Frankfurter Schnitzel

Ein „Frankfurter Schnitzel“ ist eigentlich nichts anderes als ein „Schnitzel Wiener Art“ mit „Grüner Soße“.
„…nichts anderes als..“ klingt abwertend, ist es aber nicht! Die Kombination des Frankfurter Nationalgerichts „Grüne Soße“ mit einem „normalen Schnitzel“ ist schon etwas ganz besonderes – und das nicht nur für Frankfurter!

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Frankfurter Hartekuchen

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Für Frankfurter:

Bei dem Zimdgebegg, mansche saache ach Peffergebegg dezu, muss merr schonn e bissje an die Weihnachd denke, awwer den Haddekuche gibts ess ganse Johr.
Ei domols sinn owens die Breddzelfraae und -männer mit ihrne große Kerbb in Dribbedebach von aaner Schobbewerdschaft zu de negst gezoche unn hawe err  Breddzel, Keesestange unn Haddekuche verkaaft.  Dene Werdd war dess ganz reescht, ei bei dene gabs ja nix Klaanes, do gabs nur was Ohschdenischess, ei so a Ribbsche mit Kraud, Ferrdel haas Flaaschworschd, enn Handkees mit Mussigg unn all so e Zeusch, do warn die froh, wenn die Kundschaft wass Klaanes zum Kaue gried hodd, erst reeschd, wenn die Werdd als e mol e Breddzel umsonschd gried hawwe…

So, und das nun nochmals auf Hochdeutsch:

Dieses Zimtgebäck, teils auch Pfeffergebäck genannt, das wegen der Gewürze schon etwas an Weihnachtsgebäck erinnert, ist aber ein Gebäck, welches es das gesamt Jahr über gibt.
Früher zogen die Brezelfrauen und -männer mit ihren übergroßen Weidenkörben in den Abendstunden („owens“) – vornehmlich in Frankfurt-Sachenhausen („Dribbdebach“) von Apfelweinlokal zu Apfelweinlokal („Schobbewerdschaft“) und boten Laugengebäck („Breddzel“), Käsestangen  („Keesestange“) und Hartekuchen („Haddekuche“) zum Kauf an. Den Wirten („Werdd“) der Lokale war das kein Dorn im Auge, ganz im Gegenteil. Da es früher in den urigen Apfelweinlokalen nur „große“ Gerichte („was Ohschdenisches“) gab, vornehmlich gepökeltes Schweinerippchen mit Sauerkraut und Brot („Ribbsche mit Kraut“),  1/4 Ring heiße Fleischwurst mit Brot und Senf („Ferddel haas Fleischworschd“), Handkäse mit einer Marinade aus Essig, Öl, Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Kümmel („Handkees mit Musigg“), kam es auch den Wirten entgegen, wenn die Brezelfrauen und -männer den Gäste „etwas zum Knabbern“ verkauften. Noch dazu, wenn sie die „Lizenz zum Verkauf ihrer Waren“ mit einer gelegentlichen (als e mol“) Kostprobe beim Wirt erkauften…

Leider bekommt man dieses Traditionsgebäck heute nur noch ganz selten

  • die Brezelfrauen und – männer gibt es nicht mehr (statt dessen verkaufen heute vornehmlich Inder Rosen in Lokalen)
  • die „richtigen“ Apfelweinlokale, wo die Frankfurter einkehren, werden immer weniger
  • die Wirte kämpfen um jeden Euro und verkaufen (meist minderwertiges!) Laugengebäck selbst
  • es gibt keine Bäckereien mehr, die nachmittags frisches (frisches!, nicht aufgebackenes!) Gebäck anbieten
  • und, das muss man zugeben, richtig gut schmeckt „Haddekuche“ nicht zum Nachmittagskaffee o. ä., er schmeckt nur in geselliger Runde und zum Apfelwein

Zutaten:

  • 500 g Weizenmehl, Typ 550; alternativ Typ 405
  • 120 g Butter
  • 275 g Zucker
  • 75 ml Milch
  • 1 gehäufter TL Backkakao
  • 1 leicht gehäufter TL Lebkuchengewürz
  • 1 gehäufter TL Zimt
  • 1/2 TL gemahlenen Kardamom
  • 1 Msp. Nelkenpulver
  • 1 Ei
  • 12 g Backpulver (~3/4 Päckchen)
  • 2 Eiweiß

Zubereitung:

Alle Zutaten, mit Ausnahme der Eiweiß, in eine Schüssel geben und so lange rühren, bis der Teig beginnt sich von der Schüssel zu lösen.

Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und ca. 1 cm dick ausrollen.

Wer mag, kann den Teig vor dem Ausschneiden der Formen mit einem „Netz-/Rautenmuster“ verzieren.

Nun die gewünschten Formen ausschneiden.

Die traditionellen Formen sind Raute (ca. 15 x 8 cm) oder Rechteck ( ca. 12 x 7 cm). Wir haben allerdings kleinere Formen gewählt, damit man besser davon „mal naschen“ kann.

Die ausgeschnittenen Formen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen (wenig Abstand reicht aus), mit dem Eiweiß bestreichen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Unter-/Oberhitze ca. 15 Min. backen.

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Auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt gibt es noch ein oder zwei Stände, die dieses Traditionsgebäck anbieten – aber leider aus industrieller Fertigung, also ohne „Charakter“…

Unser Beitrag für: „Typisch für…“ von „Kebo Homing“.

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Frankfurter Schüsselpastete

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Das ist jetzt kein Rezept, das wir aus dem Urlaub („Fortbildungsreise ins Elsass“) mitgebracht haben – das stammt noch von vor dem Urlaub. Ich würde es aber auch nach dem Urlaub wieder kochen 🙂

Zutaten:

  • 750 g Kartoffeln
  • Salz
  • 200-250 ml Milch (man kann natürlich auch Sahne nehmen…)
  • 2 EL Butter
  • Muskatnuss, frisch gerieben
  • 2 Eier
  • 1 Ei (separat)

Zubereitung:

Wurzelgemüse und Zwiebel würfeln.
Petersilie hacken.

Olivenöl in einem Topf erhitzen und das Hackfleisch darin anbraten. Wenn es anfängt braun zu werden, die Zwiebel dazu geben und mitbraten. Das gewürfelte Wurzelgemüse zufügen und ca. 2 Min. braten. Mit dem Apfelwein ablöschen. Mit Salz, Pfeffer, Majoran und Macis würzen; die Fleischbrühe angießen. Die gehackte Petersilie dazu geben, alles wieder zum Kochen bringen, Hitze reduzieren und ca. 3/4 Stunde sanft köcheln lassen. Nach dieser Zeit sollte nicht mehr viel Flüssigkeit im Topf sein.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln kochen, abgießen.
Milch erhitzen, zusammen mit der Butter und Muskat zu den Kartoffeln geben und diese zu Püree stampfen. Etwas abkühlen lassen. Die Eier unter das Püree rühren.

Eine Auflaufform einfetten und als erstes das Hackfleisch hinein geben.
Darauf das Püree verteilen. Die Oberfläche glatt streichen.

Das letzte Ei verrühren und damit die Oberfläche einpinseln.
Nun mit einer Gabel die Oberfläche verzieren.

Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze etwa 30 Min. backen.

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Foodblogger-Treffen Rhein-Main

Gestern war es endlich so weit. Dank der Organisation von Sandra – vielen Danke hier nochmals dafür – fand das erste Foodblogger-Treffen im Rhein-Main-Gebiet statt.

Treffpunkt war das Restaurant

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in der Frankfurter Innenstadt, in direkter Nachbarschaft zum Römer.

Ein gelungenes und kurzweiliges Treffen.

Es war interessant, viele neue Gesichter, die sich hinter den Blogs verbergen, kennen zu lernen und einige „alte“ Bekannte wieder zu treffen.

Was hier aber nicht vergessen werden soll, ist das gute Essen, dass zumindest anfangs die interessanten Gespräche begleitete.

Die Eröffnung bildete ein herrlich cremiges Hummus mit reichlich Knoblauch (wir lieben Knoblauch!)

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Gefolgt von einem Amuse-Gueule der geräucherten Taunus-Forelle mit kross gebratenem Bacon mit Ingwer-Chutney.

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Dann, nach Karte, Kartoffelsuppe mit Kräuteröl, Crostini und blauen Kartoffelchips

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Für meine bessere Hälfte: Meersalz-Lammhüfte mit kross gebratener Sesampolenta, Balsamicozwiebeln, Paprika, Champignons und Aubergine

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Für meine Wenigkeit: Sauerbraten vom Weiderind auf Röstblumenkohl-Stampf mit blättrigen Nussbutterkartoffeln und kandierten Kalamata-Oliven

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Aufgrund der nicht gerade kleinen Portionen, musste der wichtigste Gang beim Menü – das Dessert – leider ausfallen.

Eines ist sicher, wir freuen uns auf das nächste Treffen!!

 

 

 

Frankfurter Fondue

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Es war das erste Mal, dass wir ein Käsefondue nach Frankfurter Art gemacht haben, aber sicher nicht das letzte Mal.

Zutaten:

  • 600 g Emmentaler
  • 250 ml Apfelwein
  • 50 g Champignons
  • 25 g Butter
  • 1 Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 2 cl Kirschwasser
  • 1 EL Speisestärke
  • 2 Baguette

Zubereitung:

Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden.
Käse reiben.
Champignons mit Küchenkrepp abreiben und in feine Scheiben schneiden.

Schneidet man die Champignons in zu dicke Scheiben, sind sie zu schwer und haften später nicht an den Brotwürfeln.

Butter in einem Fondue-Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anschwitzen, sie sollten keine Farbe annehmen. Apfelwein dazugeben und erwärmen. Den Käse in den Topf geben und unter Rühren schmelzen lassen. Die Champignonscheiben unterheben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Speisestärke mit dem Kirschwasser verrühren und unter das Fondue rühren damit es etwas andickt.

Baguette oder Weißbrot in mundgerechte Würfel schneiden und dazu reichen.

Bethmännchen

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Bei Bethmännchen handelt es sich um eine Frankfurter Spezialität, deren Hauptbestandteil Marzipan ist. Sie sind benannt nach der Frankfurter Bankiersfamilie Bethmann. Sie werden vorwiegend zur Weihnachtszeit gebacken.

Das Wichtigste aber: sie schmecken verdammt gut!!! 

Zutaten:

  • 500 g Marzipan-Rohmasse
  • 200 g Puderzucker
  • 2 Eiweiß
  • 20 g Mehl
  • 1 EL Rosenwasser; wer mag, kann man auch weg lassen
  • 300 g geschälte, halbierte Mandeln
  • 6 EL Zucker
  • 6 EL Wasser

Zubereitung:

Marzipan-Rohmasse, Puderzucker, Eiweiß und Mehl zu einer glatten Masse verkneten. Davon mit einem Teelöffel ca. 10-g Portionen abstechen (ca. so groß wie eine 50 Cent-Münze) . Mit nassen Händen zu Kugeln rollen. Sofort 3 halbierte Mandeln an die Seiten der Kugeln drücken. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und über Nacht trocknen lassen.

Am nächsten Tag bei 160 Grad Umluft in ca. 12 – 15 Min. goldgelb backen.

In der Zwischenzeit aus 6 El Wasser und 6 EL Zucker einen Sirup kochen. Die Bethmännchen aus dem Ofen nehmen und sofort mit dem Zuckersirup bestreichen. Trocknen lassen.

Nun entweder sofort essen (mein Favorit 🙂 ) oder luftdicht verschlossen aufbewahren.

