Schweinerückensteak vom Freiland-Landschwein

Komischer Name „Freiland-Landschwein“.
Lässt sich aber relativ leicht erklären: Freiland-Schwein ist ein Schwein, welches das ganze Jahr „draußen“ lebt. Es hat zwar einen Stall/Unterstand und kann, wann immer es möchte, dort hinein, es kann aber auch, wann immer ES möchte (nicht der Landwirt/Züchter!) raus.
Und ein „Landschwein“ ist die Bezeichnung für keine spezielle Schweinerasse, sondern für ein sogenanntes „Senfschwein“ – da durfte eben jeder „seinen Senf dazu geben“ 🙂 – also über Jahre/Jahrzehnte eine Kreuzung diverser Rassen.
Wir waren nicht nur begeistert vom Aroma dieser Steaks, sondern auch davon, dass diese nach dem „Grillen“ (Braten in der Grillpfanne) noch so groß wie vor dem Grillen (!) und auch sehr saftig waren. Normalerweise machen wir uns nicht viel aus Schweinerücken, da er, aufgrund des fehlenden intramuskulären Fettes schnell trocken wird, aber dieses Fleisch…Granate!

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Stielkotelett (mit Schwarte!) vom Freiland-Duroc-Schwein

Bei unserem letzten Urlaub in Belgien bzw. genauer gesagt in den Ardennen haben wir nicht schlecht gestaunt!
Beim ersten Spaziergang mit unserm Hund – über verschneite Wege und Felder – erblickten wir in einiger Entfernung eine Weide „auf der sich etwas bewegt“.
Für Rinder war es zu klein, unser erster Gedanke: Schafe.
Aber bei genauerem Hinsehen stimmten die Umrisse nicht so ganz. Wir sind also etwas näher zu der Weide gelaufen…und haben nicht schlecht gestaunt! Im tiefsten Winter (nachts bis -10 Grad) lief da eine Gruppe Duroc-Schweine quietschfiedel über die Weide!
Das war unsere erste Begegnung mit Freiland-Duroc-Schweinen…
Bei weiteren Spaziergängen entdeckten wir noch weitere Weiden mit Duroc-Schweinen.
Das ist in den Ardennen nichts Besonderes, ganz im Gegenteil, es ist dort vollkommen „normal“, die Schweine das ganze Jahr über im Freiland zu halten.
Natürlich, die Schweine haben „Hütten“ auf ihren Weiden, in denen sie sich unterstellen und schlafen können, wann immer sie das wollen, aber ansonsten echtes „Freilandschwein“ oder besser „Frei-Land-Schwein“

Wir hatten dann das Glück, dass wir von solchen Schweinen etwas Fleisch erwerben konnten.

Auch eine Besonderheit bei der Zerlegung dieser Schweine ist, dass am Rücken/an den Koteletts die Schwarte dran bleibt!

Natürlich, das MUSS probiert werden!!

Also, bei solch einem Kotelett die Schwarte bis tief in die Speckschicht einschneiden.
Dann zunächst „hochkant“ (natürlich von Hand gehalten) die Schwarte kräftig braten.
Anschließend noch die Seiten braten.

(Größenvergleich: der Teller war ein „normaler“ Speiseteller mit 27 cm Durchmesser!)

Nach dem Braten nur mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen…

…und dann steht dem Genuss nichts mehr im Wege!

Von solch einer Fleischqualität kann man hier wirklich nur träumen!
Selbst bestes deutsches Bio-Fleisch reicht da nicht ran!