Bärlauch-Hackfleisch-Pie

Wenn die Bärlauchsaison ENDLICH wieder los geht bzw. mittlerweile in vollem Gange ist, haben wir natürlich ganz viele Rezepte mit diesem edlen Kraut, die wir einfach machen MÜSSEN, allem voran natürlich die „Bärlauch-Ricotta-Gnocchi“ aber auch „Ziegenfrischkäse mit Bärlauch im Speckmantel“ und „Bärlauchpesto“, und „Bärlauchspätzle“ und…und…und…
Aber wir wollen natürlich auch immer wieder neues Ausprobieren, schließlich kann man nur so immer wieder neue Köstlichkeiten entdecken. Würden wir das nicht tun, hätten wir all die oben genannten Rezepte nicht entdeckt.
Also, „auf zu neuen Ufern“.

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Wildschwein-Pilz-Frikadellen mit Bärlauchspätzle

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Wir mussten es einigen Leute versprechen, dieses Rezept heute zu posten, da sie nicht glauben wollten, dass wir gestern den ersten Bärlauch in diesem Jahr entdeckt haben. Also, hier ist er, der erste Bärlauch 2017 – eingebunden in Spätzle, kombiniert mit Frikadellen vom Wildschwein.

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Wildschwein-Hackbällchen in Steinpilzsauce

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…und so kommt zusammen, was zusammen gehört…wenn auch auf Umwegen.
Die Steinpilze (aus dem Wald), über den Umweg des Trocknens
und das Fleisch des Wildschweins (aus dem Wald) über den Umweg „Tiefkühltruhe“, nun endlich wieder vereint 🙂

Zutaten

Fleisch:

  • 500 Hackfleisch vom Wildschwein
  • 1 Ei
  • 1 trockenes Brötchen
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 – 2 Knoblauchzehen
  • 20 g Crème fraîche
  • 1 – 2 EL Semmelbrösel
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Thymian
  • 1/2 TL Steinpilzpulver *)
  • 1 EL Butterschmalz

*) Steinpilzpulver: erhältlich im Gewürzhandel oder über das Internet; feines Pulver aus luftgetrockneten Steinpilzen; gibt Speisen bereits in geringen Mengen volles Steinpilzaroma; lässt sich leichter bevorraten als TK- oder Dosen-Pilze.

Pilzsauce:

  • 30 g  getrocknete Steinpilze
  • 1/2 TL Steinpilzpulver
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 40 g Wurzelgemüse
  • 1 leicht gehäuften EL Mehl
  • 250 ml Wildfond (alternativ Gemüsebrühe)
  • evtl. 1 EL Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Thymian
  • 1 EL Holunderbeersaft

Zubereitung:

Getrockneten Steinpilze mind. 1/2 Stunde in 1/4 Liter Wasser einweichen.

Das Brötchen in kaltem Wasser einweichen bis es weich ist; gut ausdrücken.
Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.

Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen; 1/2 gewürfelte Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig dünsten; gewürfelten Knoblauch dazu geben und 1 bis 2 Minuten mit dünsten. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Hackfleisch, Ei, Crème fraîche, Brötchen, Steinpilzpulver, Salz, frisch gemahlenen Pfeffer, Thymian und gedünstete Zwiebel und Knoblauch in eine Schüssel geben und alles gut verkneten. So viel Semmelbrösel (1 – 2 EL) dazu geben, dass eine weiche, aber formbare Masse entsteht.

Aus dem Hackfleisch ca. 20 kleine Bällchen formen und im restlichen Butterschmalz der gedünsteten Zwiebeln/Knoblauch bei mittlerer Hitze rundum braun anbraten. Die Hackbällchen aus der Pfanne nehmen und warm stellen.

Falls erforderlich noch etwas Butterschmalz in die Pfanne gegen und die Zwiebeln (für die Pilzsauce) darin braten bis sie beginnen braun zu werden.
Die leicht ausgedrückten Steinpilze, Knoblauch und Wurzelgemüse dazu geben und 2 bis 3 Minuten rösten.
Mit dem Mehl abstäuben und kurz rösten.
Mit dem Fond ablöschen; mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, Thymian und Steinpilzpulver würzen.
Das restliche Einweichwasser der Steinpilze ebenfalls in die Pfanne geben; dabei darauf achten, dass evtl. „Bodensatz“ im Einweichwasser nicht mit in die Pfanne gegossen wird.
Holundersaft dazu geben.
Die Pilzsauce wieder erhitzen und einige Minuten bei größerer Hitze kochen lassen, damit die Sauce etwas einreduziert.

Die Hitze reduzieren und die Hackbällchen wieder in die Pfanne geben, mit geschlossenem Deckel ca. 15 Min. sanft köcheln lassen. Dabei ab und zu umrühren. Falls erforderlich, noch Flüssigkeit auffüllen.

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Dazu passen z. B. Spätzle.

Strudel vom Rind

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In der Sendung „ARD-Buffet“ vom 26.06.2015 stellte der Koch Michael Kempf dieses Rezept vor.
Klang sehr gut, macht neugierig…
Mit kleinen Abwandlungen.

Zutaten:

  • Strudelteig, Herstellung siehe >> hier << oder 1 Päckchen fertigen Strudelteig
  • 500 g Rinderhackfleisch
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Butter
  • 1 trockenes Brötchen
  • 100 ml Milch
  • 1/2 TL Majoran (2 Zweige frischer Majoran wäre natürlich besser, wir hatten aber leider keinen)
  • 1 Ei
  • 1 TL groben Senf
  • 1/2 TL Harissa (nordafrikanische Würzpaste auf Chilibasis)
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1/2 Paprika; wir: gelb, da wir zufällig noch eine vorrätig hatten
    Sonnenblumenöl zum Backen

Zubereitung:

Backofen auf 120 Grad Unter-/Oberhitze vorheizen.

Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden.
Knoblauch fein würfeln.
In einer Pfanne die Butter erhitzen und die Frühlingszwiebeln und Knoblauch darin glasig andünsten; vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Brötchen in der Milch einweichen.
Brötchen gut ausdrücken.

Paprika schälen und fein würfeln.

Alle Zutaten (mit Ausnahme des Strudelteigs 🙂 ) in eine Schüssel geben und gut mischen/verkneten.
Hackfleisch in 6 gleiche Portionen teilen.

Den Strudelteig in Streifen von ca. 8 x 20 cm schneiden.
Ergab bei uns 18 Streifen; 12 wären aber auch ausreichend oder wer es sehr knusprig mag, kann auch 24 Streifen verwenden.

Nun zwei Strudelteigstreifen über Kreuz legen.

Eine Portion Hackfleisch nun zu einer quadratischen Frikadelle von 8 x 8 cm formen.
Diese in die Mitte des Strudelteigkreuzes (da, wo die Teigstreifen übereinander liegen) legen. Die überstehenden Teigstreifen über das Hackfleisch schlagen (Hackfleisch „einpacken“).
Auf diese Art alle Hackfleischportionen „verpacken“.

Wer mehr Teigstreifen hat, kann diese zusätzlich darum wickeln.

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In einer Pfanne nun reichlich Sonnenblumenöl erhitzen („gute“ Mittelhitze) und die Strudelpäckchen hinein geben.
Wenn die Unterseite schön braun gebraten ist (bei uns ca. 4 Min.) wenden und die zweite Seite ebenfalls braun und knusprig backen.

Die Strudelpäckchen aus der Pfanne nehmen, kurz zum Entfetten auf Küchenkrepp legen; anschl. in den Backofen auf den Rost geben und noch ca. 7 bis 10 Min. weiter garen lassen.

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