Schweinelende im Speckmantel – gegrillt

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Vor einiger Zeit haben wir den Bauchspeck von Wollschwein hergestellt.
Diesen „müssen“ wir nun auch verbrauchen.
Endlich ist der Sommer bei uns eingekehrt, was bei uns ziemlich gleichbedeutend mit „Grillzeit“ ist.
Eine Schweinelende vom Bio-Hof haben wir auch noch.
Was also spricht dagegen all diese Sachen miteinander zu kombinieren?

ACHTUNG: nur für indirektes Grillen geeignet!! Durch die Hitze brät das Fett aus dem „Speckmantel“ und tropft. Grillt man direkt über der Holzkohle, tropft „jede Menge“ Fett in die Glut und löst Flammen/Feuer aus! Deshalb nur indirekt grillen!!

Zutaten:

  • 1 Schweinelende
  • 10 Scheiben geräucherten Schweinespeck
  • 1 – 2 Knoblauchzehen
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Paprika nach Belieben
  • Rollbratennetz oder Schweinenetz *)

*) alternativ kann man die Speckscheiben auch mit Schinkengarn befestigen, das ist aber etwas aufwändig. Auf jeden Fall sollte man die Speckscheiben aber fixieren, da sie ansonsten beim Grillen abfallen.

Zubereitung:

Die Knoblauchzehen fein hacken und mit etwas Salz zu einer feinen Paste zerdrücken.

Eine Lende hat die Form eines Keils/spitzen Dreiecks. Bereitet man die Lende in dieser Form zu, ist das flache Ende (die Filetspitze) lange „durch“, bevor das dicke Ende (der Kopf) auch nur ansatzweise gar ist. Aus diesem Grund, vom dicken Ende/Kopf ausgehend, nach etwa 2/3 der Länge die Lende etwa halb durchschneiden. Nun die Filetspitze „einklappen“/zurück schlagen. So erhält man ein gleichmäßig dickes Stück Fleisch, das eben auch gleichmäßig gart.

Das Fleisch nun mit der Knoblauchpaste einreiben und mit Salz (Vorsicht, nur ganz wenig bis kein Salz verwenden – wegen dem Speck!) Pfeffer und, wer mag, mit Paprika würzen.

Die Speckscheiben nun leicht überlappend nebeneinander legen die Lende darauf geben und mit dem Speck einwickeln; dabei darauf achten, dass die eingeschlagene Filetspitze fest mit dem Speck umwickelt/fixiert wird.

Der Speckmantel sollte unbedingt fixiert werden. Dazu entweder ein Rollbratennetz darüber ziehen oder mit einem Schweinenetz umwickeln oder mit Schinkengarn verknoten!

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Nun die Lende im Kugelgrill (über der Fettpfanne, nicht direkt über der Kohle), im Gasgrill oder im Grillkorb vor (!) der Glut grillen.

Die Grillzeit hängt natürlich sehr stark von der Hitze und der Größe der Lende ab. Wir haben unsere im Grillkorb, recht nah an der Glut (damit der Speck ausbrät“), etwa 25 Min. gegrillt.

Durch den Speckmantel bleibt die Lende sehr saftig und bekommt von diesem noch Geschmack ab.

Und die „ausgebratenen“ Speckscheiben selbst haben ein super Aroma!

Bei uns gab es dazu gebratenen grünen Spargel und in der Pfanne gebratene Kartoffelspalten.

Zucchiniröllchen – gegrillt

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Zucchini ist ein ganz tolles Gemüse. Dadurch, dass es nicht sehr geschmacksintensiv ist, lässt es sich mit vielem kombinieren oder auch zu vielem verarbeiten.

Hier haben wir aus „hauchdünnen“ Zucchinischeiben Röllchen geformt, aufgerollt, mariniert und schließlich gegrillt.

Einzig das Grillen ist etwas schwierig. Die Zucchinischeiben sind in ihrem weichen Innenteil aufgespießt. Grillt man sie zu lange, wird dieses sehr weich und die Röllchen lassen sich nicht mehr drehen. Also: nicht zu lange grillen.

Geschmacklich waren die Röllchen sehr gut und haben perfekt zu der gegrillten groben Bratwurst gepasst.

Zutaten für 4 – 5 Spieße:

  • 1 Zucchini, ca. 25 cm lang, ca. 400 g
  • 4 EL Rapsöl
  • 4 EL Zitronensaft
  • 1/4 TL Honig
  • 1 TL Thymian, fein gehackt
  • 1/4 TL Gewürzmischung „Griechische Kräuter“
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung:

Von der Zucchini Blüten- und Stielansatz abschneiden.
Auf einem Hobel (dünnste Einstellung wie für Gurkensalat) die Zucchini der Länge nach in dünne Scheiben hobeln. Die ersten und die letzten (schmalen) Scheiben beiseite legen. Die restlichen Scheiben gleichmäßig aufwickeln und auf Spieße stecken (keine runden Metallspieße verwenden!).

Die Knoblauchzehe fein hacken und mit etwas Salz zu einer feinen Paste zerdrücken. Mit den restlichen Zutaten zu einer Marinade verrühren. Die Zucchiniröllchen damit ein einpinseln. Etwa 1 Stunde durchziehen lassen. Wir haben die Spieße auf einen Teller gelegt und in der einen Stunde 2 – 3 mal gewendet.

Die Spieße nicht zu lange grillen, sonst „dreht der Spieß durch“.

