Apfelweinbrötchen

Die Idee zu diesen Brötchen kam mir, als ich „Eibauers Bierbrot“ gebacken habe.

Man backt Brot und Brötchen mit Bier, mit Buttermilch, mit saurer Sahne, mit Molke, mit Joghurt, mit Kefir, mit Wein, mit…

Warum, gerade wenn man in der Apfelweinhochburg wohnt und selbst Apfelwein keltert, warum dann nicht auch mal ein Gebäck mit Apfelwein herstellen?

In Anlehnung an die „Düsseldorfer Röggelchen“ von Ketex ist dann das folgende Rezept entstanden:

Zutaten:

  • 400 g Weizenmehl Type 550
  • 85 g Roggenvollkornmehl
  • 50 g Roggensauerteig
  • 17 g Hefe
  • 11 g Salz
  • 310 ml Apfelwein
  • 5 g Gerstenmalz
  • 1 TL flüssiges Backmalz

Zubereitung:

Die Zutaten ca. 7 Min. bei kleiner Stufe und 5 Min. bei mittlerer Stufe zu einem glatten Teig verkneten. Die Teigtemperatur betrug bei mir 26 Grad.

Anschl. den Teig abgedeckt 30 Min. ruhen lassen.

Den Teig in 40 g-Portionen teilen. Jede Portion rund schleifen. Paarweise auf ein Backblech setzten.

Abgedeckt ca. 60 Min. gehen lassen.

1 Gabel Weizenin (alternativ Kartoffelmehl) in 100 ml Wasser auflösen und die Teiglinge unmittelbar vor dem Backen damit einpinseln.

Bei 230 Grad ca. 20 Min. backen; dann nochmals mit der Mehl-Wasser-Mischung abstreichen und für weitere 5 Min. bei angelehnter Backofentür zurück in den Ofen geben.

Frisch haben die Brötchen ein leichtes Apfelweinaroma. Die restlichen Brötchen haben wir am nächsten Tag gegessen, da schmeckten sie deutlicher (nicht unangenehm, aber intensiver) nach Apfelwein.

Die idealen Brötchen für einen Apfelweinabend in gemütlicher Runde.

Essig – selbstgemacht

Unser erster selbsthergestellter Essig!!

Links Apfelweinessig, rechts Rotweinessig.

Geschmacklich sehr gut. Allerdings muss er noch gefiltert werden.

Die Essigherstellung ist leichter als man denkt. Und schnell geht es auch noch – je nach Temperatur – 2 bis 3 Wochen.

Nachdem der erste gleich so gut geworden ist, haben wir mit der „Essigmutter“ gleich den nächsten angesetzt.

Im Fachhandel bekommt man die Starterkulturen für die Essigherstellung zu kaufen. Einfach in eine Flasche Wein geben (der nicht mehr als 12% Alkohol haben sollte), nicht mahr als 4/5 füllen. Mit einem Wattebausch o. ä. „verschließen“ (Sauerstoff soll ruhig an den Wein kommen, nur Fliegen o.ä. sollten nicht in die Flasche kommen); täglich eimal die Watte entfernen, leicht schwenken, Flasche wieder mit der Watte verschließen…und je nach Temperatur 2 bis 3 Wochen warten.

Bei Zimmertemperatur hat es bei uns 3 Wochen gedauert. Bei 30 Grad ist der Essig nach 2 Wochen fertig.

Ach ja, noch eines: ein Endprodukt kann immer nur so gut sein, wie die Zutaten. Wer also eine Flsche Wein für 1,59 von Discounter nimmt wird nicht das gleiche Resultat haben, wie bei einer Flasche Wein vom Winzer seines Vertrauens…

Apfelwein-Sauerbraten

Wenn man in Frankfurt wohnt, was liegt dann näher, als Fleisch mit Apfelwein zu beizen und daraus Sauerbraten herzustellen?

Wir jedenfalls können das, nicht nur Frankfurtern, wärmstens empfehlen.

Fleisch beizen:

  • 1 kg Rinderbraten
  • 700 ml Apfelwein
  • 100 ml Apfelessig
  • 1 Paket Suppengrün (oder 1/2 Stange Lauch, 2 mittelgroße Karotten, 1/2 Scheibe Sellerie)
  • 2 Zehen Knoblauch, fein gewürfelt
  • 2 Gewürznelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 mittelgroße Zwiebel

Rinderbraten parieren.

Suppengrün und  Zwiebel putzen, waschen, würfeln/in Scheiben schneiden.

Das Fleisch mit dem Gemüse und den Gewürzen in einen Gefrierbeutel geben. Den Apfelwein und den -essig dazu geben und den Gefrierbeutel dicht verschließen.

3 Tage in den Kühlschrank stellen; dabei gelegentlich wenden.

Fleisch aus der Beize nehmen.

Die Beize absieben; Flüssigkeit auffangen.

Zutaten:

  • Gebeizten Rinderbraten
  • 1 mittelgroße Zwiebel, gewürfelt
  • 2 Scheiben Pumpernickel
  • 3-4 EL Rosinen
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 2 EL Mehl

Das Fleisch trocken tupfen. Mit Salz und Pfeffer würzen. In Butterschmalz anbraten.

Fleisch aus dem Topf nehmen und warm stellen. Zwiebeln im Topf anbraten. Das abgesiebte Gemüse der Beize zugeben und kurz mit anbraten. Mit dem Mehl abstäuben und nach und nach mit der Beizflüssigkeit aufgießen.

Das Fleisch wieder in den Topf geben. Den Pumpernickel grob zerbröckeln und zusammen mit den Rosinen in die Sauce geben.

Ca. 1 1/2 bis 2 Std. bei mittlerer Hitze kochen. Ab und zu umrühren.

Vor dem Servieren die Nelken und das Lorbeerblatt entfernen.

Man kann die Sauce entweder „so wie sie ist“ (mit Bröckchen) essen oder mittels Zauberstab pürieren oder sie durch ein Sieb streichen („passieren“).