Barbarie-Ente – gegrillt

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Es gibt schon viele „Grausamkeiten/Foltermethoden“. Aber 2 1/2 Stunden vor dem Grill zu stehen bzw. sitzen und der Ente zuzuschauen, wie sie da „ihre Runden dreht“, dass gehört schlicht und ergreifend verboten!! Per Gesetzt müsste verfügt werden, dass Enten ab sofort gebraten aus dem Ei zu schlüpfen haben 🙂

Zum Grillen von Enten, Hähnchen, Schweinshaxen, Roastbeef, Braten usw. verwenden wir einen Fleischspieß mit Motorantrieb. Außerdem wird der Grill dann nur von der Rückwand aus beheizt (damit kein Fett in die Holzkohle tropfen kann). Dies funktioniert meist nur bei portablen, klappbaren Grills. Bei den meisten stationären Grills geht das nicht – das war der Grund, warum ich meinen Grill selbst konstruiert und gebaut habe.

Zutaten (6 Personen):

  • 1 Barbarie-Ente, 3,3 kg
  • 1/2 TL Curry
  • 1/4 TL Chiliflocken
  • 1/2 TL Cumin
  • 1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 3 EL Olivenöl

Zubereitung:

Bei Enten, die gegrillt werden sollen, schneide ich immer das letzte Glied des Flügels ab, da dieses erfahrungsgemäß immer „vertrocknet“.

Die Ente gründlich waschen und trocken tupfen.

Innen mit Salz und Pfeffer würzen. Wer mag kann die Ente innen auch mit etwas Dijon-Senf, Thymian, Majoran und/oder Beifuß würzen.

Die Ente auf einen Grillspieß stecken und mit Fleischklammern fixieren.

Die Beine mit einem hitzebeständigen Faden (ich verwende Schinkenkordel) über Kreuz, zusammen mit dem Schwanz festbinden.

In der Mitte der Brust einen zweiten Faden einmal um die gesamte Ente herum führen und damit die Flügel festbinden.

Curry, Chiliflocken, Cumin, Paprika, Salz und Pfeffer in einen Becher oder Schüssel geben und mit dem Olivenöl verrühren/mischen.

Mit einem Backpinsel nun die Öl-Gewürzmischung gleichmäßig auf der Ente verteilen.

Bevor ich die Ente in den Grill hänge, stelle ich ein Backblech unter, damit austretendes Fett aufgefangen wird. Dem Backblech geben ich leichtes Gefälle weg von der Holzkohle.

Die Ente zunächst recht nahe (ca. 7 cm Abstand) an die Holzkohle hängen, damit sie gleich etwas Farbe bekommt. Mit dem austretenden Fett die Ente von Zeit zu Zeit einpinseln. Nach etwa 20 Min. den Abstand vergrößern. Ich hänge sie dann etwa 20 cm vor die Holzkohle. In dieser Entfernung, bei mittlerer Hitze, darf sie sich dann 2 Stunden in aller Ruhe drehen. In dieser Zeit immer mal wieder einpinseln und ab und zu mit einem Zahnstocher oder einer etwas dickeren Nadel in die Haut stechen, damit angesammeltes Fett ablaufen kann. Nicht vergessen auch immer mal wieder ein paar Holzkohlen nachlegen.

Dadurch, dass die Ente nicht bei großer Hitze (nahe an der Kohle) gegrillt wird, sondern bei mittlerer Hitze, bleibt sie saftiger und das Fleisch wird trotzdem schön „mürbe“. Diese Methode wende ich bei (fast) allem an, was ich auf dem Spieß grille: Schweinenacken, Roastbeef, Hähnchen, „Rebknorze“,Schweinshaxen, Rollbraten, Putenschenkel…

Zum Schluss die Ente nochmal nah an die Holzkohle hängen, damit sie ihre endgültige Farbe bekommt.

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Bei uns gab es dazu Pommes Frites und gratinierte Zucchinistifte.

Ein Gedanke zu “Barbarie-Ente – gegrillt

  1. cocinarocio 24. Juli 2013 / 15:33

    Aber die Mühe hat sich gelohnt!!! Sieht extrem lecker aus!
    Liebe Grüsse. Rocío

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