Ziegenhals aus dem Slow Cooker

Wir bereiten viele Gerichte als „Schmorgerichte“ zu. Das lange und sanfte Schmoren vereinigt die Aromen der einzelnen Zutaten wesentlich besser als man das bei „Minutengerichten“ hinbekommen könnte.
Gulasch, Rinderbraten, Ossobuco, Sauerbraten, Rinder- und Kalbsbäckchen, Böfflamott, Bigos, Ochsenschwanz, Lammschmortopf, Rinderrouladen, Coq au vin, Brasato, Sifado…aber auch Sachen wie Pulled Pork oder -Duck, Baeckeoffe u.v.m. sind nun mal Gerichte, die lange geschmort werden sollten, damit sie ihren Geschmack voll entfalten können.
Aus diesem Grund gehen wir schon lange mit dem Gedanken schwanger uns einen „Schongarer“ oder neudeutsch „Slow Cooker“ zuzulegen.
Nun ergab sich die Möglichkeit einen Slow Cooker leihweise zu testen. Vielen Dank dafür nochmals an „Howegethealthy“, die uns ihren für einige Zeit überlassen haben.
Und dann kam alles so, wie wir es erwartet hatten: wir waren begeistert von den Eigenschaften des Slow Cookers.
In aller Regel gibt man die Zutaten in den Slow Cooker, wählt die Zeit, schaltet ihn ein…das war’s! Kein Umrühren, keine Flüssigkeit nachfüllen, kein „Aufpassen, dass es nicht anbrennt“, kein Ausschalten, wenn man das Haus verlässt…
Man kann aber genau so gut das Fleisch erst anbraten, um die gewünschten (und geliebten) Röstaromen zu erzeugen, dann alles in den Slow Cooker geben und diesem dann das sanfte Schmoren zu überlassen.

Schon nach dem ersten Test – diesem Ziegenhals – stand für uns fest, dass wir uns einen Slow Cooker zulegen werden.

Und eines noch: schaut ruhig mal bei „Howegethealthy“ rein, dort findet ihr auch viele interessante Rezepte.

Weiterlesen

Rehragout

comp_CR_CIMG6200_Rehragout

Der Hals ist ja eher ein „minderwertiges Teil“ beim Reh. Wenn man aber sieht (und schmeckt :)), was man selbst aus diesem noch zubereiten kann…

Zutaten:

  • 1 Rehhals ca. 2 kg
  • 1 Zwiebel
  • 200 g Suppengrün
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Nelken, ganz
  • 5 Wacholderbeeren
  • 2 EL Mehl
  • 250 ml Rotwein, trocken
  • 200 ml Wildfond
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 Glas Pfifferlinge (frische wären natürlich besser…)

Zubereitung:

Zwiebel und Suppengrün fein würfeln.

Rehhals von allen Seiten salzen und pfeffern. Butterschmalz in einem Bräter erhitzen, den Rehhals von allen Seiten anbraten, aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.

Zwiebel im restlichen Butterschmalz anbraten, Suppengrün und Gewürze zugeben, kurz mitbraten. Alles mit Mehl bestäuben, mit Rotwein und Fond ablöschen, aufkochen. Den Rehhals zurück in den Topf legen. Zugedeckt bei milder Hitze ca. 2 Stunden schmoren, bis sich das Fleisch leicht von den Knochen löst. Den Hals aus der Sauce nehmen, etwas abkühlen lassen. Fleisch von den Knochen lösen, in mundgerechte Stücke schneiden.

Nelken, Wacholderbeeren und Lorbeerblatt aus der Sauce nehmen. Die Sauce mit dem „Zauberstab“ (Stabmixer) pürieren.

Pfifferlinge abgießen, falls sie sehr salzig sind kurz unter fließendem Wasser abspülen, in die Sauce geben. Ausgelöstes Rehfleisch zur Sauce geben und erwärmen. Nochmals abschmecken.

Bei uns gab es Rotkraut und Spätzle dazu.

Schweinenacken gegrillt

Wenn das Wetter nicht mitspielt und man nicht auf dem Holzkohlegrill grillen kann, dann muss halt der gewöhnliche Backofen/-grill herhalten…es gibt Schlimmeres 🙂

Tipp: Der Schweinenacken/-hals ist für mich, speziell zur Zubereitung „am Stück“, eines der besten Teile vom Schwein. Er ist „durchwachsen“, was verhindert, dass er bei der Zubereitung „trocken“ wird. Man sollte aber darauf achten, dass er nicht „zu fett ist“. Das Fleisch sollte mit dem Fett „fein marmoriert“ sein, also von feinen „Fettadern“ durchzogen sein.

Den Schweinenacken (Hals) salzen, pfeffern, mit Knoblauchpaste (Knoblauch schälen, fein hacken, etwas Salz dazugeben und mit einem Messer mit breiter/höher Klinge zu einem „Brei“ zerdrücken) würzen. Wir geben noch Paprikapulver darauf, ist aber Geschmackssache. Etwas Olivenöl darüber geben und gut „einmassieren“.

Im Backofen 15 Min. bei 220 Grad anbacken, dann die Temperatur auf 175 Grad reduzieren und den Nacken weitere 90 Min. backen.

Wer mag, kann anschl. den Braten noch übergrillen. Haben wir dieses Mal nicht getan, da er auch so schon schön braun war.

Dass das Fleisch schön saftig war kann man, glaube ich auf dem Bild erkennen.

Dazu gab es Rohgeröstete“ (Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln)