Ramen-Nudeln – DIY

Ramen bzw. Ramen-Nudeln und Ramen-Suppe kennen wir heute eigentlich nur aus den japanischen Trendläden, die sich vermehrt auch bei uns ausbreiten.
Diese Nudeln stammen aber ursprünglich auch China. Die japanischen Besatzer brachten diese Nudeln aus China mit nach Japan.
Diese Nudeln werden, anders als andere Nudeln, nicht aus Hartweizengrieß oder Hartweizenmehl, sondern aus „richtigem“ Mehl (Weizenmehl Typ 405) hergestellt.
Ihren typischen Geschmack und auch die typische Farbe erhielten sie früher dadurch, dass für die Zubereitung das Wasser des Kan-Sees („Kansui“) verwendet wurde.
Dieses Wasser enthält sehr viel Natrium- und Kaliumcarbonat sowie Phosphorsäure.
Hat man kein „Kansui“ zur Verfügung, kann man statt dessen Natriumhydrogencarbonat (umgangssprachlich: „Natron“) verwenden, welches vor Gebrauch allerdings erhitzt wurden muss.

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Wildschwein-Bratwurst (rein aus Wildschweinfleisch) – DIY

 

Wir haben vor „geraumer Zeit“ (2012 war das 🙂 ) schon einmal Wildschwein-Bratwurst gemacht. Diese war sehr lecker. Allerdings mussten wir diese, da das damalige Wildschwein sehr mager war, mit Speck vom normalen Hausschwein zubereitet.
Dieses Mal war das Wildschwein kein „Model“ (sprich: Hungerhaken), nein es hatte „etwas Speck auf den Rippen“ und so haben wir die Bratwurst rein aus Wildschweinfleisch zubereitet.
Ja nee, is klar, dass diese Würste doch etwas intensiver nach Wildschwein schmecken…aber (wild-)saulecker 🙂

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Bärlauchsenf

Schnell, noch bevor die Bärlauchsaison ganz zu Ende ging, haben wir diesen Senf angesetzt.
Da er erst „reif war“, nach Ende der Bärlauchsaison, haben wir ihn – vollkommen zu Unrecht – ‚auf die lange Bank geschoben‘.
Aber ganz vergessen wollen wir ihn ja nicht.
Und für nächste Saison brauchen wir – und ihr vielleicht auch – dieses Rezept ja wieder.

Gefunden auf der Seite Das Kräuterkörbchen von Sarah Biesinger – Bärlauchsenf -, in Anlehnung an das Rezept von Sarah hier unsere Variante.

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Ziegenfrischkäse – selbst gemacht

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Frischrahmkäse und und Ricotta haben wir ja schön einige Male selbst gemacht.
Heute probieren wir uns mal an einem herzhaften Frischkäse aus Ziegenmilch.
Diesen haben wir nicht gazn ohne Grund gemacht. Wofür wir ihn verwendet haben „demnächst auf diesem Kanal“ 🙂

Aber nun zur Herstellung des Ziegenfrischkäses…

Zutaten für ca. 480g fertigen Ziegenfrischkäse:

  • 2 l Ziegenmilch, 3% Fett
  • 1 TL Salz
  • 1 Zitrone, Saft davon, ca. 80 ml

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Zubereitung:

Ziegenmilch und Salz in einem Topf langsam auf 85 Grad erhitzen (unbedingt mit einem Thermometer kontrollieren). Topf vom Herd nehmen und den Zitronensaft einrühren.

Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Ein großes Küchensieb (vorzugsweise Plastik) mit einem Käseleinen auslegen, die abgekühlte Masse hinein geben und die Molke ablaufen lassen – 6 Stunden lang.

Da der Frischkäse nach dieser Zeit immer noch recht feucht war, haben wir ihn, samt Käseleinen, in eine gelochte Käseform gefüllt und mit 1,5 kg beschwert. Nach 1 Stunde hatte der Frischkäse dann die gewünschte Konsistenz.

