Kartoffel-Lasagne

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Ich weiß, der Name ist absolut falsch! Lasagne ist ein italienischer Auflauf der zwingend „Lasagnenudeln“ enthält.

Aber was soll ich machen? Soll ich schreiben: „Geschichteter Auflauf aus Kartoffeln, Ragù alla Bolognese, Sauce Béchamel und frisch geriebenem Parmesan“?

Das wäre aber auch nicht richtig, denn ich habe kein „echtes“ Ragù alla Bolognese dazu verwendet, denn das „echte“ Ragù wird aus Rindfleisch hergestellt. Wir haben aber (ausnahmsweise) reines Schweinemett verwendet. Also müsste es „Geschichteter Auflauf aus Kartoffeln, Hackfleischsauce aus Schweinemett mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Fleischbrühe, Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, Paprika, Oregano und Basilikum, sowie Sauce Béchamel und frisch geriebenem Parmesan“ heißen, oder?

Nun haben wir ein kleines Problem, das Gericht wäre so für einige Glaubensgruppen nicht essbar. Man kann das Schweinehack aber durchaus einfach z. B. durch RInder- oder auch Lammhackfleisch ersetzen. Also sollte man es besser: „Geschichteter Auflauf aus Kartoffeln, Hackfleischsauce aus Schweinemett – welches aber auch einfach durch andere Fleischsorten ersetzt werden kann – mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Fleischbrühe, Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, Paprika, Oregano und Basilikum, sowie Sauce Béchamel und frisch geriebenem Parmesan“ nennen.

Nein, ich vergaß, es ist ja auch keine „echte“ Sauce Béchamel. Die „echte“ Béchamel-Sauce wird ohne Sahne bereitet. Da wir aber noch einen Rest frischer Sahne im Kühlschrank hatte, habe ich diese verwendet und außerdem finden wir, dass eine Béchamel-Sauce mit etwas Parmesan besser schmeckt, also haben wir entsprechend etwas zugefügt. Dann müsste das Gericht „Geschichteter Auflauf aus Kartoffeln, Hackfleischsauce aus Schweinemett – welches aber auch einfach durch andere Fleischsorten ersetzt werden kann – mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Fleischbrühe, Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, Paprika, Oregano und Basilikum, sowie einer hellen Mehlschwitze aus Butter, Mehl, Milch, Sahne, frisch geriebenem Parmesan, gewürzt mit Salz, Pfeffer und frisch geriebenem Muskat bestreut mit frisch geriebenem Parmesan“ heißen.

Oh, ganz wichtig: die Kartoffeln dürfen natürlich nicht „am Stück“ hinein, sie müssen in Scheiben geschnitten und vorgegart werden. Also: „Geschichteter Auflauf aus in Salzwasser vorgegarten Kartoffelscheiben, Hackfleischsauce aus Schweinemett – welches aber auch einfach durch andere Fleischsorten ersetzt werden kann – mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Fleischbrühe, Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, Paprika, Oregano und Basilikum, sowie einer hellen Mehlschwitze aus Butter, Mehl, Milch, Sahne, frisch geriebenem Parmesan, gewürzt mit Salz, Pfeffer und frisch geriebenem Muskat, bestreut mit frisch geriebenem Parmesan“.

Und ein paar Scheiben frischer Tomaten haben wir ja auch noch dazwischen platziert: „Geschichteter Auflauf aus in Salzwasser vorgegarten Kartoffelscheiben, Hackfleischsauce aus Schweinemett – welches aber auch einfach durch andere Fleischsorten ersetzt werden kann – mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Fleischbrühe, Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, Paprika, Oregano und Basilikum, sowie einer hellen Mehlschwitze aus Butter, Mehl, Milch, Sahne, frisch geriebenem Parmesan, gewürzt mit Salz, Pfeffer und frisch geriebenem Muskat, in Scheiben geschnittenen frischen Tomaten, bestreut mit frisch geriebenem Parmesan“.

So, nun mal ehrlich, würdet ihr dieses Rezept überhaupt lesen, geschweige denn nachkochen wollen?

