Fisch-Garnelen-Frikadellen

Wir hatten ein „schönes“ Kabeljaufilet *) gekauft. Für ein Essen war es zu groß. Also haben wir uns schöne Stücke herausgeschnitten und diese gebraten. Die „Reste“/Randstücke haben wir für diese Frikadellen verwendet.

*) Was ist ein „schönes“ Fischfilet?
Versuchen wir es andersherum: nicht schön ist ein Kabeljaufilet, das kaum größer als ein Forellenfilet ist; ein Schellfisch kaum größer als ein Hering; eine Seezunge kaum größer als 20 cm; ein Steinbutt kaum größer als ein Kuchenteller;  Seeteufelfilet mit gerade mal 200 – 250 g.
Die Fischerei heute verwendet unser Überzeugung nach Netze mit viel zu kleinen Maschen. Dadurch bleiben auch die „kleine Fische“ (der Kindergarten) in den Netzen hängen.
Das wollen wir nicht unterstützen!
Werden diese kleinen Fische/kleinen Filets gekauft, werden sie weiterhin angeboten! Also sollte man sie nicht kaufen! Wenn sie nicht verkaufbar sind, werden sie – hoffentlich! – auch nicht mehr gefangen.

Zutaten für 4 Frikadellen:

  • 150 g Kartoffeln
  • 300 g Fisch, wir: Kabeljau
  • 150 g Garnelen, Wildfang
  • 1 Schalotte
  • 1/2 EL Butter
  • 50 ml Weißwein
  • 1 Ei, Gr. „L“
  • 1/2 Bd. Petersilie
  • 1 EL Mehl, leicht gehäuft
  • 1 EL Paniermehl/Semmelbrösel, leicht gehäuft
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 TL Zitronensaft
  • Butterschmalz zum Braten
  • Mehl als Panierung

Als „Fisch“ kann man hier ruhig „Abschnitte“ verwenden. Wir haben Kabeljaufilet (ganze Seite) in Form geschnitten und davon den „Abfall“ für die Frikadellen verwendet.

Zubereitung:

Kartoffeln als Pellkartoffeln garen.

In der Zwischenzeit die Schalotte fein würfeln und mit der Butter glasig dünsten.
Mit dem Weißwein ablöschen, weiter kochen, bis der Weißwein komplett verkocht ist; Pfanne vom Herd nehmen.

Die fertig gegarten Pellkartoffeln etwas abkühlen lassen, pellen, mit einer Gabel fein zerdrücken.

Fisch und Garnelen fein würfeln (3 mm); alternativ durch die 3,5/4 mm-Scheibe des Fleischwolfes drehen.

Fisch, Garnelen, Kartoffeln, Schalotte, Ei, Mehl, Paniermehl/Semmelbrösel und Zitronensaft in eine Schüssel geben.
Petersilie fein hacken und ebenfalls dazu geben.
Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.
Alles gut mischen.

Damit die Masse eine gute Bindung erhält am besten mit den Fingern mischen und die Masse dabei „richtig durch die Finger drücken“.  

Der Frikadellenteig ist etwas klebrig; kein weiteres Mehl oder Paniermehl zufügen, die Frikadellen sollen schön „luftig-leicht/fluffig“ werden. 

In einer Pfanne das Butterschmalz erhitzen.

Aus dem Teig 4 Frikadellen (etwa 2,5 bis 3 cm dick) formen, diese in Mehl wenden und bei starker Mittelhitze in ca. 5 Minuten je Seite hellbraun braten bzw. „backen“ (da sie mit einer Hülle von Mehl umgeben sind, werden sie „gebacken“ und nicht „gebraten“ 🙂 ).

Zu den Frikadellen passt übrigens hervorragend eine selbstgemachte Remoulade (siehe Titelbild).

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