Bärlauch-Hackfleisch-Pie

Wenn die Bärlauchsaison ENDLICH wieder los geht bzw. mittlerweile in vollem Gange ist, haben wir natürlich ganz viele Rezepte mit diesem edlen Kraut, die wir einfach machen MÜSSEN, allem voran natürlich die „Bärlauch-Ricotta-Gnocchi“ aber auch „Ziegenfrischkäse mit Bärlauch im Speckmantel“ und „Bärlauchpesto“, und „Bärlauchspätzle“ und…und…und…
Aber wir wollen natürlich auch immer wieder neues Ausprobieren, schließlich kann man nur so immer wieder neue Köstlichkeiten entdecken. Würden wir das nicht tun, hätten wir all die oben genannten Rezepte nicht entdeckt.
Also, „auf zu neuen Ufern“.

Weiterlesen

Wildschwein-Pilz-Frikadellen mit Bärlauchspätzle

comp_cr_img_3420_wildschweinpilzfrikadellen

Wir mussten es einigen Leute versprechen, dieses Rezept heute zu posten, da sie nicht glauben wollten, dass wir gestern den ersten Bärlauch in diesem Jahr entdeckt haben. Also, hier ist er, der erste Bärlauch 2017 – eingebunden in Spätzle, kombiniert mit Frikadellen vom Wildschwein.

Weiterlesen

Wildschwein-Hackbällchen in Steinpilzsauce

comp_cr_cimg0404_wildschweinhackbaellchen_in_steinpilzsauce

…und so kommt zusammen, was zusammen gehört…wenn auch auf Umwegen.
Die Steinpilze (aus dem Wald), über den Umweg des Trocknens
und das Fleisch des Wildschweins (aus dem Wald) über den Umweg „Tiefkühltruhe“, nun endlich wieder vereint 🙂

Zutaten

Fleisch:

  • 500 Hackfleisch vom Wildschwein
  • 1 Ei
  • 1 trockenes Brötchen
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 – 2 Knoblauchzehen
  • 20 g Crème fraîche
  • 1 – 2 EL Semmelbrösel
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Thymian
  • 1/2 TL Steinpilzpulver *)
  • 1 EL Butterschmalz

*) Steinpilzpulver: erhältlich im Gewürzhandel oder über das Internet; feines Pulver aus luftgetrockneten Steinpilzen; gibt Speisen bereits in geringen Mengen volles Steinpilzaroma; lässt sich leichter bevorraten als TK- oder Dosen-Pilze.

Pilzsauce:

  • 30 g  getrocknete Steinpilze
  • 1/2 TL Steinpilzpulver
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 40 g Wurzelgemüse
  • 1 leicht gehäuften EL Mehl
  • 250 ml Wildfond (alternativ Gemüsebrühe)
  • evtl. 1 EL Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Thymian
  • 1 EL Holunderbeersaft

Zubereitung:

Getrockneten Steinpilze mind. 1/2 Stunde in 1/4 Liter Wasser einweichen.

Das Brötchen in kaltem Wasser einweichen bis es weich ist; gut ausdrücken.
Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.

Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen; 1/2 gewürfelte Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig dünsten; gewürfelten Knoblauch dazu geben und 1 bis 2 Minuten mit dünsten. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
Hackfleisch, Ei, Crème fraîche, Brötchen, Steinpilzpulver, Salz, frisch gemahlenen Pfeffer, Thymian und gedünstete Zwiebel und Knoblauch in eine Schüssel geben und alles gut verkneten. So viel Semmelbrösel (1 – 2 EL) dazu geben, dass eine weiche, aber formbare Masse entsteht.

Aus dem Hackfleisch ca. 20 kleine Bällchen formen und im restlichen Butterschmalz der gedünsteten Zwiebeln/Knoblauch bei mittlerer Hitze rundum braun anbraten. Die Hackbällchen aus der Pfanne nehmen und warm stellen.

