Bärlauchkapern

Jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne…
Herrlich, wenn man in den Wald gehen und Bärlauch ernten kann. Damit ist es aber jetzt vorbei.
Sicher, man kann ihn noch ernten, aber immer wenn er beginnt Blüten zu treiben, verliert er viel von seinem Aroma.
Also lassen wir ihm seine Blätter, damit er Kraft für das nächste Jahr tanken kann.
Aber so ganz ungeschoren kommt er denn doch nicht davon 🙂 denn aus den Blütenknospen kann man herrliche Antipasti herstellen – Bärlauchkapern.

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Mariniertes Schweinenackensteak – gegrillt

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Habt ihr euch schon mal überlegt, warum marinierte Schweinenackensteaks – oder mariniertes Fleisch im Allgemeinen – meist günstiger sind als das gleiche Fleisch, wenn es nicht mariniert ist?

Ist doch komisch, Fleisch ist günstiger als praktisch alle Gewürze, dann wird das „günstige“ Fleisch mit teuren Zutaten aufgewertet und trotzdem billiger verkauft…

Wir wollen niemandem den Appetit verderben, aber wir verwenden nur Fleisch, welches wir selbst mariniert haben.
Erst recht natürlich, da man es dann genau so würzen/marinieren kann, wie es einem am besten schmeckt.

Zutaten:

  • 4 Schweinenackensteaks
  • 3 – 4 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 – 4 Knoblauchzehen (wir „landen“ meist bei 4 Zehen 🙂 )
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Paprika, edelsüß
  • Olivenöl

Es muss kein Olivenöl sein, wichtig ist aber, dass das Fleisch bzw. eigentlich die Zwiebeln mit Öl in Kontakt kommen! Zwiebel in Kombination mit Öl wirkt als „Fleischzartmacher“. Die Schweinenackensteaks (aber nicht nur die, auch andere Fleischsorten) werden dadurch wunderbar „mürbe“.

Zubereitung:

Knoblauch schälen, fein hacken und mit etwas Salz zu einer Paste zerdrücken.

Zwiebeln schälen, vierteln und in ca. 2-3 cm dünne Scheiben schneiden.

Die Schweinenackensteaks salzen, pfeffern und mit Paprika bestreuen. Gewünschte Menge Knoblauchpaste darauf geben und verteilen.

Nun etwas Öl darüber geben und gut „einmassieren“ (in beide Hände nehmen und gut einreiben).

In eine luftdicht verschließbare Gefrierbox o.ä. (ein Gefrierbeutel geht auch) eine Lage Zwiebeln geben. Die Steaks darauf legen und wieder eine Lage Zwiebeln. Dann noch einen guten Schuss Öl darüber geben. Hat man mehr Steaks, kann man auch mehrere Lagen aufeinander geben, wichtig ist nur, dass Zwiebeln dazwischen liegen, ein Schuss Öl darüber gegeben wird und dass Zwiebeln den Abschluss bilden. Luftdicht verschließen und mind. 3 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen. Wir lassen die Steaks oft bis zu 5 Tage durchziehen/“reifen“.

Steaks und Zwiebeln trennen.

Die Steaks nach Belieben grillen oder in der Pfanne braten – bei mittlerer Hitze! Nicht zu heiß grillen/braten!

Wir haben unsere natürlich auf dem Grill zubereitet!

Die Zwiebeln kann man entweder in Alufolie einschlagen (glänzende Seite nach innen!) und mit auf den Grill legen, dann öfters wenden, oder in einer Pfanne bei kleiner bis mittlerer Hitze dünsten.

Viel Spaß und guten Appetit!

Das Foto oben haben wir, damit man etwas erkennt, ohne Zwiebeln „geschossen“, gegessen haben wir es natürlich mit Zwiebeln 🙂

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Dazu gab es bei uns ein herrlich „knofeliges“ Zaziki und frisch gebackenes Fladenbrot (Pide).

Kräuter-Soleier

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Verpeilt – verplant – verrechnet…
Irgendetwas von diesem oder eine Mischung daraus…so ging es uns. Auf einmal waren einfach zu viele Eier im Kühlschrank. Was also damit tun? Klar, Soleier, die hatten wir schon lange nicht mehr. Aber dieses Mal keine „einfachen“ Soleier, sondern welche mit frischen Kräutern.
Wirklich empfehlenswert.

Zutaten:

  • 10 Eier
  • 2 Zweige Thymian, frisch
  • 2 Zweige Rosmarin, frisch
  • 2 Stängel Oregano, frisch
  • 1 Lorbeerblatt, frisch
  • 1/2 Zwiebel in Spalten
  • 1 EL Einmachgewürz für Gurken
  • 1 l Wasser
  • 3 EL Salz

Zubereitung:

Eier 10 Minuten kochen, vom Herd nehmen und abschrecken.

