Zwetschgen-Knödel

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Als Kind habe ich mit meinen Eltern öfters in Österreich „Urlaub auf dem Bauernhof“ gemacht.

Immer auf dem gleichen Bauernhof. Das lag zum einen daran, dass die Landwirtsfamilie einen Sohn in meinem Alter hatte, mit dem ich mich sehr gut verstanden habe und wir den ganzen Tag „etwas zu tun hatten“ – heute würde man sagen „Blödsinn im Kopf hatten“ 🙂
zum anderen lag es daran, dass dadurch meine Eltern auch, mehr oder weniger, Urlaub vor mir hatten, also den ganzen Tag zur ihrer freien Verfügung hatten.

Kleine Geschichte am Rande: es fing jeden Morgen gegen 6.30 Uhr damit an, dass der Sohn des Hofes auf der Kuhweide unter meinem Zimmer stand und mit mehr oder weniger kleinen Steinchen versuchte die Fensterscheiben meines Zimmers zu treffen. Wenn ich dann aus dem Fenster schaute, kam jeden Morgen ein vertrautes „kommschst obi“ von unten…

Ich habe dann auch oft bei der Landwirtsfamilie mit am Tisch gesessen und mit gegessen. Dort habe ich das erste Mal diese Zwetschgen-Knödel gegessen. Sie haben mir so gut geschmeckt, dass ich meiner Mutter keine Ruhe gelassen habe, bis sie sich das Rezept hat geben lassen.

Zutaten für 10 Klöße:

  • Kloßteig für gekochte Klöße >> Rezept siehe Klöße aus gekochten Kartoffeln II
  • 750 g Zwetschgen
  • 10 Stück Würfelzucker
  • 2 – 3 EL Zucker
  • 3 EL Butter
  • 3 EL Paniermehl/Semmelbrösel

Zubereitung:

Kloßteig – siehe Rezept  Klöße aus gekochten Kartoffeln II

Zwetschgen waschen, den weißen Belag mit einen Geschirrtuch o. ä. gründlich abreiben; entsteinen.

In 10 Zwetschgen je ein Stück Würfelzucker geben und zusammenklappen.
Den Kloßteig in 10 gleichgroße Portionen teilen. Aus jeder Portion einen Kloß formen, dazu den Kloßteig auf die Handfläche legen, mit der anderen Hand flach drücken (etwa so groß wie eine Unterttasse), jeweils eine Zwetschge in die Mitte geben und den Teig darüber wieder zusammen drücken. Darauf achten, dass der Teig fest um die Zwetschge anliegt und die „Nahtstelle“ des Teiges gut verschlossen ist.

Die Klöße in reichlich kochendes Salzwasser geben, Hitze reduzieren, so dass das Wasser nur noch leicht siedet; 20 Min. ziehen lassen.

In der Zwischenzeit aus den restlichen Zwetschgen zusammen mit 2 – 3 EL Zucker (und nach Belieben auch Zimt und/oder gemahlene Nelken) einen Kompott kochen.

Butter in einer Pfanne erhitzen, Paniermehl/Semmelbrösel zufügen und bei mittlerer Hitze goldbraun rösten; dabei öfter umrühren.

Die Klöße zusammen mit dem Kompott und den gerösteten Semmelbröseln servieren.

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Die oben angegebene Menge ist als Hauptspeise gedacht. Man kann die Zwetschgen-Knödel auch als Dessert servieren, dann die Menge entspr. reduzieren.

3 Gedanken zu “Zwetschgen-Knödel

  1. Anna Purna 8. Oktober 2013 / 21:52

    Diese leckeren Knödeln waren mein Plan B für den Blog-Event von Zorra Kochtopf für dieses Monat. Ich habe dann doch etwas anderes gemacht. Soll nicht heißen, dass ich sie mir nicht mal rasch machen könnte. Erwecken in mir sehr angenehme Erinnerungen.

    Liebe Grüße
    Anna

  2. Matthias 2. September 2017 / 13:32

    Was für eine schöne Kindheitserinnerung. Danke für das Rezept.

    • cahama 3. September 2017 / 6:23

      Ja, oft sind es die „einfachen Sachen“, die einem erfreuen und schöne Erinnerungen wachrufen.

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