Die abgelaufene Molke kann anderweitig verwendet werden: einfach pur trinken oder beim Brot backen als Flüssigkeit zugeben oder herrlichen Lassi mixen oder …

Diesen Ziegenfrischkäse kann man, z. B. mit etwas Salz, herrlich zu/auf frischem Brot (hier Baguette) genießen

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Und was man mit dem Ziegenfrischkäse noch machen kann, dazu bald mehr.

Ricotta selbst gemacht – reloaded

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Hier eine Variante des Ricotta, der etwas „magerer“ ausfällt als unser bereits gepostetes Ricottarezept.

Gesehen haben wir es beim Grillsportverein.

Zutaten:

  • 1 l frische Vollmilch, 3,8%Fett (keine H-Milch!)
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1/2 TL Salz

Zubereitung:

Milch, Zitronensaft und Salz in einen Topf geben. Milch auf 85 bis 90 Grad erhitzen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

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Die Milch gerinnt…

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Anschließend die geronnene Milch in ein Käseleinen schöpfen.

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Molke ablaufen lassen, auffangen und anderweitig verwenden.

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Zum Schluss den Ricotta hängend weiter abtropfen lassen.

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Nach 6 Stunden „locker abhängen“ 🙂 ergab das bei uns 236 g Ricotta.

Leberkäse

Die Herstellung von Leberkäse ist (in kleineren Mengen) recht einfach.
Man benötigt nur einen Stabmixer mit Zerkleinerer (Mixbecher).
Für größere Mengen ist der Einsatz eines „Cutters/Tischcutters“ sehr zu empfehlen.

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Die Idee zu diesem neuen Rezept stammt aus einer Facebook-Gruppe…ich weiß aber nicht mehr von wem 😦
Falls sich jemand in diesem Rezept wiedererkennt, bitte melden, ich setzte dann gerne einen Backlink!

Was mich an diesem Rezept interessiert hat: wie wirkt sich die Maisstärke auf die Farce aus?
Und ein neues Rezept ist ja immer gut, so hat man Alternativen zu seinem Standardrezept für Leberkäse.

Rezept

Fleisch:

  • 800 g Schweinefleisch, mager; wir: Hals
  • 200 g Rindfleisch (Braten, ohne Fett)
  • 200 g Schweinespeck (Rückenspeck)

Gewürze (jeweils dahinter in Klammern die Angaben „je kg Fleischmasse“):

  • 16,8 g Pökelsalz (14 g)
  • 3,6 g Kutterhilfsmittel (3 g)
  • 4,5 g Pfeffer (3,7 g)
  • 36 g Maisstärke (30 g)
  • 132 ml eiskaltes Wasser (110 ml)
  • 120 g Eis/Scherbeneis (50 g)
  • 0,42 g Ingwer (0,35 g)
  • 0,16 g Thymian (0,135 g)
  • 0,30 g Majoran (0,25 g)
  • 0,15 g Muskatblüte (Macis), frisch gemahlen (0,125 g)
  • 0,6 Zehen Knoblauch (1/2 Zehe)
  • 2,4 g Traubenzucker (2 g); alternativ 3 g Milchzucker)

Sollte sich jemand über die „krummen Werte“ bei den Gewichten wundern, das lässt sich einfach erklären: wenn wir ein Rezept das erste Mal ausprobieren, dann wiegen wir zunächst die einzelnen Gewürze gem. Idee oder Vorlagerezept ab. Beim Würzen/Abschmecken kommt es dann aber durchaus vor, dass wir nicht alles abgewogene verwenden; das nicht verwendete „wiegen wir dann später zurück“ (ziehen es von der geplanten Menge wieder ab) oder aber wir verwenden mehr Gewürz als geplant, dann stellen wir die Gewürzdose/Salzstreuer/Pfeffermühle… vor dem Nachwürzen auf die Waage, würzen nach und wiegen dann den Rest. So kommt es zu den „krummen Werten“ 🙂

Zubereitung:

Schweinefleisch, Rindfleisch und Speck zweimal durch die 3,5 mm Scheibe des Fleischwolfes mahlen.
In Gefrierbeutel o. ä. füllen, flach drücken (1 cm dick) und in den Tiefkühler geben.

