20 Minuten um sind, den Teig nochmals kurz kneten; in 12 Portionen aufteilen.
Die einzelnen Portionen rund formen. Wir haben sie „geschliffen“;  siehe Küchenlatein > schleifen.

Die Teigkugeln nun abgedeckt nun nochmals 15 Minuten gehen lassen.

Prüfen, ob noch genügend Wasser im Topf ist! Das Obst sollte nicht vom Wasser bedeckt sein, aber in Topf sollte so viel Wasser sein, dass das Obst in den nächsten 20 Minuten nicht anhängt. Der Topf darf nämlich, sobald die Klöße darin sind, in den nächsten 20 Minuten nicht geöffnet werden!!!

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Hitze etwas erhöhen, Deckel vom Topf nehmen und die Hefeklöße vorsichtig nebeneinander in den Topf/die Töpfe setzen. Deckel schließen. Hitze soweit reduzieren, dass das Wasser leicht köchelt.
Die Hefeklöße nun 20 Minuten garen.

Glasdeckel auf Töpfen haben ab und zu echte Vorteile 🙂

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Nach 20 Minuten den Topf vom Herd nehmen und die Hefeklöße zusammen mit dem Dörrobst servieren.

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