Granatsplitter (mit Buttercreme)

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Als ich begann das Rezept hier zu schreiben, fiel mir ein, dass wir vor geraumer Zeit schon einmal ein Rezept für Granatsplitter veröffentlicht hatten. Ich schaute nach und musste schmunzeln, denn die Granatsplitter damals wie die heute, haben wir aus den (eingefrorenen) Resten von Hochzeitstorten „gebastelt“.

Was mir nun zu denken gibt: wir haben nur zwei Kinder, beide sind nun verheiratet – gibt es nun zukünftig keine Granatsplitter mehr bei uns???

Zutaten (für 10 Stück):

  • 250 g Biskuit (wir: verschiedene Reste von der Hochzeitstorte)
  • 320 g Buttercreme (ebenfalls ein Rest, von einem Frankfurter Kranz)
  • 250 g Erdbeeren
  • 300 g Zartbitter-Kuvertüre
  • 10 Oblaten, Durchmesser 6 cm

Zubereitung:

Früchte in etwa 1/2 cm große Stück hacken.

Die Teigreste mit der Buttercreme und den Früchten verrühren – je nach persönlichem Belieben länger oder kürzer rühren, sprich: die Teigstückchen in der Masse gröber lassen oder feiner machen.

Von der Masse etwa tennisballgroße Stück abstechen, zu einem Kegel formen und auf die Oblaten setzen.

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Diese „Rohlinge“ für mind. 30 Min. in die Tiefkühltruhe stellen – auf der kalten Masse wird der Schokoladenüberzug schneller fest.

Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Granatsplitter damit überziehen.

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Granatsplitter

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Auch so eine Kindheitserinnerung: Granatsplitter.

In meiner Kindheit gab es beim Bäcker (einen „Konditor“ gab es bei uns „auf dem Ort“ nicht) nicht so viel Kuchen, Torten, Törtchen, Kaffeestückchen usw. wie heute. Jeden Tag ein oder zwei Blechkuchen, in wechselnder Ausführung, zwei Sorten Kaffeestückchen, ebenfalls in wechselnden Sorten und eine Torte. Diese Torte wurde,mehr oder weniger, so lange verkauft, bis alles weg war, dann gab es eine andere/neue.

Zur Herstellung von Granatsplittern verwendet man die Reste, die bei der Herstellung von Torten, Biskuitböden, Sahne, Buttercreme usw. übrig bleiben. Früher wurden zusätzlich Backwaren, die man im Laden nicht mehr verkaufen konnte oder wollte – weil unansehnlich – ebenfalls mit zu Granatsplittern verarbeitet (was die Bäcker natürlich immer bestritten haben…und was heute verboten ist). All diese „Reste“, wurden miteinander verrührt, je nach Landstrich mehr oder weniger fein/gründlich, und auf Böden aus Mürbe-, Biskuit- oder Waffelteig (einige Bäcker verwendeten auch einfach Oblaten) gesetzt und mit einem Schokoladenüberzug versehen.

Da es bei unserem Bäcker nicht viele Reste gab, die man zu Granatsplittern verarbeiten konnte – siehe oben – gab es diese entspr. selten.

„Erschwerend“ kam noch dazu, dass ich als Kind nur 2x wöchentlich zum Bäcker geschickt wurde um Brot zu kaufen. An allen anderen Tagen sind mir evtl. angebotene Granatsplitter „durch die Lappen gegangen“…

Vielleicht ist es diese „Granatsplitter-Mangelernährung“, die dazu geführt hat, dass ich Granatsplitter so liebe.

Bei der Herstellung der Hochzeitstorte für unsere Tochter, hatten wir „einiges“ an Resten, sowohl an Biskuitboden als auch an Füllung (Mascarpone-Creme). Diese (zwischenzeitlich eingefroren) bildeten die Grundlage für unsere Granatsplitter.

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Zutaten (für 20 Stück):

  • 800 g Biskuit (Reste von der Hochzeitstorte)
  • 400 g Mascarpone-Creme (ebenfalls Reste der Hochzeitstorte)
  • 200 g Aprikosen (Konserve)
  • 250 g Sauerkirschen (Konserve)
  • 250 g Sahne
  • 2 EL Rum
  • 1 EL Vanillezucker
  • 350 g Zartbitter-Kuvertüre
  • 20 Waffelböden, Durchmesser 6 cm (alternativ: Oblaten)

Zubereitung:

Sahne schlagen.
Früchte in etwa 1/2 cm große Stück hacken.

Die Teigreste mit Creme, Sahne und den Früchten verrühren – je nach persönlichem Belieben, länger oder kürzer, sprich: die Stückchen in der Masse gröber oder feiner lassen .

Von der Masse etwa tennisballgroße Stück abstechen, zu einem Kegel formen und auf die Waffelböden setzen.

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Diese „Rohlinge“ für mind. 30 Min. in die Tiefkühltruhe stellen – auf der kalten Masse wird der Schokoladenüberzug schneller fest.

Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Granatsplitter damit überziehen.

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Schokolade fest werden lassen und >> GENIESSEN.

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Granatsplitter – klingt nach Krieg. Hier der zugehörige Kriegsschauplatz:

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