Wenn das Fleisch an den Ecken beginnt zu gefrieren (~ 1 Std.) aus dem Tiefkühler nehmen und zusammen mit den anderen Zutaten portionsweise mixen.

Wichtig: Die Farce soll zwar fein gecuttert/gemixt werden, darf beim Cuttern/Mixen aber nicht warm werden, deshalb nicht zu lange mixen/cuttern, eher kleinere Portionen nehmen. Die Temperatur der Farce sollte 15 Grad nicht übersteigen!

Die einzelnen Portionen in eine Schüssel geben und gut vermischen.

Die Farce in eine gut gefettete Form (Kastenform) geben, mit leicht gefettetem Backpapier abdecken – das klappt gut, wenn man das Backpapier an den vier Ecken mit einer Heftzange zusammen heftet, dabei darauf achten, dass das Backpapier die Farce möglichst nicht oder zumindest wenig berührt – im Wasserbad 80 Minuten bei 160 Grad Unter-/Oberhitze backen.

Größere Mengen in einer Form als hier angegeben müssen länger im Wasserbad backen!

Danach das Backpapier abnehmen, Backofen auf 180 Grad heizen und den Leberkäse so lange backen, bis er schön braun ist.
Wir haben die Form im Ofen soweit wie möglich oben platziert, so konnte die Oberhitze direkt auf den Leberkäse wirken. Nach 20 Minuten war dieser schön braun.

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Hier nochmals „in ganzer Pracht“ 🙂

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Grobe Entenbratwurst

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Durch die Gewürze (…Zimt, Kardamom, Macis…) passt diese Wurst hervorragend in die Weihnachtszeit, was aber nicht heißen soll, dass man sie im restlichen Jahr nicht essen kann.
Eine super zarte und super saftige Bratwurst!

Zutaten

Fleisch:

  • 78% Entenfleisch, reines Muskelfleisch, ohne Fett, Haut
  • 22% Schweine-Rückenspeck

Gewürze je kg Fleisch:

  • 7 g Speisesalz; wir Meersalz
  • 7 g Pökelsalz
  • 3,6 g Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 g Traubenzucker
  • 0,6 g Zimt, gemahlen
  • 0,4 g Kardamom-Samen
  • 0,3 g Macis
  • 0,5 g Majoran

Zubereitung:

Fleisch und Speck durch den Fleischwolf drehen (3 mm-Scheibe).

Kardamom-Samen, Macis und Majoran zusammen mit etwas Salz in den Mörser geben und fein mörsern.

Wir verwenden, wann immer möglich, Gewürze im „Ganzen“ und mahlen/mörsern sie bei Bedarf.
Gemahlene Gewürze verlieren viel schneller an Geschmack.
Die Ausnahme bildet derzeit bei uns der Zimt. Gerade in der Weihnachtszeit benötigen wir viel gemahlenen Zimt, deshalb haben wir hier fertig gemahlenen gekauft. Spätestens bis Weihnachten ist dieser aber verbraucht.

Die Gewürze zum Fleisch geben und gründlich vermischen/kneten.

Das Brät in Därme abfüllen.
Wir verwenden Schweinedarm Kaliber 28/30.

Tipp: Diese Bratwurstdärme gibt es im Handel meist nur in größeren Gebinden (91 m). Wer nicht so viel braucht sollte einfach mal beim Metzger seines Vertrauens danach fragen.

Die Würste auf die gewünschte Länge abdrehen.

In einem ausreichend großen Topf Wasser (nur Wasser, ohne Salz o. ä.) auf 65 Grad erhitzen.
Die Würste ins Wasser geben und 30 Minuten bei 65 Grad ziehen lassen.

Hier ist es erforderlich, die Temperatur recht genau bei 65 Grad zu halten. Die Verwendung eines Thermometers zur Kontrolle der Temperatur ist sehr empfehlenswert!

Die Würste nach dem Brühen entweder in (eis-) kaltes Wasser geben und darin vollständig auskühlen lassen oder direkt in eine Pfanne geben und braten.

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