Also lassen wir es lieber bei dem absolut falschen aber verständlichen Namen „Kartoffel-Lasagne! 🙂

Zutaten:

  • 650 g festkochende Kartoffeln, Nettogewicht
  • 250 g Tomaten, frisch
  • 25 g Parmesan, frisch gerieben

„Sauce Bolognese“:

  • 250 g Hackfleisch (wir: Schweinemett)
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Butter
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Paprikapulver, edelsüß
  • Oregano
  • Basilikum
  • 1 Lorbeerblatt
  • 400 g gehackte Tomaten (Dose)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100 ml Fleischbrühe

„Béchamel-Sauce“:

  • 25 g Butter
  • 25 g Mehl
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen (möglichst weißer Pfeffer)
  • Muskat, frische gerieben
  • 350 ml Milch (wir: 275 ml Milch, 75 ml Sahne)
  • 10 g frisch geriebenen Parmesan

Zubereitung:

Für die Sauce Bolognese Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.
Olivenöl und Butter in einer Topf erhitzen. Das Hackfleisch darin krümelig anbraten. Zwiebel und Knoblauch zufügen und mit braten bis die Zwiebeln beginnen braun zu werden.
Mit der Fleischbrühe ablöschen.
Die gehackten Tomaten, Salz, frisch gemahlenen Pfeffer, Paprikapulver, Lorbeerblatt, Oregano, Basilikum und Tomatenmark zufügen.

Offen bei kleiner bis mittlerer Hitze köcheln lassen bis die Sauce sämig ist.

In der Zwischenzeit Kartoffeln in 4 mm dicke Scheiben schneiden (Gemüsehobel) und in Salzwasser „fast gar“ kochen. Abgießen.

Die Kartoffelscheiben in kaltem Salzwasser erhitzen; nachdem das Wasser begann, sprudelnd zu kochen, waren die Kartoffelscheiben bei uns nach 2 Min. (!!) schon fast gar. Die Kochzeit ist aber stark von der Kartoffelsorte (wir: „Selma“) und von der Jahreszeit (Wasserverlust der Kartoffeln) abhängig!

Parallel dazu die Béchamel-Sauce herstellen. Dazu die Butter in einem Topf schmelzen – nicht braun werden lassen!
Topf vom Herd nehmen, Mehl einrühren. Nach und nach die Milch einrühren. Dann die Sauce erhitzen. Mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Muskat würzen; 10 g Parmesan dazu geben. Einmal aufkochen, vom Herd nehmen.

Frischen Tomaten in dünne Scheiben (ca. 3 mm) schneiden, den Strunk dabei entfernen.

Auflaufform leicht fetten.
Eine Lage Kartoffelscheiben in die Auflaufform geben; die Kartoffeln müssen nicht überlappend gelegt werden; „Scheibe an Scheibe“ reicht; es dürfen kleine Lücken dazwischen sein. Die Kartoffelscheiben sollen für 3 Lagen reichen!
Dann etwa 2/5 der Sauce Bolognese darüber verteilen.
Darauf die Hälfte der Tomatenscheiben platzieren.

Nun etwa 1/4 der Béchamel-Sauce darauf geben.

Wieder eine Lage Kartoffeln darüber legen und mit der restlichen Sauce Bolognese bedecken.
Dann etwa 1/4 der Béchamel-Sauce darüber verteilen.

Die letzte Lage Kartoffeln aufbringen, darauf die restlichen Tomaten und die Béchamel-Sauce verteilen.
Die Béchamel-Sauce sollte die Tomaten- und Kartoffelscheiben komplett bedecken.

Die 25 g geriebenen Parmesan gleichmäßig darüber geben.

Im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad Unter-/Oberhitze 50 Minuten backen.

Sollte die Oberfläche zu dunkel werden, mit Alufolie abdecken.

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Wir haben zwar nicht extra für Sinas “Montagsschweinereien” reines Schweinemett verwendet, aber so passt es umso besser dazu 🙂

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Lasagne

Gestern war es ENDLICH wieder mal so weit: es gab Lasagne.

