Pilzgulasch vom Riesenbovist

Da Riesenboviste oft in Form von sogenannten „Hexenringen“ wachsen, ist es durchaus angebracht, da wo ein Bovist steht noch nach anderen Ausschau zu halten bzw. ein paar Tage nach einem Fund nochmals nachzuschauen.

Nachdem wir letzte Woche schon einen großen Riesenbovist gefunden hatten, haben wir diese Woche an der gleichen Stelle nochmals nachgesehen – und siehe da, es gab wieder etwas zu ernten.

Letzte Woche haben wir „Pilzschnitzel“ davon gemacht, also zur Abwechslung dieses Mal ein Gulasch. 

Zutaten:

  • 600 – 700 g Riesenbovist
  • 40 g getrocknete Tomaten
  • 750 ml Milch
  • 5 – 6 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g geräucherten Buchspeck/Dörrfleisch
  • 1 EL Butter
  • 100 g Crème fraîche
  • 1 EL Mehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1/2 TL Kräuterbuttergewürz

Zubereitung:

Riesenbovist „schälen“ – die ledige Haut entfernen – und in ca. 3 x 3 cm Würfel schneiden.
Getrockneten Tomaten fein würfeln.
Frühlingszwiebeln in ca. 5 mm breite Ringe schneiden.
Knoblauch schälen und fein hacken.
Geräucherten Bauchspeck fein würfeln.

Gewürfelten Bauchspeck in einen Topf geben und zusammen mit der Butter erhitzen. Bei mittlerer Hitze so lange braten, bis der Bauchspeck glasig ist.
Die Frühlingszwiebeln zufügen und ca. 1 Min. mit braten.
Den gehackten Knoblauch dazu geben und 1 Min. braten.
Getrockneten Tomaten in den Topf geben.
Salz, Pfeffer und Kräuterbuttergewürz darüber streuen.
Mit ca. 1 Tasse Milch ablöschen.

Wenn die Milch soweit eingekocht ist, dass sie dickflüssig wird, immer wieder „einen Schluck“ (ca. 1/2 Tasse) Milch zufügen; nicht die gesamte Milch auf einmal zufügen; immer nur verdampfte Flüssigkeit ersetzten, etwa so wie beim Risotto.
Dies so lange wiederholen, bis noch ca. 1 Tasse Milch übrig ist. Diese dann in den Topf geben, aufkochen lassen und die Pilzwürfel dazu geben.
Alles ca. 4-5 Min. köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Crème fraîche mit dem Mehl verrühren, einen Schuss Milch unterrühren.
So viel von dieser Mischung in die Sauce einrühren, bis diese eine sämige Konsitenz hat.

Dazu passen am besten Bandnudeln.
Bei uns gab es aber Kartoffelpüree, da wir diese Woche schon so oft Nudeln hatten 😉

Pilzschnitzel vom Riesenbovist

Obwohl der Riesenbovist gar nicht so selten sein soll, ist er uns bisher noch nicht „über den Weg gelaufen“.

Aber irgendwann ist immer das erste Mal. Bei der Apfelernte auf den Streuobstwiesen rund um unseren Heimatort haben wir ihn entdeckt, unseren ersten Riesenbovist.

Gut, bei der Größe brauchten wir nicht so sehr suchen 🙂 er fiel sofort ins Auge. Immerhin war er fast so groß wie ein Fussball.

Der Riesenbovist, ein Pilz der zur die Gattung der Champignons gehört, was man am Geruch auch sofort erkennt. Außer dass sehr groß werden kann, hat er den Vorteil, dass es, zumindest ab einer Größe von ca. 15-20 cm, keinen anderen Pilz gibt, mit dem man ihn verwechseln könnte. Man kann ihn also bedenkenlos sammeln und verzehren. Voraussetzung ist allerdings, dass er noch „jung“ ist, was man daran erkennt, dass er sowohl außen als auch innen „blütenweiss“ ist. Wenn er anfängt gelblich/oliv zu werden, sollte man ihn nicht mehr verzehren.

Man kann ihn als Gulasch oder als Schnitzel zubereiten. Wir haben uns für Schnitzel entschieden.

Der Bovist wird von einer ledrigen Haut geschützt. Diese muss man entfernen. Angefressene oder angestoßenen Stellen werde ebenfalls großzügig entfernt.

Zutaten:

  • 750 g Riesenbovist
  • 100 g Paniermehl/Semmelbrösel
  • 3 Eier
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • Butter

Zubereitung:

Der Bovist wird von einer ledrigen Haut geschützt. Diese muss man entfernen. Angefressene oder angestoßenen Stellen werde ebenfalls großzügig entfernt.

Den Fruchtkörper dann in ca. 2 bis 2 1/2 cm dicke Scheiben schneiden.

Diese beidseitig leicht salzen und pfeffern.

Eier verquirlen und die Pilzscheiben darin wenden.

Danach in Paniermehl/Semmelbrösel wenden und in reichlich Butter („schwimmend“), bei mittlerer Hitze backen.

Man sollte das Pilz-Schnitzel, wie jedes normale Schnitzel auch, erst wenden, wenn die Unterseite goldbraun gebacken ist. Dann die zweite Seite goldbraun backen – und nicht mehr wenden!

Tipp: Die fertig gebackenen Pilz-Schnitzel lassen sich gut einfrieren, dazu aber zwischen die einzelnen Schnitzel Back- oder Butterbrotpapier legen!!

Gemischte Pilzpfanne

Es hat viele Vorteile, wenn man einen Hund hat. Einer davon ist, dass man mit ihm spazieren gehen „muss“…zum Beispiel auch im Urlaub und im Wald.

Und da stehen nicht nur „…die Männlein mit dem purpur Mantel…“ rum, da findet man durchaus auch: Steinpilze, Pfifferlinge, Maronenröhrlinge, Hexenröhrlinge, Ziegenlippe, Riesenschirmlinge, Goldröhrlinge, Rotfussröhrlinge, Safranschirmlinge, Birkenpilze, Heiderotkappe, Butterpilze usw.

Ein gut gemeinter Rat: bitte nur dann Pilze sammeln, wenn man sich sehr gut auskennt oder jemanden mit entspr. Erfahrung mitnehmen!!! Ansonsten kann das ganz schnell ganz böse enden.

Ich hätte eigentlich nicht erwartet, in Dänemark so viele Pilze zu finden…aber nun gut, wenn sie denn da sind, dann machen wir auch etwas damit bzw. daraus.

Zubereitung:

Pilze belesen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Etwas Zwiebel und etwas Knoblauch fein hacken.

Ein kleines Stück geräucherten Bauchspeck fein würfeln.

In einer Pfanne etwas Butter erhitzen und bei mittlerer Hitze den Bauchspeck auslassen. Nicht zu stark auslassen/anbraten. Zwiebeln und Knoblauch zufügen. Braten bis die Zwiebeln glasig sind. Die Pilze dazu gegeben; salzen und pfeffern, wer mag kann etwas Kräuterbutter/-gewürz verwenden.

 

Mit einem Schuss Milch (Sahne geht natürlich auch :)) ablöschen und so lange kochen, bis die Sauce eine schöne sämige Konsistenz hat. Vor dem Servieren, noch etwas frisch gehackte Petersilie dazu geben.

Noch ein paar Bilder unserer „Jagdstrecke“: