Thüringer Weihnachtsstollen

Gebacken haben wir den Stollen schon vor über 2 Wochen, aber der musste erst einmal in Ruhe „reifen“. Nun aber haben wir ihn probiert und können auch etwas darüber sagen: sehr gut!
Eines ist jetzt schon sicher, Weihnachten wird dieser Stollen mit Sicherheut nicht erleben 🙂

Das Rezept haben wir bei dem lieben Wolfgang Süpke und seinem Blog „Bäcker Süpkes Welt“ gefunden.
@ Wolfgang, vielen Dank für das tolle Rezept!

Zutaten für einen 1600 g-Stollen:

  • 575 g Mehl, Typ 405
  • 150 ml Milch
  • 1 Würfel (42 g) Frischhefe
  • 285 g Butter, Zimmertemperatur
  • 85 g Zucker
  • 5,5 g Salz
  • 45 g Zitronat
  • 40 g Orangeat
  • 70 g Mandeln, geschält, gehackt
  • 350 g Sultaninen
  • 30 ml Rum, 54%
  • 4 Msp. Zimt, gemahlen
  • 2 Msp. Anis, gemahlen
  • 2 Msp. Koriander, gemahlen
  • 2 Msp. Nelken, gemahlen
  • 2 Msp. Piment, gemahlen
  • 4 Msp. Kardamom, gemahlen
  • 4 Msp. Marcis (Muskatblüte), gemahlen
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • 1/2 TL Zitronenschalenabrieb

außerdem:

  • 50 g Butter
  • Zucker
  • Vanillezucker
  • Puderzucker

Zubereitung:

Sultaninen in lauwarmem Wasser abwaschen; gut abtropfen lassen; mit dem Rum übergießen; abgedeckt über Nacht ziehen lassen.

Mandeln mit kochendem Wasser übergießen; 2 Minuten ziehen lassen; in ein Haarsieb abgießen; das Sieb in eine Schüssel hängen, abdecken und ebenfalls über Nacht stehen lassen.

Zitronat und Orangeat würfeln.

Milch 15 Minuten vor Gebrauch aus dem Kühlschrank holen.

Mehl in eine Schüssel, in der Mitte eine Kuhle formen, die Hefe hinein bröckeln.
Die Milch (sollte 12 bis 15 Grad haben!) langsam über die Hefe geben und verrühren.
Abgedeckt mind. 30 Minuten gehen lassen.

Die weiche Butter, Salz, Zucker, Gewürze, Vanillemark und Zitronenschalenabrieb in die Schüssel geben; alles verkneten bis ein glatter Teig entstanden ist.

Hinweis von Wolfgang Süpke: Teigtemperatur solle 22 Grad nicht überschreiten; wir haben es nicht gemessen 😦

Schüssel abdecken und den Teig 30 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 200 Grad Umluft (!) vorheizen.

Der nächste Arbeitsschritt sollte von Hand, nicht mit der Maschine, gemacht werden!

Die Früchte (Zitronat, Orangeat, Sultaninen) zum Teig geben und vorsichtig in den Teig einarbeiten.
Den Teig zu einer straffen Kugel formen; 10 Minuten entspannen lassen.

Den Teig zu einem Stollen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzten.

Längs 1 cm tief einschneiden.

Den Stollen mit Wasser abstreichen und in den 200 Grad heißen Ofen schieben und direkt die Temperatur auf 180 Grad senken.

55 Minuten backen.

Die 50 g Butter schmelzen und den noch ofenwarmen Stollen damit einstreichen.
Direkt im Anschluss dick mit Vanillezucker und Zucker bestreuen.
Den Stollen auf dem Blech über Nacht auskühlen lassen.

Am nächsten Tag den Stollen dick mit Puderzucker bestäuben, anschl. luftdicht verpacken; wir: Frischhaltefolie.

…und nun beginnen die schlimmsten 2 Wochen…so lange sollte man den Stollen vor dem Anschnitt „reifen lassen“.

Pssst, nicht weitersagen, aber vor dem Wegpacken mussten wir ein kleines Stück probieren…für ofenfrischen Stollen „gar nicht so schlecht“.
Wir freuen uns auf den „gereiften“ Stollen.

Anmerkung 2 Wochen später: das Warten hat sich gelohnt!

 

6 Gedanken zu “Thüringer Weihnachtsstollen

  1. Schnippelboy 27. November 2019 / 6:35

    Ja so sehen sie aus die Thüringer Stollen ! Herr Süpke hat seine Bäckerei übrigens hier um die Ecke. L :G: S.

    • cahama 27. November 2019 / 8:53

      Wir wissen, wo Wolfgang Süpke seine Bäckereien hat. Waren ja schon bei ihm einkaufen (immer auf dem Weg nach Dresden).

  2. Anna C. 27. November 2019 / 7:34

    Ich bin ja bekennende Dresdner-Stollen-Anhängerin… und hoffe irgendwann mal das Rezept meiner Omi in die Tat umsetzen zu können. Deine Variante klingt dem sehr ähnlich…

    • cahama 27. November 2019 / 8:58

      So sehr unterscheiden sich die Thüringer- und Dresdener Stollen wirklich nicht. Wir bekommen jedes Jahr, nach Aussage von gebürtigen Dresdnern, „den bestern Stollen von Dresden“ (vom Cafe Eisleben) geschickt. Außerdem lassen wir uns immer welchen vom „Meister“ (Bäcker Süpke) schicken. Sein Stollen ist ja schon als bester thüringischer Stollen ausgezeichnet worden. So haben wir dann den direkten Vergleich.

  3. Schnippelboy 27. November 2019 / 8:49

    Die Erinnerung ist,das meine Mutter um halb Fünf aufgestanden ist, um den Teig zuzubereiten, Wenn die Stollen (mindestens 6 Stück), hier wurden sie Schüttchen genannt, fertig waren, wurden sie auf dem Schlitten zur Bäckerei gefahren damit sie der Bäcker abbacken konnte.

    • cahama 27. November 2019 / 9:06

      Solche Kindheitserinnerungen habe ich auch, allerdings nicht mit Stollen. Der ist hier keine traditionelles Gebäck.
      Zu Geburtstagen, Feiertagen usw,, wenn viele Gäste kamen, dann hat meine Mutter immer, je nach Jahreszeit unterschiedliche „Beläge“ (Apfel, Pflaume, Quarkmasse für Käsekuchen, Streusel…) für Hefe-Blechkuchen vorbereitet. Wir sind dann früh immer mit einem Leiterwagen und den Schüsseln zum Bäcker gezogen. Der Bäcker hat Bleche und den Hefeteig bereitgestellt. Dann wurden die Bleche belegt. Dann gings wieder heim. 4 oder 5 Stunden später sind wir dann mit dem Leiterwagen wieder los und haben die 2, manchmal auch 3, gebackenen Blechkuchen (die großen Bleche vom Bäcker) mit dem Leiterwagen nach Hause gebracht.

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