Die Schale der Eier rundherum anschlagen.

Das Salz im Wasser auflösen.

Alle Zutaten in ein sauberes Glas schichten.

Im Kühlschrank mind. 3 Tage durchziehen lassen.

Anschließend genießen!

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Feigen in Wodka

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So langsam wird es echt schwierig… was kann man noch alles mit Feigen anstellen? Die Ernte nimmt kein Ende. Bei der Suche im Netz sind wir auf der Seite verbotengut.blogspot.de auf eingelegte Feigen in Wodka gestoßen. Das müssen wir probieren. Hier unsere Variante des Rezepts:

Zutaten:

  • 300 g frische Feigen (bei uns 7 Stück)
  • 1 Zimtstange
  • 1 Kardamomkapsel
  • 1 Stück Orangenschale (wir: 7×3 cm, hauchdünn, ohne weiße Haut)
  • 1 EL Puderzucker
  • 0,5 l Wodka

Zubereitung:

Feigen waschen, trocken tupfen. Stielansatz abschneiden und mit einem Zahnstocher mehrmals einstechen. Die Feigen in ein Glas schichten.

Kardamomkapsel aufbrechen und die Samenkörner herausnehmen. Samenkörner, Zimtstange, Orangenschale und Puderzucker zu den Feigen geben.

Den Wodka darüber gießen. Glas verschließen.

Damit die Feigen vollständig vom Wodka bedeckt sind, haben wir etwas Wasser in einen Gefrierbeutel gegeben, diesen fest verschlossen und damit die Feigen „beschwert“.

Die Feigen 3 – 4 Monate reifen lassen.

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Rebknorzen

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Ich denke, jeder der schon einmal in der Pfalz war, wird die „Rebknorzen“ kennen – und wer noch nicht dort war, sollte es schnellstens nachholen 🙂

Der Name Rebknorzen leitet sich daraus ab, dass man früher zum Grillen das Holz alter Weinstöcke (Reben) verwendet hat. Diese wurden angezündet. Die dünneren Teile der Rebe verbrannten recht schnell. Dann erlosch das Feuer und nur die dicken Teile (Knorzen) glimmten/glühten weiter. Über diesen glühenden Rebknorzen wurde das Fleisch bei kleiner aber lang anhaltender Hitze gegrillt.

Zutaten:

  • 1200 g mageren Schweinenacken am Stück, ohne Knochen
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 Prise Muskatnuss, frisch gemahlen
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 4 EL Olivenöl
  • 150 ml trockenen Weißwein (Riesling)

Zubereitung:

Zwiebeln vierteln und anschl. in ca. 2 mm dicke Scheiben schneiden.
Knoblauch fein würfeln, etwas Salz darauf geben und mit einem breiten Messerrücken zu einer feinen Paste zerdrücken.

Den Schweinenacken in tennisballgroße Stück schneiden und in eine Schüssel geben.

Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Muskat, Paprikapulver, Lorbeerblätter und Öl dazu geben und alles gut vermischen.

Den gesamten Schüsselinhalt in einen ausreichend großen Gefrierbeutel geben. Den Wein darüber gießen. Möglichst die gesamte Luft aus dem Gefrierbeutel drücken und diesen dann verschließen (ich verknote den Gefrierbeutel).

Den Beutel nun für mind. 1 Tag in den Kühlschrank legen. Ich lasse das Fleisch 3 Tage im Kühlschrank.

Das Fleisch aus dem Beutel nehmen, anhaftende Zwiebeln abstreifen. Fleisch auf Grillspieß stecken. Mit Fleischklammern befestigen und 1 1/2 – bis Stunden grillen. Anfangs den Spieß nah an die Glut hängen, nach etwa 30 Min, wenn das Fleisch schon etwas gebräunt ist, Abstand zur Glut vergrößern.

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Wie man in Hintergrund sehen kann, sind es keine echten „Rebknorzen“, denn ich habe mit „normaler“ Holzkohle gegrillt. Liegt daran, dass wir nicht in einem Weinanbaugebiet wohnen und ich somit keine alten Weinstöcke zum Verbrennen hatte.

Geschmeckt haben und die „gefälschten“ Rebknorzen trotzdem!

Wer mag, kann die Zwiebeln aus dem Gefrierbeutel durch ein Sieb abgießen, mit wenig Butter in einer Pfanne auf dem Herd braten und zu den Rebknorzen servieren.

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