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Frankfurter Kranz

oder als 2-stöckige Version:
Der Kuchen war für eine Geburtstagsfeier. Das einzige Problem: an dem Tag waren 38 Grad im Schatten, darunter hat der Frankfurter Kranz leider etwas gelitten. Aber geschmeckt hat er trotzdem 😉

Zutaten (für die einstöckige Version)

Teig:

  • 250 g Butter
  • 250 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillzucker
  • 5 Eier
  • 250 g Mehl
  • 125 g Speisestärke (Kartoffelmehl)
  • 100 ml Milch
  • 1 Bäckchen Backpulver

Creme:

  • 1 Päckchen Vanillepudding
  • 1/2 l Milch
  • 2 EL Zucker
  • 250 g Butter

außerdem:

  • Erdbeermarmelade
  • Belegkirschen
  • Haselnusskrokant

Zubereitung

Teig:
empfehlenswert ist es, den Teig schon am Vortag zu backen!

Alle Zutaten in ein Schüssel geben und zu einem glatten Rührteig verrühren.

Eine spezielle Backform für einen Frankfurter Kranz ist zwar schön, muss aber nicht sein, man kann auch eine Rodon- oder eine Gugelhupfform verwenden.

Form einfetten; Teig einfüllen; glatt streichen.
Bei 160 Grad Umluft ca. 1 Std backen.

Möglichst über Nacht auskühlen lassen.

Den Kuchen 2x waagrecht teilen.

Creme:

1 Vanillepudding mit 2 EL Zucker und 1/2 l Milch gem. Packungsanleitung kochen.

Abkühlen lassen, dabei Frischhaltefolie auf die Oberfläche des Puddings legen, damit er keine Haut zieht.

Die Butter in eine Schüssel geben und verrühren, damit sie weich und geschmeidig wird.

Wichtig: Wenn Butter und Pudding miteinander verrührt werden, müssen sie annähernd die gleiche Temperatur haben, sonst gerinnt die Buttercreme!! 

Wenn die Butter weich ist, nach und nach löffelweise den Pudding unter die Butter rühren.

Tipp: Sollte die Buttercreme gerinnen, die Schüssel mit der Creme in warmes Wasser (ca. 40 Grad) stellen und so lange rühren, bis das Geronnene sich aufgelöst hat. Evtl. zwischendurch Wasser erneuern, da es an Wärme verliert.

Nun auf die Schnittfläche des untersten Kuchenteils dünn Erdbeermarmelade auftragen (wenn die Marmelade zu fest ist und /oder sich schlecht auftragen läßt, diese in der Mikrowelle etwas erwärmen; evtl. einige Tropfen Wasser zufügen). Darauf dann eine Schicht Buttercreme (ca. 1/4 der Gesamtmenge) verteilen und glatt streichen.

Das mittlere Kuchenstück darauf setzen und die Schnittfläche ebenfalls mit etwa 1/4 der Creme bestreichen.

Nun das letzte Kuchenteil darauf setzen.

Von der verbliebenen Buttercreme ca. 3 EL beiseite stellen. Mit dem Rest den Kuchen von außen und innen bestreichen (geht gut mit einer Küchen-Palette oder einem größeren Messer). 

Und nun kommt das „Kinderspiel“: Haselnusskrokant hält am besten am Kuchen, wenn man es dagegen wirft. Einen löffelvoll in die Hand nehmen und gegen den Kuchen werfen. Es ist empfehlenswert dies in einer „Ecke“ der Küche zu machen und nicht in der Mitte auf einem Tisch oder einer „Kochinsel“ 🙂

Das Krokant, das sein Ziel verfehlt hat immer wieder aufsammeln und erneut den Kuchen damit bewerfen…so lange, bis dieses rundum verziert ist. Das innere des Kuchens dabei nicht vergessen! 🙂

Mit den restlichen 3 EL  der Creme oben kleine „Tüpfelchen“/Häubchen spitzen und jeweils eine halbe Belegkirsche darauf setzten.

Den Kuchen vor dem Verzehr für einige Stunden kühl stellen (die Zeit kann man nutzen um den Krokant in der Küche aufzuwischen 🙂 ).