Wir essen sie alle gerne, aber die Herstellung braucht doch etwas an Zeit (ca. 2 Std.)…aber die Zeit ist gut investiert 🙂

Nudeln:

Aus 400 g Hartweizenmehl, 4 Eier und 10 g Salz Nudelplatten herstellen >> hier geht es zum Rezept für Nudeln. Einfach die Teigplatten auf die Breite der Auflaufform schneiden.

Sauce Bolognese (Tomaten-Hackfleischsauce):

  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, fein gewürfelt
  • ca. 1,2 kg Tomaten aus der Dose (ganze oder gehackte) *)
  • 2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 2 Karotten, fein gewürfelt
  • 1/8 bis 1/16 Sellerie, fein gewürfelt
  • 1 TL Basilikum
  • 1 TL Oregano
  • 1 Prise Thymian
  • 1 Prise Rosmarin
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Paprikapulver, edelsüß

*) Wir stellen normalerweise unser Tomatenpüree selbst her. Letztes Jahr hatten wir aber Pech und alle unsere Tomatenpflanzen wurden, gerade als die Erntezeit begann, von der Braunfäule befallen. Da wir die „Chemische Keule“ ablehnen, bedeutete das das Ende unserer Tomatenpflanzen und so müssen wir dieses Jahr mit Dosentomaten vorlieb nehmen.
Man muss aber sagen, die Qualität der Dosentomaten ist nicht so schlecht. Das liegt daran, dass die verarbeiteten Tomaten vor Ort reif geerntet und direkt zu Konserven verarbeitet werden. Somit haben sie auf jeden Fall mehr Aroma als das meiste, was als Frischware angeboten wird.

Hackfleisch gut anbraten, Zwiebeln dazu geben und mitbraten bis sie „glasig“ werden, Karotten, Sellerie und Knoblauch dazu geben und etwa 2 bis 3 Minuten mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann die Tomaten darüber geben. Oregano, Basilikum, Thymian, Rosmarin und Paprikapulver dazu geben. (Im Sommer verwenden wir immer frische Kräuter)
Wer mag, kann auch ein Lorbeerblatt (wenn möglich ein frisches) mitkochen.
Die Sauce „in aller Ruhe“ (bei milder Hitze) einkochen lassen (ca. 45 bis 60 Min.)

Béchamelsauce:

  • 75 g Butter
  • 75 g Mehl
  • 1 l Milch
  • 50 g Parmesan, gerieben (möglichst frisch)
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Muskat, gemahlen (am besten frisch gemahlen)

Mehlschwitze herstellen: Butter im Topf schmelzen, vom Herd nehmen. Mehl darüber geben und glatt rühren. Die Mehlschwitze sollte nicht braun werden!! also bei milder Hitze arbeiten.
Topf wieder auf den Herd stellen und bei milder Hitze nach und nach die Milch zugeben und unterrühren. Gibt man die Milch zu schnell dazu, gibt es Klümpchen.
Mit Salz, weißem Pfeffer, Muskat würzen. Den Parmesan unterrühren und kurz mitkochen lassen (verwendet man frisch geriebenen Parmesan, dann schmeckt der nicht nur viel besser, sondern löst sich in der Sauce viel schneller (in Sekunden) auf.

Lasagne:

  • Nudeln, in Salzwasser gekocht
  • Sauce Bolognese
  • Béchamelsauce
  • 30 g Parmesan (frisch gerieben)
  • 25 g Butter

In eine gefettete Auflaufform abwechselnd eine Lage Nudelplatten,

darauf Sauce Bolognese

und darüber Béchamelsauce geben

Bei der letzten Schicht kommt nach den Nudeln direkt die Béchamelsauce (keine Sauce Bolognese – sieht später einfach besser aus;-) )

Mit Parmesan bestreuen und die Butter in fleinen Flöckchen darüber verteilen.

Ca. 30 – 40 Min. bei 200 Grad Ober-/Unterhitze (keine Umluft; trocknet die Lasagne aus) backen.