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Ofen-Apfelmus

16 Nov

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Bei „grain de sel“ sind wir über das Rezept „karamellisiertes Ofenapfelmus“ gestolpert. Was uns daran so gefallen hat, war, dass kein Zucker dafür benötigt wird. Einfach nur Äpfel im Bräter oder Römertopf im Backofen backen – backen – backen…5 Stunden lang. Durch dieses lange Backen karamellisiert der Fruchtzucker und gibt dem Apfelmus (oder Apfelbrei – wie wir Hessen sagen) diese dunkle Farbe. Michaela von „grain de sel“ schreibt, dass sie das Apfelmus sogar bis zu 7 Stunden im Backofen lässt. Wir haben mal mit 5 Stunden angefangen…

Wir haben die Zutaten („Gewürze“) ein wenig verändert. Heraus kam ein herrliches Apfelmus, dass uns geschmacklich sehr stark an Bratapfel erinnert hat – aber das ist ja nichts schlimmes🙂

Zutaten:

  • 2.100 g Äpfel; Nettogewicht, ohne Schalen und Kerngehäuse
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Sternanis
  • 1 Zimtstange
  • 1 Stück Schale von der Bio-Orange (2 x 4 cm)
  • 2 Gewürznelken
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen, die Apfelviertel noch 1 oder 2x durchschneiden.

Apfelmus/Apfelbrei schmeckt uns am besten, wenn er nicht nur aus einer Apfelsorte zubereitet wird, sondern aus mehreren/vielen Sorten. Da unsere „Apfelvorräte“ noch sehr gut gefüllt sind, haben wir hier eine Mischung aus folgenden Apfelsorten verwendet: Roter Boskoop, Goldparmäne, Jamba 69, Kaiser Wilhelm (Kaiser-Wilhelm-Apfel), Red River, Roter Berlepsch und Rubinette.

Das Stück Orangenschale haben wir eigentlich nur verwendet um die Gewürznelken hineinzustecken, damit wir diese später schneller wiederfinden🙂

Die Hälfte der Apfelstücke in einen Römer- oder Schmortopf (wir: gusseisernen Schmortopf) geben.
Die Vanilleschote aufschneiden, das Mark auskratzen; Mark und ausgekratzte Vanilleschote, sowie alle anderen Gewürze zu den Äpfeln geben. Nun die restlichen Äpfel darauf geben.

Da das Apfelmus im Backofen „kocht“, den Topf nicht zu voll machen!!

Deckel schließen und den Topf für 5 Stunden in den 160 Grad heißen Backofen (Unter-/Oberhitze) geben.
Nach der Backzeit Vanilleschote, Sternanis. Zimt, Orangenschale mitsamt Gewürznelken aus dem Apfelmus „fischen“.

Einen Teil des Apfelmus haben wir direkt nachdem es aus dem Backofen kam in Gläser (Twist-off) gefüllt und diese (mit Hilfe von Einmachtropfen) verschlossen.

Je länger der Topf im Backofen bleibt, desto dunkler wird der Apfelbrei!

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7 Kommentare

Verfasst von - 16. November 2014 in Desserts, Konservieren/Haltbar machen, Obst

 

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7 Antworten zu “Ofen-Apfelmus

  1. noemi

    17. November 2014 at 7:54 PM

    Auch wir Franken lieben Apfelbrei 😊

     
  2. Eva

    19. November 2014 at 6:27 AM

    wie lange will ich das schon mal machen!
    Daher danke ans Erinnern.

     
  3. Ulrike

    27. Januar 2015 at 9:20 PM

    Habe ich nach Michas Rezept schon dreimal gemacht, ein besseres Apfelmus gibt es nicht.
    Ein Tipp für die, die wie ihr in dicht schließenden Töpfen schmort: Wenn die Äpfel zu kochen beginnen (da muss man aufpassen), den Topfdeckel ein wenig verkantet aufsetzen, dann kocht es auch nicht mehr über und das Mus kocht schneller ein, ohne trocken zu werden.
    Ich mache das Apfelmus im Edelstahlbräter aus etwa 3 kg Äpfel, das dauert um die fünf Stunden, bis es die richtige dicke Konsistenz hat.

    Eine Frage habe ich noch: Was sind Einmachtropfen? ich koche das Mus im Topf ein, wäre schade, wenn etwas verderben würde.

    Liebe Grüße
    Ulrike

     
    • cahama

      29. Januar 2015 at 5:55 AM

      Hallo Ulrike,
      uns hat das Apfelmus auch sehr gut geschmeckt!! Das werden wir sicher wieder machen.
      Danke für den Tipp mit dem Topfdeckel.
      Einmachtropfen sind „ver-/angedickter“ Alkohol. Durch das „Verdicken“ sind sie nicht mehr so flüssig wie reiner Alkohol. Man füllt das Apfelmus in Gläser, gibt einige Tropfen (200 g Glas = 3 bis 4 Tropfen) auf die Innenseite des Deckels , zündet die Tropfen an und verschließt schnell das Glas. Durch das Verbrennen entsteht zum einen Unterdruck, der für den Verschluss des Glases sorgt und zum anderen sorgt die Verbrennung des Sauerstoffes dafür, dass sich keine Keime bilden können, die den Glasinhalt verderben.
      Gruß
      Harald

       
  4. Ulrike

    29. Januar 2015 at 10:30 AM

    Man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu🙂 Davon hatte ich wirklich noch nie was gehört, das ist wirklich praktisch! Ich nehme an, dass du das nur für „Unempfindliches“ verwendest, Bolognese und Brühe würde ich sicherheitshalber lieber doch richtig einkochen.
    Bekommt man so was im Handel, ich meine, nicht online?
    Liebe Grüße
    Ulrike

     
    • cahama

      29. Januar 2015 at 10:46 AM

      Wir kochen praktisch fast alles mit diesen Tropfen ein und haben die besten Erfahrungen damit gemacht. Man muss das Einkochgut halt nur heiß machen und nicht „stundenlang kochen“. Früher haben viele Drogerien diese Einmachtropfen geführt, heute immer weniger. Um uns lange Wege zu einer Drogerie zu ersparen, die das noch führt, bestellen wir es meist im Internet. Da wir diese Tropfen für fast alles verwenden und auch relativ viel einkochen, brauchen wir schon so 1-2 Fläschchen im Jahr. Wir bestellen dann meist für Freunde, Bekannte, Verwandte mit (die haben wir alle schon von den Tropfen überzeugt), dann rentiert sich das. Wir verwenden die „Eka-Einmachtropfen“, es gibt sie aber auch noch von Geko.
      Gruß
      Harald

       
  5. Ulrike

    29. Januar 2015 at 11:33 AM

    Ich habe mich jetzt mal über die Einmachtropfen belesen und festgestellt, dass darin auch Benzoesäure als Konservierungsmittel ist. Konservierungsmittel möchte ich eigentlich vermeiden.
    Ich möchte nicht klugscheißern, aber es gibt auch Clostridien, die anaerob wachsen, die nur durch Hitze abgetötet werden können, wobei die Sporen ziemlich widerstandsfähig sind. Es gibt sogar Hygieniker, die beim Einkochen im Haushalt, wo nicht unter Druck, sondern nur mit 100°C eingekocht werden kann, zweimaliges Erhitzen empfehlen, bei dem Sporen, die nach dem ersten Einkochen keimen, endgültig abgetötet werden. Das Dumme ist ja, dass man die Toxine weder riecht noch schmeckt und auf die Bombage kann man sich auch nicht verlassen.
    Ich gehe da lieber auf Nummer sicher und koche weiter ein😉
    Liebe Grüße
    Ulrike

     

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