Tassenknödel

Eigentlich…wollten wir ganz etwas anderes machen. Na ja, so ganz anders auch nicht, aber wir haben gehört/gelesen, dass das „in Wasser Kochen/Garen“ die Klöße „auslaugt“.
Nun wollten wir probieren, die Klöße im Bambus-Dämpfer über Wasserdampf zu garen…wollten wir…aber wo sind die Bambus-Dämpfer?
Da war doch mal was…die haben wir doch mal verliehen…
In Ermangelung von Bambus-Dämpfern haben wir die Klöße dann kurzerhand in Tassen im Backofen gegart.
Ergebnis: man muss schon sagen, dass die Klöße intensiver/aromatischer sind als wenn sie in Wasser gekocht werden!

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Topfenknödel mit Zwetschgen

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Je später der Herbst desto besser (und süßer) werden die Zwetschgen. Sicher, sie werden immer noch besser…am besten sind die, die ordentlich Herbstnebel und vielleicht auch schon den ersten leichten Frost abbekommen haben – aber ganz so lange wollten wir auf die Topfenknödel mit Zwetschgen nicht warten. Es mussten JETZT Zwetschgenknödel auf den Tisch. Bisher gab es bei uns immer diese Zwetschgen-Knödel.
Dieses Mal sollten sie mit einem Topfenteig entstehen.
In Anlehnung an das Rezept Marillenknödel auf der Seite ichkoche.at sind unsere Zwetschgenknödel entstanden.

Zutaten für 8 Knödel:

  • 750 g Zwetschgen
  • 1/2 Zimtstange
  • 1 kleines Stück Sternanis
  • 50 g Zucker
  • 8 Stück Würfelzucker
  • 250 g Topfen
  • 1 Ei, Gr. M
  • 60 g Butter, Zimmertemperatur
  • 125 g Mehl
  • 2 EL Weichweizengrieß
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Butter
  • 6 EL Paniermehl

Zubereitung:

Zwetschgen waschen, putzen und entsteinen. 8 schöne Zwetschgen zu Seite legen. Restliche Zwetschgen halbieren, zusammen mit 50 g Zucker, Zimt und Sternanis in einen Topf geben und bei milder Hitze weich kochen.

Mehl in eine Schüssel geben, Butter in Stücken, Ei, Salz und Topfen zufügen. Alles zu einem glatten Teig verkneten. Ist der Teig zu feucht noch etwas Grieß unterkneten.

Der Teig ist recht weich und klebrig, das muss aber so sein, damit er gekocht schön weich und fluffig wird.
Mit gut bemehlten Fingern lässt er sich recht gut handeln.

Teig in 8 gleiche Portionen teilen, je eine Portion Teig etwas flachdrücken. In die Mitte eine Zwetschge, gefüllt mit einem Stück Würfelzucker, setzen. Teig über der Zwetschge zusammendrücken und zu einem Knödel rollen. Mit dem restlichen Teig genau so verfahren.

Wasser in einem ausreichend großen Topf zum Kochen bringen, salzen. Die Knödel ins kochende Salzwasser legen, Hitze reduzieren und die Knödel in leicht siedendem Wasser ca. 10 Minuten ziehen lassen.

Zwischenzeitlich 50 g Butter in einem Pfanne schmelzen. Semmelbrösel in die geschmolzene Butter geben, unter Rühren bei mittlerer Hitze die Semmelbrösel braun rösten.

Die fertigen Knödel aus dem Wasser heben, mit dem Zwetschgenkompott und den Semmelbrösel auf Tellern anrichten und servieren.

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Hefeklöße auf Dörrobst

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Kindheitserinnerungen…
Meine Oma hat diese Hefeklöße früher oft gemacht. Oft? Ja, zumindest wenn ich dort zum Essen war 🙂
Wie das halt so bei Omas ist, wenn die Enkel zu Besuch kommen, dann wird gekocht, was diese gerne mögen.
Anfangs hat sie meist gefragt was ich essen möchte. Das waren in einem ziemlich steten Wechsel Hefeklöße auf Dörrobst und Spaghetti (sehr zum Leidwesen meines Opas, er mochte keine „Mafiakordel“ 🙂 ).
Später dann hat sie nicht mehr gefragt…war ja klar, was ich möchte…

Tja, und da meine Oma heute nur noch in Gedanken bei uns ist, müssen wir die Hefeklöße auf Dörrobst eben selbst kochen…

Zutaten für 12 Hefeklöße:

  • 800 g Dörrobst; gemischt: Apfel, Birne, Pflaume, Aprikose
  • 500 g Mehl
  • 12 g Hefe (~1/4 Würfel)
  • 220 ml Vollmilch, handwarm
  • 80 g Zucker; wir verwenden braunen Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Butter
  • 2 Eier, Größe „L“

Zubereitung:

Das Dörrobst in einen Messbecher o.ä. geben, mit Wasser übergießen, so dass gerade das gesamte Obst bedeckt ist.
12 Stunden einweichen lassen.

