Paella de Mariscos

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Für Paella gibt es sicher so viele Rezepte wie in spanischen Haushalten Paelleras (Paellapfannen) vorhanden sind. Jede Region hat „IHR“ Rezept, jeder Koch hat „SEIN“ Rezept, jede Hausfrau hat „IHR“ Rezept, jedes Restaurant hat „SEIN“ Rezept. Nur wir haben ein anderes, wir haben nämlich „UNSER“ Rezept.

Wir wissen,

  • dass die gesamt Flüssigkeit verkocht sein sollte wenn die Paella serviert wird,
  • dass nach Zugabe des Reises nicht mehr gerührt werden darf,
  • dass keine oder nur wenig Tomaten hinein gehören,
  • dass der Knoblauch ungeschält in die Paella gehört,
  • dass die Paella gelb sein muss,
  • dass die Paella am Boden leicht anhängen/ein Kruste bilden muss,
  • dass nur Wasser oder Brühe an die Paella gehört
  • dass an die Paella keine Zwiebel kommt
  • usw.

Aber was nutzt das, wenn uns eine andere Art der Paella besser schmeckt?

In einem kleinen Restaurant in Spanien, direkt am Strand, unter Pinien gelegen, haben wir eine Paella gegessen, die mit vielen „Traditionen“ der Paella gebrochen hat, dafür aber nicht nur sehr „saftig“ war, sondern auch super geschmeckt hat – und genau so bereiten wir UNSERE Paella zu.

So weit zum „allgemeinen Problem“ mit der Paella, dann aber noch etwas zu dem „speziellen Problem“ bei der Paella mit Meeresfrüchten.
Wenn ich beim Fischhändler meines Vertrauens von allem, was wir in einer Paella mit Meeresfrüchten gerne essen, etwas kaufen möchte, dann sieht das so aus:

Ich bekomme dort keine „100 g Fisch“, ich muss ein ganzes Filet nehmen; da gibt es keine „16 Miesmuscheln“, ich muss ein Kilogramm nehmen; er schneidet mir auch keine „100 g Tintenfisch“ ab, ich muss den ganzen nehmen…

Letztendlich ergibt das dann eine Paella, die für eine Bundeswehr Kompanie mittlerer Stärke reicht.

Und da wir selten (bis nie) eine Bundeswehr Kompanie zum Paella-Essen bei uns haben, bedeutet das dann, dass es bei uns „wochenlang“ nichts anderes mehr als Paella gibt – natürlich, Abwechslung muss sein, mal in der Mikrowelle erwärmt, mal in der Pfanne, mal im Backofen, mal im Wasserbad… 🙂

Aus diesem Grund sind wir dazu übergegangen, für eine Paella mit Meeresfrüchten fertige Mischungen „Futti di mare“ zu kaufen. So schaffen wir es, daraus EINE Mahlzeit für 6 Personen zu kochen 😉

Zutaten für 6 Personen:

  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 1200 g Tomaten, gehackt, Dose
  • 40 Safranfäden
  • 3 1/2 Tassen Reis *)
  • 1/2 l Brühe (Gemüsebrühe)
  • 1 kg Meeresfrüchte
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen

*) Die typische/spezielle Reissorte für Paella ist „Bomba-Reis“, spanisch: arroz bomba. Wir hatten aber keinen zur Hand und haben deshalb normalen Langkornreis verwendet.

Zubereitung:

Safranfäden in warmem Wasser einweichen
Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln.

Olivenöl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten.
Meeresfrüchte dazu geben und kurz mitbraten.
Die gehackten Tomaten und das Tomatenmark dazu geben.
Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.
Den Reis zusammen mit den Safranfäden und Einweichwasser in die Pfanne geben.
Alles zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren, dass es nur noch leicht köchelt.

Gelegentlich umrühren; wir verwenden dafür einen Bratenwender.

Wenn die Tomaten so weit eingekocht sind, dass die Paella sämig wird, nach und nach die Brühe angießen.
Nur so lange Brühe nachgießen, bis der Reis gar ist.

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Und, um die Eigenständigkeit UNSERER Paella zu verdeutlichen, reichen wir dazu auch noch Baguette 🙂

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