Nashi-Cranberry-Strudel

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Angefangen hat alles vor vielen Jahren damit, dass unsere Nachbarn in Urlaub gefahren sind.
Die Nachbarin war eine Asiatin. Aus ihrer Heimat kannte und liebte sie Nashi. Deshalb hat sie sich auch hier, wann immer möglich, von einem Großhändler eine Kiste Nashi der besten Klasse schicken lassen. Und von der letzten Kiste war vor ihrem Urlaub noch gut die Hälfte übrig. Also hat sie sie uns gegeben. Diese Nashi waren einfach super: große Früchte, nicht zu süß, eher süß-säuerlich, richtig „knackig“ im Biss, so wie ich es auch bei Äpfeln liebe, tolles Aroma irgendwo zwischen Birne, Apfel, Melone und mit einer leichten Rosennote.

Getreu unserem Motto „Besser: selbstgemacht“ war diese quasi der Startschuss um die umliegenden Baumschulen nach einem Nashi-Baum abzuklappern. Damals war es noch gar nicht so einfach einen entspr. Baum hier in Deutschland zu bekommen. Aber wir hatte dann doppeltes Glück, erstens haben wir in einer kleinen Baumschule einen Nashibaum gefunden und zweitens war das auch noch zufällig der „Richtige“.
Nashis waren hier noch nicht so verbreitet und bekannt, also war Nashi eben Nashi. Erst später haben wir erfahren, dass es verschiedene Sorten gibt.
Grob gesagt, gibt es 4 Sorten: grün- und gelbschalige und diese jeweils rau- und glattschalig. Von unserer Nachbarin hatten wir glattschalig gelbe Nashi bekommen. Vollkommen unwissend, aber mit einer gehörigen Portion Glück, haben wir genau solch eine Sorte erworben.

Wir haben einen Zwerg- bzw Buschbaum gekauft. Die Vorteile dieser Baumform: sie bleiben recht klein/kompakt bleiben – Höhe max. 2,5 m, „Kronendurchmesser“ etwa 1,5 m – und dass die Erträge recht schnell einsetzen – oft schon im ersten Jahr nach der Pflanzung.

Ein Jahr später, als unser Bäumchen die ersten Früchte getragen hat, war unsere Nachbarin so angetan davon, dass man die Nashi auch hier ziehen kann, dass sie sich sofort auch ein Bäumchen gekauft hat. Sie wusste wohl aber auch nicht, dass es davon verschiedene Sorten gibt, denn sie hat eine rauschalig grüne Sorte erwischt :).

Ich vermute fast, dass selbst die Baumschulen zu dieser Zeit nicht so genau wussten, was sie da im Sortiment hatten, ansonsten hätten sie sicher ein paar Worte darüber verloren.

Mittlerweile haben wir regelmäßige, für die Baumgröße, hohe Erträge: jedes Jahr zwischen 20 bis 35 kg.

Was man über Nashi noch wissen sollte: sie sind nicht lange haltbar; im kühlen, dunklen Keller max. 4 Wochen.

Zutaten:

  • 1 Portion Strudelteig
  • 800 g Nashi
  • 250 g Cranberrys, frisch
  • 100 g Zucker
  • 100 g Cashewkerne
  • 200 g Frischkäse
  • 4 EL Milch
  • 1 EL Zitronensaft
  • 100 g Butter

Zubereitung:

Strudelteig wie unter dem Beitrag Strudelteig beschrieben herstellen.

Nashi schälen, Kerngehäuse entfernen, achteln und in dünne Scheiben schneiden.
Cranberrys waschen, gut abtropfen lassen, zu den Nashis geben.
Cashewkerne in einer Pfanne ohne Fett unter wenden hellbraun rösten bis sie intensiv duften. Anschließend grob hacken, zu den Nashi geben.
Zucker und Zitronensaft zufügen und alles gut mischen.

Frischkäse mit der Milch verrühren.

Butter in einen kleinen Topf geben und bei kleiner Hitze schmelzen lassen.
Den ausgerollten/-gezogenen Strudelteig mit einem Teil der Butter dünn einpinseln.

Auf eine Längsseite die Nashi-Cranberry-Nuss-Mischung geben.

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Den angerührten Frischkäse oben darauf setzen.

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Den Frischkäse vorsichtig über der Füllung verstreichen.

Anschließend den Anfang des Strudelteigs mit Hilfe des Handtuchs auf die Füllung legen. Die Seiten einschlagen.

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Den Strudel nun aufrollen – dazu einfach vorne das Handtuch vorsichtig anheben, so dass der Teig nach hinten aufgerollt wird. Auf dem Handtuch sollte das Teigende oben sein.

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Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Strudel mit Hilfe des Handtuchs auf das Blech transportieren und vom Handtuch herunter rollen lassen. Das Teigende sollte unten zu liegen kommen.

Den Strudel dünn mit zerlassener Butter einpinseln.

Den Strudel im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Unter-/Oberhitze ca. 40 Min. backen. Während des Backens den Strudel mit der restlichen Butter und dem austretenden Saft einpinseln.

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Wir mussten den Strudel „biegen“, da das Backblech nicht groß genug war 🙂

4 Gedanken zu “Nashi-Cranberry-Strudel

  1. Werner 14. Oktober 2013 / 7:47

    Ein Nashibaum scheint eine Option als Apfelersatz zu sein. 🙂
    Ist eine Überlegung wert!
    Muss der Baum gespritzt werden um gegen unsere heimischen Schädlinge zu bestehen?

    Ciao Werner

    • cahama 14. Oktober 2013 / 8:01

      Hallo Werner,
      wir spritzen unsere Bäume nicht.
      Wir müssen nur aufpassen, wenn die Nashi reif und schön leuchtend gelb sind, fallen die Wespen gern darüber her.

      Gruß
      Harald

  2. Anna Purna 15. Oktober 2013 / 11:23

    Die frischen Cranberries sind ja der Hammer. Ich liebe diese Dinger. Nashi kenne ich nicht. Ich denke mal, da kann ich wohl auch Äpfel als Ersatz nehmen…

    Liebe Grüße
    Anna

    • cahama 15. Oktober 2013 / 14:50

      Hallo Anna,
      im Original ist der Strudel mit Äpfeln (oder als Alternative mit Birnen). Da aber unsere Nashi-Ernte dieses Jahr wieder so reichlich ausgefallen ist, müssen diese verarbeitet werden.

      Gruß
      Harald

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