Falls erforderlich noch etwas Butterschmalz in die Pfanne gegen und die Zwiebeln (für die Pilzsauce) darin braten bis sie beginnen braun zu werden.
Die leicht ausgedrückten Steinpilze, Knoblauch und Wurzelgemüse dazu geben und 2 bis 3 Minuten rösten.
Mit dem Mehl abstäuben und kurz rösten.
Mit dem Fond ablöschen; mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, Thymian und Steinpilzpulver würzen.
Das restliche Einweichwasser der Steinpilze ebenfalls in die Pfanne geben; dabei darauf achten, dass evtl. „Bodensatz“ im Einweichwasser nicht mit in die Pfanne gegossen wird.
Holundersaft dazu geben.
Die Pilzsauce wieder erhitzen und einige Minuten bei größerer Hitze kochen lassen, damit die Sauce etwas einreduziert.

Die Hitze reduzieren und die Hackbällchen wieder in die Pfanne geben, mit geschlossenem Deckel ca. 15 Min. sanft köcheln lassen. Dabei ab und zu umrühren. Falls erforderlich, noch Flüssigkeit auffüllen.

comp_cr_cimg0413_wildschweinhackbaellchen_in_steinpilzsauce

Dazu passen z. B. Spätzle.

Strudel vom Rind

comp_CR_IMG_5390_Strudel_vom_Rind

In der Sendung „ARD-Buffet“ vom 26.06.2015 stellte der Koch Michael Kempf dieses Rezept vor.
Klang sehr gut, macht neugierig…
Mit kleinen Abwandlungen.

Zutaten:

  • Strudelteig, Herstellung siehe >> hier << oder 1 Päckchen fertigen Strudelteig
  • 500 g Rinderhackfleisch
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Butter
  • 1 trockenes Brötchen
  • 100 ml Milch
  • 1/2 TL Majoran (2 Zweige frischer Majoran wäre natürlich besser, wir hatten aber leider keinen)
  • 1 Ei
  • 1 TL groben Senf
  • 1/2 TL Harissa (nordafrikanische Würzpaste auf Chilibasis)
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1/2 Paprika; wir: gelb, da wir zufällig noch eine vorrätig hatten
    Sonnenblumenöl zum Backen

Zubereitung:

Backofen auf 120 Grad Unter-/Oberhitze vorheizen.

Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden.
Knoblauch fein würfeln.
In einer Pfanne die Butter erhitzen und die Frühlingszwiebeln und Knoblauch darin glasig andünsten; vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Brötchen in der Milch einweichen.
Brötchen gut ausdrücken.

Paprika schälen und fein würfeln.

Alle Zutaten (mit Ausnahme des Strudelteigs 🙂 ) in eine Schüssel geben und gut mischen/verkneten.
Hackfleisch in 6 gleiche Portionen teilen.

Den Strudelteig in Streifen von ca. 8 x 20 cm schneiden.
Ergab bei uns 18 Streifen; 12 wären aber auch ausreichend oder wer es sehr knusprig mag, kann auch 24 Streifen verwenden.

Nun zwei Strudelteigstreifen über Kreuz legen.

Eine Portion Hackfleisch nun zu einer quadratischen Frikadelle von 8 x 8 cm formen.
Diese in die Mitte des Strudelteigkreuzes (da, wo die Teigstreifen übereinander liegen) legen. Die überstehenden Teigstreifen über das Hackfleisch schlagen (Hackfleisch „einpacken“).
Auf diese Art alle Hackfleischportionen „verpacken“.

Wer mehr Teigstreifen hat, kann diese zusätzlich darum wickeln.

comp_CR_CIMG1496_Strudel_vom_Rind

In einer Pfanne nun reichlich Sonnenblumenöl erhitzen („gute“ Mittelhitze) und die Strudelpäckchen hinein geben.
Wenn die Unterseite schön braun gebraten ist (bei uns ca. 4 Min.) wenden und die zweite Seite ebenfalls braun und knusprig backen.