Barbarie-Ente – gegrillt

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Es gibt schon viele „Grausamkeiten/Foltermethoden“. Aber 2 1/2 Stunden vor dem Grill zu stehen bzw. sitzen und der Ente zuzuschauen, wie sie da „ihre Runden dreht“, dass gehört schlicht und ergreifend verboten!! Per Gesetzt müsste verfügt werden, dass Enten ab sofort gebraten aus dem Ei zu schlüpfen haben 🙂

Zum Grillen von Enten, Hähnchen, Schweinshaxen, Roastbeef, Braten usw. verwenden wir einen Fleischspieß mit Motorantrieb. Außerdem wird der Grill dann nur von der Rückwand aus beheizt (damit kein Fett in die Holzkohle tropfen kann). Dies funktioniert meist nur bei portablen, klappbaren Grills. Bei den meisten stationären Grills geht das nicht – das war der Grund, warum ich meinen Grill selbst konstruiert und gebaut habe.

Zutaten (6 Personen):

  • 1 Barbarie-Ente, 3,3 kg
  • 1/2 TL Curry
  • 1/4 TL Chiliflocken
  • 1/2 TL Cumin
  • 1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 3 EL Olivenöl

Zubereitung:

Bei Enten, die gegrillt werden sollen, schneide ich immer das letzte Glied des Flügels ab, da dieses erfahrungsgemäß immer „vertrocknet“.

Die Ente gründlich waschen und trocken tupfen.

Innen mit Salz und Pfeffer würzen. Wer mag kann die Ente innen auch mit etwas Dijon-Senf, Thymian, Majoran und/oder Beifuß würzen.

Die Ente auf einen Grillspieß stecken und mit Fleischklammern fixieren.

Die Beine mit einem hitzebeständigen Faden (ich verwende Schinkenkordel) über Kreuz, zusammen mit dem Schwanz festbinden.

In der Mitte der Brust einen zweiten Faden einmal um die gesamte Ente herum führen und damit die Flügel festbinden.

Curry, Chiliflocken, Cumin, Paprika, Salz und Pfeffer in einen Becher oder Schüssel geben und mit dem Olivenöl verrühren/mischen.

Mit einem Backpinsel nun die Öl-Gewürzmischung gleichmäßig auf der Ente verteilen.

Bevor ich die Ente in den Grill hänge, stelle ich ein Backblech unter, damit austretendes Fett aufgefangen wird. Dem Backblech geben ich leichtes Gefälle weg von der Holzkohle.

Die Ente zunächst recht nahe (ca. 7 cm Abstand) an die Holzkohle hängen, damit sie gleich etwas Farbe bekommt. Mit dem austretenden Fett die Ente von Zeit zu Zeit einpinseln. Nach etwa 20 Min. den Abstand vergrößern. Ich hänge sie dann etwa 20 cm vor die Holzkohle. In dieser Entfernung, bei mittlerer Hitze, darf sie sich dann 2 Stunden in aller Ruhe drehen. In dieser Zeit immer mal wieder einpinseln und ab und zu mit einem Zahnstocher oder einer etwas dickeren Nadel in die Haut stechen, damit angesammeltes Fett ablaufen kann. Nicht vergessen auch immer mal wieder ein paar Holzkohlen nachlegen.

Dadurch, dass die Ente nicht bei großer Hitze (nahe an der Kohle) gegrillt wird, sondern bei mittlerer Hitze, bleibt sie saftiger und das Fleisch wird trotzdem schön „mürbe“. Diese Methode wende ich bei (fast) allem an, was ich auf dem Spieß grille: Schweinenacken, Roastbeef, Hähnchen, „Rebknorze“,Schweinshaxen, Rollbraten, Putenschenkel…

Zum Schluss die Ente nochmal nah an die Holzkohle hängen, damit sie ihre endgültige Farbe bekommt.

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Bei uns gab es dazu Pommes Frites und gratinierte Zucchinistifte.

Zucchini-Päckchen

Eine schöne „Gemüsebeilage“ zu Gegrilltem.

Zutaten:

  • 1 Zucchini (darf ruhig etwas größer/dicker sein)
  • Schafskäse
  • Salz
  • Olivenöl
  • Kräuter > wir haben Gewürzmischung „Griechische Kräuter“ verwendet.

Zubereitung:

Zucchini waschen Endstücke abschneiden.
In ca. 12 mm dicke Scheiben schneiden. Leicht einölen, mit den Gewürzen bestreuen, leicht salzen.

Entspr. Stücke vom Schafskäse schneiden und zwischen zwei Zucchinischeiben legen.

Fest in Alufolie einpacken (fest, damit es beim Grillen nicht verrutscht) – glänzende Seite der Alufolie nach innen!!
Je nach Hitze 15 bis 20 Min. grillen; dabei öfter wenden.

Fruchtspieße – gegrillt

Da der Grill nun schon mal angeheizt war…warum nicht mal ein paar Fruchspieße grillen?

Zutaten:

  • Obst, das so fest ist, dass man es aufspießen kann, z. B. Erdbeeren, Mango, Kiwi, Banane, Ananas, Pflaumen, Nektarinen, Orangen…
  • 1 EL Honig, vorzugsweise Pinienhonig
  • 3 EL Cointreau

Zubereitung:

Das Obst, falls erforderlich, in mundgerechte Stücke teilen.

Obst in eine Schüssel geben; Honig und Cointreau verrühren und über das Obst geben. Vorsichtig mischen. Mind. 1 Std. im Kühlschrank marinieren.

Auf Spieße stecken und kurz grillen (5 –  7 Min.).