Das Mehl in eine Schüssel sieben; eine Mulde in der Mitte formen.
Die Hefe in diese Mulde bröckeln; 1 TL vom Zucker zur Hefe geben; Die Hefe mit etwas Milch zu einem glatten Vorteig verrühren; mit etwas Mehl bestäuben und abgedeckt zu 10 Min. stehen lassen.
In der Mehlschicht sollten nun deutliche Risse sichtbar sein.

Nun die restlichen Zutaten in die Schüssel geben und zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten, der sich komplett von der Schüssel löst. Das kneten dauert mit der Maschine ca. 10 Min., von Hand 15 Min.

Den Teig in der Schüssel lassen, abdecken und 20 Minuten gehen lassen.

Nach etwa 15 Minuten das Dörrobst, samt Einweichwasser, in einen großen, möglichst breiten Topf (oder auch 2 Töpfe! Die 12 Hefeklöße müssen später nebeneinander in den Topf/die Töpfe passen!) geben und zum Kochen bringen. Bei kleiner Hitze abgedeckt köcheln lassen.

Idealerweise bedeckt das Dörrobst den gesamten Boden, so dass später die Hefeklöße auf dem Obst (und nicht im Wasser) sitzen.

Wenn die 20 Minuten um sind, den Teig nochmals kurz kneten; in 12 Portionen aufteilen.
Die einzelnen Portionen rund formen. Wir haben sie „geschliffen“;  siehe Küchenlatein > schleifen.

Die Teigkugeln nun abgedeckt nun nochmals 15 Minuten gehen lassen.

Prüfen, ob noch genügend Wasser im Topf ist! Das Obst sollte nicht vom Wasser bedeckt sein, aber in Topf sollte so viel Wasser sein, dass das Obst in den nächsten 20 Minuten nicht anhängt. Der Topf darf nämlich, sobald die Klöße darin sind, in den nächsten 20 Minuten nicht geöffnet werden!!!

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Hitze etwas erhöhen, Deckel vom Topf nehmen und die Hefeklöße vorsichtig nebeneinander in den Topf/die Töpfe setzen. Deckel schließen. Hitze soweit reduzieren, dass das Wasser leicht köchelt.
Die Hefeklöße nun 20 Minuten garen.

Glasdeckel auf Töpfen haben ab und zu echte Vorteile 🙂

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Nach 20 Minuten den Topf vom Herd nehmen und die Hefeklöße zusammen mit dem Dörrobst servieren.

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Leberklößchen – Suppeneinlage

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Ich habe gelesen, dass Leberklößchen die traditionelle Einlage einer Hochzeitssuppe sind. Toll, wo kämen wir denn da hin, wenn es Leberklößchen nur zu Hochzeiten gäbe?
Wobei ich zugeben muss, bei der Menge im Rezept unten…
Aber wir haben daraus nicht nur Leberklößchen als Suppeneinlage gemacht, sondern den überwiegenden Teil zu „großen“ Leberklößen geformt.

Zutaten für ca. 100 Leberklößchen von 3 cm Durchmesser:

  • 10 harte/trockene (!) Brötchen *)
  • 3/4 l heiße Milch *)
  • 500 g Schweine-Leber
  • 1 1/2 Zwiebeln
  • 3 EL gehackte Petersilie
  • 150 g geräucherten Bauchspeck/Dörrfleisch
  • 3 Eier
  • 14 g Salz
  • 1,85 g Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1,8 g Majoran, getrocknet
  • 0,25 g Thymian, getrocknet
  • 50 g Paniermehl/Semmelbrösel

*) sind die Brötchen nicht vollkommen trocken, sondern „nur“ altbacken, die Milchmenge auf bis zu 1/2 l reduzieren!

Zubereitung:

Brötchen würfeln oder in 1 cm Scheiben schneiden.
Salz und die heiße Milch darüber geben; mind. 1 Stunde abgedeckt durchziehen lassen.

Leber 2x durch die 3 mm-Scheibe des Fleischwolfes mahlen.
Zwiebel, geräucherten Bauchspeck/Dörrfleisch und die eingeweichten Brötchen 1x durch die 3 mm-Scheibe mahlen; zur Leber geben.
Eier, Petersilie, Pfeffer, Majoran, Thymian und Paniermehl/Semmelbrösel dazu geben und alles gut verrühren oder besser durchkneten. Die Masse ist sehr klebrig, das soll so sein. Je feuchter der Teig ist, desto lockerer werden die Leberklößchen!

Salzwasser zum Kochen bringen.

Mit einem Löffel so viel von der Masse abstechen, dass man daraus ein Klößchen von 3 cm formen kann; mit nassen Händen daraus ein Klößchen formen; ins kochende Wasser geben.

Es empfiehlt sich, die Klößchen auf 3 oder  4 mal zu formen und zu kochen!

Wenn alle Klößchen im Wasser sind Hitze reduzieren, so dass das Wasser nur noch leicht köchelt. Die Knödel darin 7 bis 8 Min. ziehen lassen.

Aus dem gleichen Teig kann man auch „große“ Leberklöße/-knödel herstellen. Dann ca. 6 bis 7 cm große Klöße formen und 20 Min. im Wasser kochen/ziehen lassen. Die obige Teigmenge ergibt ca. 20 „große“ Leberklöße.

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Da ziehen sie – zwar nicht von dannen, aber gar 🙂

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Marillenknödel

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Ehemals gefunden hatten wir dieses Rezept auf der Seite „www.niederösterreich.at“. Es stammte von Ilse Gutmanns; nicht nur wir waren von dem Rezept begeistert,  auch Spitzenköchin Sarah Wiener.
Leider wurde diese Seite mittlerweile vom Netz genommen!
Aber glücklicherweise hatten wir das Rezept notiert 🙂

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Speckknödel

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Als Anregung dienten die Rezepte Speckknödel mit Sauerkraut und Original Südtiroler Speckknödel.

Ein Grund, und nicht der unwichtigste, solch ein Rezept auszuprobieren war der geräucherte Speck vom Wollschwein, den wir ja irgendwie verarbeiten müssen.
…aber so wie dieser Speck schmeckt, werden wir sicher keine Probleme haben, ihn in Rezepten „unterzubringen“ 🙂

Zutaten:

  • 300 g Brötchen, altbacken (ca. 6 Stück)
  • 200 ml Milch
  • 240 g Speck (wir: Mangalica-Speck)
  • 3 Eier
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 EL Mehl
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Muskat, frisch gerieben

Zubereitung:

Brötchen in ca. 1 cm Würfel schneiden. Milch erhitzen und über die Brötchenwürfel gießen, einmal gründlich umrühren und die Masse 20 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit den Speck und die Zwiebel fein würfeln. Knoblauchzehe halbieren. Eine Pfanne erhitzen, Speckwürfel hinein geben. Sobald das erste Fett aus den Speckwürfeln austritt, den Knoblauch dazu geben und mit braten bis er braun wird, dann entfernen. Den Speck aus der Pfanne nehmen, das Fett in der Pfannen lassen. In dieses Fett die Zwiebeln geben und bei milder Hitze glasig dünsten. 2/3 der Zwiebeln aus der Pfanne nehmen und zu den Brötchenwürfeln geben; ebenso 2/3 der Speckwürfel.

Sollte zu viel Fett in der Pfanne sein, so viel entfernen, dass nur ca. 3 EL zurück bleiben. Dieses (mitsamt den Zwiebeln) mit dem Mehl binden; beiseite stellen.

Nun die Eier zu der Brötchenmasse geben, salzen, pfeffern und etwas Muskat darüber reiben. Masse gut verkneten. Mit nassen Händen Knödel formen.

Die Knödel in kochendes Salzwasser geben, Hitze reduzieren sodass das Wasser nur noch leicht siedet. Die Knödel ca. 20 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Mehlschwitze mit der Gemüsebrühe aufgießen und erhitzen. Die restlichen Speckwürfel wieder dazu geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

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Bei uns gab es, wie man auf dem Bild erkennen kann, Sauerkraut dazu.