Die Strudelpäckchen aus der Pfanne nehmen, kurz zum Entfetten auf Küchenkrepp legen; anschl. in den Backofen auf den Rost geben und noch ca. 7 bis 10 Min. weiter garen lassen.

comp_CR_IMG_5385_Strudel_vom_Rind

Punjena Pljeskavica

comp_CR_IMG_5062_Pleskavica_DjuvecReis

Ja, ja, wie heißt es doch so schön: „man wird so alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu“.
Bisher haben wir immer von gefüllten Pleskavica gesprochen, wenn wir sie mit Schafskäse gefüllt haben. Jetzt mussten wir lernen, dass diese Art von Pljeskavica einen eigenen Namen hat: „Punjena Pljeskavica“.
Nun gut, dann gibt es eben bei uns ab sofort keine gefüllten Pleskavica mehr sondern nur noch „Punjena Pljeskavica„.
Egal, wie man sie nennt, Hauptsache sie schmecken.
Und eines bringen sie immer noch mit, die Erinnerung daran, wo wir sie zum ersten Mal gegessen haben: an der kroatischen Küste, etwas außerhalb des (damals) kleinen Ortes „Sveti Filip i Jakov“; inmitten der Weinberge Richtung „Biograd na Moru“, lag ein kleines Restaurant („Ada“). Von der Terrasse hatten man einen herrlichen Blick über die Bucht von „Biograd na Moru“. Sonnenuntergang…die bunt beleuchteten Fischerboote kehrten zurück in den Hafen, wir saßen bei einem guten Gläschen trockenen Rotweins und konnten dem „Grillmeister“ zusehen, wie er unsere Pleskavica, äh, sorry, Punjena Pljeskavica, grillte

Zutaten:

  • 200 g Schafskäse
  • 500 g Lammhack *)
  • 500 g gemischtes Hackfleisch *)
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 leicht gehäufter TL Paprika, edelsüß

*) Beim Mischungsverhältnis der Hackfleischsorten kann man natürlich variieren, aber es sollte mind. immer 50% Lammhack dabei sein. Man kann auch reines Lammhack verwenden; wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass die Bindung des Hackfleisches besser ist, wenn man zumindest etwas Schweine-Hackfleisch verwendet.

Zubereitung:

Zwiebel schälen und fein hacken.
Knoblauch schälen, hacken, mit etwas Salz zu einer feinen Paste zerdrücken.
Hackfleisch, Zwiebel, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Paprika in eine Schüssel geben und alles sehr gut verkneten.

Käse in 4 Stücke teilen, dazu die Käsescheibe flach hinlegen, einmal waagrecht und einmal senkrecht teilen. Flache Käsestücke lassen sich besser im Fleisch „verpacken“.

Hackfleisch in 4 Portionen aufteilen und zu „flachen Scheiben“ drücken. Ein Stückchen Käse hineinlegen. Jetzt sollte soviel Hackfleisch „überstehen“, dass, schlägt man es nach oben, der Käse vollständig eingeschlagen ist.

Wichtig ist, dass man die „Nahtstellen“ des Hackfleischteiges gut miteinander verbindet, sonst platzt das Punjena Pleskavica später beim Braten/Grillen an der Nahtstelle auf!

Pleskavica in heißem Fett von einer Seite kräftig anbraten. Erst wenden, wenn es eine richtige Kruste bekommen hat. Hat sich auch auf der zweiten Seite diese Kruste gebildet, Hitze reduzieren und bei mittlerer Hitze fertig garen.

Tipp: will man Pleskavica grillen, ein Stück Alufolie leicht einölen (glänzende Seite!) Punjena Pleskavica darauf setzten und so auf den Grill geben. Wenn das Hackfleisch anfängt braun zu werden, wenden. Ist auch die zweite Seite leicht braun, die Alufolie entfernen und auf dem Grillrost zu Ende garen. So hängt das Hackfleisch nicht am Grillrost an!

Bei uns gab es dazu (wie es sich gehört 🙂 ) „Djuvec-Reis

comp_CR_IMG_5057_Pleskavica_DjuvecReis

Unser Beitrag zum Thema „Urlaub“ für „kebos homings“ Blogevent „Typisch für…

Typisch_für