Shabu shabu

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Shabu shabu ist die japanische Antwort auf das französische Fondue 🙂

Man spricht auch von einem „Brühfondue“. Der Hauptunterschied liegt darin, dass bei Shabu shabu oder dem Brühfondue im Allgemeinen das Gargut nicht in Fett sondern in Brühe gegart wird.
Und genau das macht das Brühfondue unserer Meinung nach wesentlich bekömmlicher als ein (Fett-)Fondue.
Zusätzlich wird beim Shabu shabu nicht nur Fleisch verwendet, sondern auch Gemüse.

So, dann aber gleich zu den „Fehlern“, die wir machen: Shabu shabu wird eigentlich im „Feuertopf“ zubereitet; einem großen Metalltopf, der über offenem Feuer erhitzt wird. Offenes Feuer am Esstisch…da bevorzugen wir die elektrische Variante zum Erhitzen.
Traditionell wird zu Shabu shabu Reis gegessen. Wir essen lieber frisches Baguette dazu.
Beim ursprüngliche Shabu shabu wird neben Gemüse nur Rindfleisch verwendet.

Jetzt aber genug von Tradition und dem, was wir alles falsch machen, jetzt zu dem, wie wir es machen und vor allem: wie es uns super lecker schmeckt.

Zutaten für die Brühe:

  • 1 1/2 bis 2 Liter Brühe *) so viel eben, dass der Fonduetopf ziemlich voll ist
  • 1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
  • 1 kirschgroßes Stück frischen Ingwer, fein gewürfelt
  • 3 – 4 getrocknete Lilien (Asia-Laden)
  • 20 ml halbtrockenen Sherry
  • 40 – 50 ml helle Sojasauce

*) ob man Rinderbrühe, Hühnerbrühe, Geflügelbrühe oder sonst eine Brühe verwendet ist Geschmacksache; wir verwenden Hühnerbrühe; aber „kräftig“ sollte sie sein, da Fleisch und Gemüse nicht gewürzt werden.

Alle Zutaten für die Brühe in einen Topf füllen und vor Beginn des Essens schon 30 bis 45 Min. köcheln lassen. Vor dem Beginn des Essens die Lilien entfernen.
Während des Essens muss der Topf bzw. die Brühe (wie beim Fondue) heiß gehalten werden!

Zutaten zum Essen:

grob könnte man sagen: „erlaubt ist, was Spaß macht“.

Wir verwenden auch nicht immer die gleichen Zutaten, deshalb nachfolgend eine Auflistung, was wir schon alles verwendet haben:

  • frische Shitake-Pilze (Stiele entfernen; nur den „Hut“ verwenden)
  • Austernseitling
  • Champignons weiß und braun
  • Chinakohl
  • frische Spinatblätter (mein Favorit)
  • Karotten/Möhren
  • Zwiebeln
  • Mangold (nur die Blätter)
  • Nori (Seetang)
  • Putenbrust
  • Schweinefilet
  • Hühnerbrust
  • Lammfilet
  • Rinderfilet
  • Rindersteak (Entrecôte)
  • Kaninchenfilet (-rücken)
  • Wildschweinfilet
  • Garnelen
  • Krabben
  • Thunfisch
  • Lachs

Wichtig ist eigentlich nur, dass man das Fleisch und Gemüse in sehr dünne Scheiben oder kleine Stücke schneidet. Pilze dürfen ruhig etwas größer sein: da sie schwimmen, kann man sie in den Topf legen und länger garen lassen. Alles andere wird mit Stäbchen in die heiße Brühe getaucht, kurz „hin und her“ geschwenkt und aus dem Topf genommen.

Wer mag kann dazu auch Dips verwenden. Im Asia-Laden gibt es ja reichlich Auswahl an „süß-sauren Chilisaucen“ u. ä.  Bei der Auswahl sollte man nur darauf achten, dass keine Glutamat enthalten ist.

Man kann dazu auch selbstgemachte Saucen oder Chutneys servieren.

Und das Beste: „Resteverwertung“ ist inbegriffen! Zum Schluss alle übrig gebliebenen Zutaten in den Topf geben…und am nächsten Tag hat man ein herrliche „Asia-Suppe“.

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