Bulgarische Bauern-Knoblauchwürstchen

Schneller gemacht als gedacht 🙂
Nein, nicht wie ihr denkt.
Der Reihe nach: ich war mal wieder bei „dem Fleischer meines Vertrauens“. Er erzählte mir, dass er Schweinefleisch übrig hatte und nicht so recht wusste, was er damit machen soll.
Da kam einer seiner Gehilfen, ein Bulgare, und meinte: „soll ich Dir davon Würstchen machen, wie es sie bei uns zuhause gibt?“.
Gefragt, gemacht…und dann kam ein paar Tage später ich bei ihm vorbei und er gab mir eine Wurst zum Probieren.
Und so kam es, dass wir schneller eine neue Wurstsorte gemacht haben, als wir gedacht hätten.

Diese Würstchen sind für den Rohverzehr gedacht, nicht zum Braten!

Zutaten

Fleisch:

  • 85 % Schweineschulter, durchwachsen, schier (ohne Schwarte, ohne Knochen)
  • 15% Rückenspeck

Gewürze je kg Fleischmasse:

  • 8,5 g Salz („normales Haushaltssalz“)
  • 8,5 g Pökelsalz
  • 4 g weißen Pfeffer, gemahlen
  • 6 g Knoblauch
  • 0,5 g Traubenzucker
  • 1,4 g Paprika, edelsüß
  • 0,3 g Paprika, rosenscharf

außerdem:

  • Bratwurstdarm Kaliber 30/32

Zubereitung:

Das Fleisch der Schweineschulter durch die 8 mm-Scheibe des Fleischwolfes mahlen.
Den Rückenspeck durch die 5 mm-Scheibe mahlen.

Den Knoblauch fein würfeln und mit etwas Salz zu einer feinen Paste zerdrücken.

Fleisch und alle Gewürze gründlich mischen.
So lange mischen/kneten, bis die Fleischmasse Bindung bekommt – mind. 5 Minuten von Hand.

Die Fleischmasse in die vorbereiteten Därme füllen und auf die gewünschte Länge abdrehen.

Die Därme sollten nach dem Abdrehen stramm gefüllt sein!

Die Würstchen auf Stangen aufhängen und zunächst 18 bis 24 Stunden an einem kühlen, luftigen (aber zugfreien) Ort umröten und trocknen lassen.

Die Würstchen nun kalträuchern, nach Belieben mehr oder weniger.

Danach die Würstchen noch einige Tage reifen(„dörren“ lassen.

Oben im Bild ist der Anschnitt der Würstchen nach dem Räuchern, nachfolgend nach dem Reifen.

9 Gedanken zu “Bulgarische Bauern-Knoblauchwürstchen

    • cahama 21. Februar 2019 / 7:31

      Ja, deshalb waren die auch so schnell aufgegessen 🙂

  1. Ubena 6. Januar 2020 / 16:30

    Habe alles genau nach Rezept gemacht, geräuchert und getrocknet.
    Geschmacklich Klasse, leider war das Brät wie Sägemehl im Mund.
    Was habe ich falsch gemacht?

    • cahama 7. Januar 2020 / 5:53

      Das tut mir leid, dass du mit deinem Ergebnis nicht zufrieden bist!
      Auf die Ferne ist es natürlich schwer mit einer Fehlerdiagnose, aber versuchen wir es mal: Welches Fleisch hast du genommen? Wie hoch war der reine Fettanteil? Hast du es evtl. zu fein gemahlen oder war das Messer des Wolfes nicht mehr scharf? Hingen die Würste beim Reifen (Trocknen) evtl. in Zugluft? Wie lange hast du sie trocknen lassen?
      Du kannst auch gerne per Mail antworten: cahama@outlook.de.
      Gruß
      Harald

  2. Helmut 18. Juni 2020 / 15:26

    Leider haben wir jetzt schon Juni,da ist es zu heiß zum Kaltreuchern.Aber ich werde das Ausprobieren.

    • cahama 19. Juni 2020 / 5:45

      Der nächste Winter kommt bestimmt!
      Und dann: gutes Gelingen!

  3. Rudolf Enns 2. Juli 2020 / 16:26

    Hallo, wie lange muessen die Wuerste trocknen?
    Ich habe sie am Sonntag hergestellt. Montags Nacht und gestern, Mitwoch, gerauchert.
    Ab wann kann ich die Wurste anschneiden.
    Gruesse aus Argentinien

    • cahama 2. Juli 2020 / 16:42

      Probier sie einfach. Jeden Tag eine 🙂 dann merkst du, wann sie dir recht sind. Wir haben unsere noch 4 bis 5 Tage reifen lassen.

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